Apple vor dem nächsten Health Push?

25.08.2018 Studien
2 Minuten Lesezeit
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Apple baut scheinbar ein Team auf, dass sich mit eigenen Prozessoren beschäftigt, die Gesundheitsinformationen von Sensoren in Geräten noch besser auswerten können. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus Jobangeboten schließen, die Apple kürzlich geschaltet hat.

Die Bemühungen weisen darauf hin, dass Apple die Fähigkeit hat, eigene Chips nach Bedarf herzustellen und damit eine stärkere vertikale Integration vorzunehmen als andere Unternehmen. Eigene Chips für spezielle Funktionen zu produzieren, könnte Apple dabei helfen, neue Features zu integrieren und die Effizienz der Hardware zu verbessern. Gleichzeitig schützt die proprietäre Hardware Apple vor Nachahmern – oder Mitbewerbern. Anders als andere Technologieunternehmen bemüht sich Apple auch im Gesundheitsbereich stets darum, Fortschritte und Erkenntnisse nicht zu teilen.

Apples Entwicklung von Chips

Apple hat riesige Marktanteile und designt eigene Chips für iPhones, iPads, AirPods und die Apple Watch. Geplant ist eventuell auch die Entwicklung von eigenen Chips für die Computer und Laptops von Apple.

Bisher werden viele Teile allerdings noch von anderen Herstellern geliefert – beispielsweise von Broadcom. Eine Sensor-Komponente der Apple Watch ist beispielsweise ein sogenannter ASIC – Application Specific Integrated Circuit, also eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung.

Mögliche Entwicklungen durch Sensoren in der Apple Watch

Diese Sensoren werden in Geräten verbaut, um bestimmte Signale von außen wahrzunehmen: Temperatur, Bewegung, optische Signale, Geräusche, elektrische Ladung, … – sie haben also auch eine vielseitige Anwendbarkeit in digitalen Widgets wie der Apple Watch.

Ein besonderes Ziel der Forschung von Unternehmen wie Apple ist die nicht-invasive Erkennung von Blutwerten. Beispielsweise würde die optische Messung von Blutzuckerwerten durch die Apple-Watch eine absolute Revolution für Diabetespatienten bedeuten (wenn sie sich die Watch und zugehörige Geräte leisten können).

Der technologische Durchbruch ist zurzeit noch nicht in Sicht, aber scheinbar etwas, das Apple klar anstrebt und zu erreichen versucht. Darauf weisen die aktuellen Jobangebote des Branchenriesen hin.

Hinweise aus Jobangeboten

Am 10. Juli hatte Apple ein Jobangebot im Bereich Apple Health Sensing für sein Hardware Team veröffentlicht. Darin steht: „Wir suchen nach Architekten für Sensor-ASIC, die uns helfen, ASICs für neue Sensoren und Sensorsysteme zukünftiger Apple-Produkte zu entwickeln. Wir haben offene Stellen für analoge und digitale ASIC-Architekten.“

Soweit ist noch nicht ableitbar, was die Sensoren messen würden, aber es scheinen Körper-Funktionen zu sein. Am 1. August erschien ein weiteres Posting, in dem das Team nach Ingenieuren sucht, die „helfen, Gesundheits-, Wellness- und Fitness-Sensoren zu entwickeln“. Im Juni hatte das Team noch nach Experten für optische Sensoren gesucht, wie denen, die zurzeit in der Apple Watch verwendet werden.

Vielleicht weitet Apple also die Form seines Gesundheitsmonitoring weiter aus und sichert sich durch die Herstellung proprietärer Technologien gleichzeitig das Monopol auf die Entwicklungen, die jetzt noch abzuwarten sind.

Zunächst müssen sich Experten auf die Ausschreibungen melden und dann stehen sicherlich monate- oder jahrelange Entwicklungen an.

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