10 Fakten über Pharma Social Media Marketing

21.11.2016 How-To
3 Minuten Lesezeit

Facebook und Instagram sind wichtige Bestandteile im Pharma Social Media Marketing. Das ist unumstritten. Die Kombination aus Reichweite, Ausmaß und Interaktivität machen die sozialen Medien für Marketing-Experten aus dem Healthcare Bereich so interessant.

Facebook und Instagram erreichen 2,2 Milliarden Menschen

Monatlich nutzen 1,7 Milliarden Menschen Facebook, davon etwa 1 Milliarde Menschen täglich über mobile Devices. Auch Instagrams Reichweite ist bemerkenswert. 500 Millionen Menschen greifen pro Monat auf das Programm zu. Pro Tag sind es 300 Millionen Menschen. Jede fünfte Minute wird auf einer der sozialen Plattformen verbracht.

Dieses Potential wird von vielen Unternehmen für Werbung genutzt. Auf Facebook gibt es etwa 4 Millionen aktive Advertiser und auf Instagram rund 500.000. 98 der Top-100-Advertiser sind auf beiden sozialen Medien vertreten.

Facebook und Instagram sind für das Pharma Marketing attraktiv, nicht zuletzt aufgrund der mehr als 70 Millionen Facebook-Nutzer, die in mehr als 6 Millionen Healthcare Gruppen aktiv sind.

Facebook Health für erfolgreiches Pharma Social Media Marketing

Seit etwa einem Jahr gibt es ein neues Team bei Facebook: Facebook Health. Dieses Team besteht aus Experten aus den Bereichen Pharma, Heathcare und digitale Medien. Die folgenden zehn Fakten für erfolgreiches Pharma Marketing auf Facebook und Instagram stammen von diesen Experten.

1. Eltern und Ältere sind bei Facebook aktiv

Viele Pharmaunternehmen unterschätzen, dass ihre Zielgruppen bei Facebook aktiv sind. Dies gilt besonders für die Altersgruppe 45 +. Viele Menschen aus dieser Gruppe nutzen Facebook, um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben.

Laut Facebook Health verbringen Eltern 1,3 Mal mehr Zeit auf Facebook als kinderlose Personen. Viele junge Mütter treten Gruppen bei, in denen ihre Fragen beantwortet werden.

2. Ein Portal, aber zwei Plattformen

Um werbefreundlich zu sein, haben alle Facebook-Produkte die gleiche Infrastruktur. Advertiser müssen also nur eine Anzeige entwerfen, die dann sowohl bei Facebook als auch bei Instagram genutzt werden kann. Da sämtliche Technologie, Targeting und Messungen in einem Portal sind, ist es für Werbekunden besonders einfach, verschiedene Produkte über Facebook zu bewerben.

Außerdem ist es möglich, Anzeigen maßgeschneidert für die jeweiligen Zielgruppen pro Plattform zu platzieren. Pharma Unternehmen empfiehlt Facebook Health jedoch eine Platzierung der Werbung auf beiden Plattformen.

3. Feed-basierte Werbung ohne Unterbrechungen

Facebook und Instagram sind feed-basierte Plattformen, deshalb ist keine Werbung in Form von Pop-ups oder Unterbrechungen möglich. Sämtliche Werbung wird in den Feed der Nutzer integriert und muss daher aus so konzipiert sein, dass sie dort hineinpasst – sowohl optisch als auch inhaltlich.

4. Zielgruppenspezifische Werbung

Facebook bietet verschiedene Optionen für das Festlegen von Zielgruppen. Nutzer können nach Alter, Geschlecht und Device kategorisiert werden. Wenn mehr Details gewünscht werden, kann diese Kategorisierung auch nach persönlichen Interessen oder Orten durchgeführt werden. Obwohl über Facebook Werbung Massen erreicht werden können, ist sie so doch um einiges spezifischer als Fernsehwerbung.

5. Markenseite

Für erfolgreiches Pharma Marketing über Instagram oder Facebook ist eine Markenseite immer die Basis. Eine Markenseite bietet Pharmaunternehmen Raum für ihren Content und unterstützt Werbemaßnahmen. Das Facebook Health Team unterstützt Unternehmen beim Aufbau dieser Seite vom ersten Schritt an.

Ein erfolgreiches Beispiel ist die Facebook Seite von Allergan für Restasis.

6. Markenneutrale Seiten

Neben den Markenseiten sind auch markenneutrale Pages bei Pharma Unternehmen sehr beliebt. Sie bieten die Möglichkeit, unabhängig von einem Produkt Interessierte zusammenzubringen. AstraZeneca bietet beispielsweise mit seiner Save Your Breath Seite Patienten eine Plattform, um sich über COPD auszutauschen.

7. Kreativer Umgang mit Sicherheitsinformationen

Der Umgang mit Sicherheitsinformationen ist ein großes Thema im Pharma Social Media Marketing. Das Resultat sind oft standardisierte Antworten aus den Unternehmensguidelines, die den Nutzern aber so gar nicht gefallen. Bayer hat dieses Problem auf eine kreative Art gelöst. Das Unternehmen hat eine Anzeige für den Bluetooth-gesteuerten Autoinjektor Betaconnect mit einer Click-to-Call-Funktion ausgestattet. Dieser Button ist direkt mit Bayers Callcenter verbunden.

8. Deaktivieren der Kommentarfunktion

Bei Instagram ist es möglich, die Kommentarfunktion für einzelne Beiträge zu deaktivieren. Bei Facebook hingegen kann man Nutzer zwar allgemein vom Posten an die Pinnwand hindern, jedoch nicht im Einzelfall die Kommentarfunktion aktivieren oder deaktivieren. Ob dies nützlich ist oder nicht, sollte jedes Unternehmen für sich entscheiden. Im Pharma Marketing gibt es teils sensible Inhalte, die beworben werden. Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, Kommentare gänzlich zu deaktivieren, kann dies zu einem Vertrauensverlust bei den Lesern führen.

9. Videos, Videos, Videos

Täglich werden auf Facebook bis zu 100 Millionen Stunden Videos angesehen. Dies birgt riesiges Potential für Pharma Marketing. In guten Videos können auch komplexe Inhalte anschaulich dargestellt werden. Außerdem erregen sie Aufmerksamkeit und wecken Interesse im User.

10. Content und Inspiration?

Im Fall von Facebook und Instagram ist es sinnvoll, Content und Inspiration zu trennen. Facebook ist die optimale Plattform, um contentlastige Werbung zu platzieren. Hier möchten Nutzer Nachrichten lesen oder erfahren, was ihre Freunde gerade machen. Instagram hingegen ist eher ein Ort von Inspirationen. Dort folgen die Nutzer Menschen und Unternehmen, die ihnen Ideen bieten.

Aus Pharma-Sicht ist es deshalb unerlässlich, auf beiden Plattformen aktiv zu sein.

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