10 wichtige Indikatoren für die Erfolgsmessung von Websites mit Google Analytics

18.07.2017 How-To
4 Minuten Lesezeit

Gutes Marketing funktioniert nicht ohne Feedbackschleifen. Für Websites gilt das insbesondere – also sollte man die wichtigsten Merkmale immer im Blick haben.

Der eine oder andere zuckt jetzt vielleicht zusammen – ist die letzte Auswertung schon etwas länger her? Dann bringen wir hier einen kurzen Auffrischungskurs zur Erfolgsmessung von Websites:

1. Nutzer

Ein sehr guter erster Schritt für die Analyse: Wie viele Besucher hat Ihre Seite überhaupt in bestimmten Zeiträumen? Gibt es Zyklen? Werden Sie nachts oder eher tagsüber aufgerufen? Montags oder freitags?
Analysieren Sie diese Zahlen und setzen Sie sie mit anderen der wichtigen Werte in Verbindung. Achten Sie dabei insbesondere darauf, wie viele Besucher nur einmal vorbeikommen, und wie viele Wiederkehrer sind.

2. Sitzungen

Verfolgen Sie den Weg, den Ihre Besucher über die Seite nehmen: Wie viele sehen sich tatsächlich das Firmenprofil an? Vermutlich die wenigsten. Denn die meisten Besucher sind auf der Suche nach bestimmten Informationen. Verfolgen Sie ihren Weg und finden Sie heraus, wonach sie suchen.
So können Sie Inhalte in Zukunft besser an das anpassen, was Ihre Kunden wirklich interessiert. Vielleicht müssen Sie dafür sogar mal umstrukturieren – vielleicht hilft auch einfach ein Direktlink von der Startseite aus.

3. Seitenaufrufe (inkl. Seiten/Sitzung)

Klar – welche Seiten überhaupt aufgerufen werden ist ein weiterer wichtiger Punkt und Sie können ihn schon über die Sitzungen verfolgen. Um die Inhalte einzelner Seiten zu optimieren, sind die Seitenaufrufe aber auch ein guter direkter Wert für konkrete Inhalte.

Wie häufig wird eine bestimmte Seite direkt aufgerufen? Wie häufig wird sie von anderen Seiten aus erreicht?
Und insgesamt: Wie viele Seiten sieht ein Benutzer sich während eines Besuchs an? Ein hoher Wert zeigt, dass der Besucher nur stöbert oder nicht schnell findet, was er sucht. Ein niedriger Wert wie nur eine Seite kann darauf hinweisen, dass das Design vielleicht abschreckend ist (A/B-Testing einbauen!) oder ein eindeutiger Link zu weiteren Inhalten fehlt (denken Sie auch an den Call to Action!).

Anders sieht die Sache bei klassischen Landingpages aus. Hier ist eine geringe Anzahl der Seiten/Sitzung ein Indikator dafür, dass der Nutzer alle wichtigen Infos bereits auf einen Blick finden kann.

4. Durchschnittliche Sitzungsdauer

Ähnlich wie die Zahl der besuchten Seiten zeigt dieser Wert Ihnen viel über die Interessen Ihrer Besucher. Bleibt ein Nutzer nur wenige Sekunden und springt gleich wieder ab, sind die Inhalte offenbar nicht interessant.

Dahinter kann auch die falsche Marketingkampagne stecken: Verlinkt ein Facebook-Post zu Thema A vielleicht auf Thema B? Dann ist damit schon das Problem erklärt.

Auch mangelhaft aufbereiteter Content kann der Grund für eine kurze Seitenverweildauer sein. Sind Ihre Texte schlecht strukturiert oder langweilig geschrieben? 

5. Absprungrate

Wer verlässt die Seite wann – und wie immer: Warum? Können Sie aus den Zahlen schon herausfinden, wieso Leute die Seite verlassen?

Eine Absprungrate ist besonders aussagekräftig, wenn Sie daran gedacht haben, einen Weg für Ihre Kunden auf der Seite zu legen. Wenn Sie planen oder davon ausgehen, dass ein Besucher von Seite A über B, C und D auf E landet – wieso springen dann so viele bei C ab? Überdenken Sie, ob der Verweis zu D deutlich genug ist und ob vielleicht der Weg über fünf Seiten schlicht zu lang sein könnte.

6. Akquisition und Top-Channels

Woher kommen die meisten Webseitenbesucher? Landen Ihre Kunden direkt auf der Seite, weil sie die Adresse eintippen? Das spricht für Ihr Offline-Marketing. Wenn die Zahlen allerdings insgesamt zu niedrig sind, fehlen die Besucher von anderen Online-Kanälen.

Achten Sie darauf, Facebook-Links richtig zu nutzen und verweisen Sie auch von Twitter gelegentlich direkt auf Ihre Seite. Ein eigener Blog, der regelmäßig aktualisiert wird, ist hier ein Top-Mittel.

7. Websitecontent

Auch hier können Sie direkt aus der Perspektive der Inhalte optimieren. Welche Unterseiten locken die meisten Besucher? Und welche werden vernachlässigt?

Abgesehen davon, dass Sie die vernachlässigten stärken können, können Sie natürlich auch auf den starken Inhalten aufbauen. Beispielsweise, indem Sie mehr Artikel zum gleichen Thema schreiben und sich so als Experte einen Ruf aufbauen. Oder Sie schreiben Artikel, die das beliebte Thema stärker mit Ihren Conversion-Zielen (siehe unten) verbindet. Auch das Überarbeiten und Aktualisieren älterer Beiträge, kann die Performance dieser noch einmal stärken.

8. Demographie

Wer greift überhaupt auf die Seite zu? Wir reden nicht umsonst immer wieder darüber, wie man die richtige Zielgruppe eingrenzt und dann erreicht. Haben Ihre Maßnahmen Erfolg? Das sagen Ihnen nicht nur allgemeine Besucherzahlen, sondern vor allem auch die zu Ihrer Zielgruppe.

Wenn hunderte Jugendliche Ihren Bericht über Rheuma teilen, weil das Thema verpflichtend ins Zentralabitur gerutscht ist, dann erreichen Sie trotzdem Ihre eigentliche Zielgruppe 50+ nicht mehr.

9. Zugriff

Hier geht es mehr um das WIE als das WER: Wie greifen Ihre Nutzer auf die Seite zu? Nutzen sie Desktop-PCs oder Smartphones? Welches Betriebssystem nutzen die meisten und welchen Browser? Das sind viele technische Informationen, die der IT-Seite nutzen.
So können Sie herausfinden, ob Ihre Seite auf mobilen Geräten gut sichtbar ist. Und das Betriebssystem verrät Ihnen nicht nur etwas über die technischen Anforderungen an Ihre Seite. Sie lassen auch Rückschlüsse auf Ihr Publikum zu: Android hat zwar den größten Marktanteil insgesamt, aber iPhone-Nutzer sind für gewöhnlich wohlhabender. Gerade unter Ärzten sind Apple Smartphones besonders beliebt.

10. Conversions

Conversions sind eine Zielsetzung zu einer bestimmten Zeit – oft geht es zum Beispiel darum, Subscriber für einen Newsletter zu gewinnen. Wenn es einen Onlineshop gibt, sind die Conversions Käufe. Und wenn Ihr Unternehmen von der Kontaktaufnahme durch Kunden lebt, ist das Ziel Ihrer Seite vermutlich, Anrufe oder Emails zu erhalten.
Sie können diese Ziele regelmäßig überprüfen und nachvollziehen: Wie weit folgen Besucher der geplanten Route? Wo springen sie ab (siehe Punkt 5) und wo könnten Sie sie vielleicht besser auffangen (siehe Punkt 7)?


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Erfolgsmessung im ePharma Marketing

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