„AI for Health“ – Microsoft investiert 40 Mio. USD in sein Programm

05.03.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Mit der Investition in sein „AI for Health“-Programm möchte Microsoft dabei helfen, die medizinische Forschung zu beschleunigen. Das Programm unterstützt unterschiedliche Kooperationsprojekte finanziell, bei denen künstliche Intelligenz zu medizinischen Forschungszwecken eingesetzt wird.

Dieses 5-Jahres Programm von Microsoft ist bereits das fünfte Programm, welches das Unternehmen im Rahmen seiner „AI for Good“-Initiative ins Leben gerufen hat.

Investment zur Bekämpfung verschiedener globaler Probleme

„AI for Good“ ist ein Programm, welches vom Tech-Giganten finanziell unterstützt wird. So wurden bereits 165 Mio. USD in gemeinnützige Organisationen investiert, um ForscherInnen das notwendige technologische Werkzeug zur Verfügung zu stellen. Kooperationen geht das Unternehmen aus den USA vor allen Dingen mit Organisationen ein, die sich der Bekämpfung des globalen Klimawandels, von humanitären Problemen sowie der Problematik des Zugangs von Betroffenen zu Hilfeleistungen verschrieben haben.

„Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, einige der größten Herausforderungen der Menschheit zu lösen, wie z.B. die Verbesserung der Gesundheit von Gemeinschaften auf der ganzen Welt“, glaubt Brad Smith, Präsident von Microsoft. Satya Nadella, CEO von Microsoft, fügte in einem Statement hinzu, dass die künstliche Intelligenz „eine der wichtigsten Prioritäten der Technologie darstellt. Und die Gesundheitsversorgung ist vielleicht die dringendste Anwendung der künstlichen Intelligenz“.

Unterschiedliche Forschungsgebiete werden unterstützt

Für sein Programm plant Microsoft die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, darunter BRAC, das Fred Hutchinson Cancer Research Center, Intelligent Retinal Imaging Systems (IRIS) sowie die Novartis Stiftung, deren Forschungsbereiche allesamt von der Förderung profitieren sollen. Ein weiterer Programmpartner ist das Seattle Children’s Research Institute, welches künstliche Intelligenz dafür einsetzt, die Ursachen des plötzlichen Kindstods zu erforschen und zu bekämpfen.

Die Initiative „AI for Health“ wird dabei von John Kahan, Chief Data Analytics Officer bei Microsoft geleitet. Kahan ist selbst ein Betroffener des plötzlichen Kindstods. Er verlor seinen Sohn vor etwa 15 Jahren und kennt daher den Gegner höchstpersönlich, gegen den seine Initiative unter anderem ankämpft. „Ich habe aus erster Hand gesehen, wie man künstliche Intelligenz und medizinische Forschung miteinander verbinden kann, um dieses Feld voranzubringen“, sagte Kahan in einem von Microsoft veröffentlichten Video zu dem Thema.

Begonnene Prozesse können dank Microsoft fortgeführt werden

Das Seattle Children’s Research Institute hat bereits mit der Sequenzierung von ganzen Genomen begonnen und erhofft sich dank der Unterstützung durch das Microsoft Stipendium, den nächsten Schritt gehen zu können. Es solle den ForscherInnen ermöglichen, genetische Informationen zum Verständnis von Risikofaktoren zu nutzen, äußerte Dr. Nino Ramirez, Direktor des Zentrums für integrative Hirnforschung beim Seattle Children Research Institute.

Andere Initiativen im Rahmen von „AI for Health“ werden sich auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Erkennung von diabetischer Retinopathie, der Verhinderung von Blindheit und einem Übertragungsstopp von Lepra fokussieren. Darüber hinaus soll auch der Austausch von biomedizinischen Daten ermöglicht werden, um die Behandlung von Krebserkrankungen voranzutreiben.

Nur wenige Experten in der gemeinnützigen Arbeit

Das Talent und die Ressourcen, die erforderlich sind, um GesundheitsforscherInnen mit Werkzeugen für den Einsatz der künstlichen Intelligenz sowie von Data Science auszustatten, seien laut Microsoft aktuell nur ungleichmäßig verteilt. Weniger als 5% der ExpertInnen im Bereich der künstlichen Intelligenz weltweit arbeiten heute in gesundheitlichen oder gemeinnützigen Organisationen.

„Mit Microsoft ‚AI for Health‘ schaffen wir ein Daten-Ökosystem, das es den Menschen ermöglicht, Daten auszutauschen, und zwar so, dass die Privatsphäre der Patienten gewahrt bleibt“, sagte Dr. Brenda Kostelecky, Direktorin der Cascadia Health Alliance am Fred Hutchinson Cancer Research Center. Das Programm beruhe laut Führungskräften von Microsoft auf einem starken Fundament aus Datenschutz, Sicherheit und Ethik und wurde in Zusammenarbeit mit führenden Gesundheitsexperten entwickelt, um wichtige medizinische Initiativen vorantreiben.

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