In 3 Akten zu großartigen Pharma Marketing Kampagnen

02.02.2020 How-To
3 Minuten Lesezeit

Eine erfolgreiche Marketing Kampagne gestaltet sich immer aus dem Zusammenspiel zahlreicher Komponenten. Dazu gehören Themen wie die Forschung, eine gute Strategie oder eine exakte Zielgruppendefinition. Aber auch kreative Elemente wie die Entwicklung von Botschaften, der Ton einer Kampagne sowie die Nutzung von Social Media zählen dazu.

Drei Elemente einer erfolgreichen Kampagne

Die Analyse zahlreicher Details in der Vorbereitung einer erfolgreichen Marketingkampagne dauert meist mehrere Monate – und ja, jedes Element ist wichtig! Nichtsdestotrotz steigt die Wahrscheinlichkeit, eine erfolgreiche Kampagne zu landen, wenn man sich in den verschiedenen Entwicklungsstufen immer wieder auf die 3 fundamentalen Komponenten besinnt: Insights, Einfachheit und Mut.

Erster Akt – Insights.

Zu Beginn jeder Kampagne ist es selbstverständlich, die notwendige Forschung zu betreiben, um an brauchbare Daten – Insights – zu gelangen, die einem helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Doch dabei sollte man sich nicht nur auf die offensichtlichen Wege beschränken, sondern seinen Ansatz, wie auch seinen Horizont erweitern. Bog Iger, seines Zeichens CEO von Disney erzählt in seinem Buch „The Ride of a Lifetime“ eine Anekdote, wie er zu der Entscheidung gekommen ist, das Unternehmen Pixar zu kaufen. Hierzu setzte er sich in einem der Disneyland-Parks auf eine Bank und beobachtete die Besucher. Er wollte sehen, welche Attraktionen sie bevorzugten, jene von Disney selbst oder jene die man aus Pixar Filmen kannte. Er sah also mit seinen eigenen Augen, dass sich die Menschen eher zu Pixar hingezogen fühlten und somit war seine Entscheidung für eine der erfolgreichsten Übernahmen in der Geschichte gefallen.

Sicherlich geben auch auf Zahlen basierende Berichte Auskunft darüber, welche Entscheidung aus rationaler Sicht die richtige wäre. Seine eigenen Beobachtungen halfen Iger jedoch dabei auf einer weiteren Ebene, seine Entscheidung zu treffen. So geben Zahlen zwar quantifizierbare Auskünfte über einen Sachverhalt, doch nur die direkte Kommunikation mit Menschen ermöglicht es, die Beweggründe für das Handeln einer Zielgruppe zu erhalten und daraus eine Handlungsempfehlung abzuleiten. Man muss seine Zielgruppe also gut kennen und wissen, wie man mit ihren Mitgliedern am besten kommunizieren kann, um Informationen zu erhalten, die über den Tellerrand hinausgehen.

Zweiter Akt – Einfachheit.

Nicht immer ist es von Vorteil, all sein Wissen mit anderen zu teilen. Hierbei sind nicht die Situationen gemeint, in denen man Informationen über sensible Themen besitzt, die man besser nicht teilen sollte. Nein, es geht um überflüssige Informationen, die man nicht mitteilt, weil sie schlicht niemanden interessieren oder die keinen Mehrwert bieten. Genauso sollte man auch mit einer Kampagne verfahren. Zu viele Botschaften überfordern die Konsumenten und führen nicht zum Erfolg. In der Einfachheit liegt hier die Kraft. Der Porsche 911 zum Beispiel besitzt noch heute sein ursprüngliches Design. Der Mangel an Details sorgt dafür, dass sein Design keinen Trends folgt und somit einen Status der Zeitlosigkeit erreicht hat. Und auch Menschen, die man nicht unbedingt als Autofanatiker bezeichnen würde, werden sofort wissen, über welches Auto man spricht, wenn man den 911er von Porsche erwähnt.

Genauso ist es mit einer Kampagne: Je mehr Botschaften man darin platziert, desto weniger bleibt letztlich im Gedächtnis der Konsumenten haften. Je weniger überflüssige Details also in einer Botschaft stecken, desto prägnanter wird sie und desto stärker bleibt sie denjenigen im Gedächtnis, die sie wahrnehmen.

Dritter Akt – Mut.

Der Mut einer Kampagne entscheidet manchmal auch über ihren Erfolg. Hinterlässt die Botschaft einen starken Eindruck oder ist sie belanglos? All dies entscheidet sich in den verschiedenen Stufen, die die Entwicklung einer Kampagne durchläuft. Je stärker eine Idee auseinander seziert und dabei abgeschwächt wird, desto größer ist die Gefahr, dass sie letztlich so schwach ist, dass ihr die Kraft fehlt, um langfristig in den Köpfen der Menschen zu bestehen. Vor allem in einer Zeit, in der man mit täglich wechselnden Botschaften nahezu bombardiert wird. Auch eine ausgezeichnete Idee braucht daher immer auch einen couragierten Fürsprecher, der für sie kämpft – zwar bereit zu Kompromissen, jedoch niemals bereit dazu, eine Idee aufzugeben.

Eine provokative Botschaft bleibt meist im Gedächtnis und regt die Konsumenten zum Nachdenken an. Auch wenn es manchmal so scheint, als könne man über das Ziel hinaus schießen, lohnt es sich, an einer guten Idee festzuhalten und den Konsumenten zu vertrauen. So lange man seine Botschaft simpel und kurz hält und hinter ihr steht, sollte man also auch den Mut besitzen, sie zu verbreiten und keine Angst davor haben, anders zu sein. Vertrauen zahlt sich aus.

Print Friendly, PDF & Email