AstraZeneca kämpft um höhere Überlebensrate bei Eierstockkrebs

30.03.2022 Kampagnen
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Den schlechten Überlebenschancen des seltenen, aber gefährlichen Ovarialkarzinoms will der britische Pharmaproduzent AstraZeneca eine Initiative entgegenstellen.

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Weniger als die Hälfte der Frauen, bei denen Eierstockkrebs oder wie er fachlich heißt, Ovarialkarzinom, diagnostiziert wird, ist fünf Jahre nach der Erstdiagnose noch am Leben. Zwar tritt die Krankheit statistisch erst in fortgeschrittenem Alter auf, die Häufigkeit ist im Rückgang und im Verhältnis zu anderen Krebsarten des weiblichen Fortpflanzungsbereiches tritt sie seltener auf. Doch die Überlebenschancen sind geringer.

Dem will AstraZeneca jetzt entgegenwirken. Mit der Ovarian-Cancer-Commitment (OCC)-Initiative will der britische Pharmariese sowohl die Lebenschancen als auch die Lebensqualität der betroffenen Frauen erhöhen.

Intensive Zusammenarbeit für bessere Heilungschancen

„Medikamente bringen uns sehr weit“, sagt Andy Barnett, Chef der Abteilung für gynäkologische und allgemeinmedizinische Onkologie bei AZ, „aber um die Überlebenschancen von Frauen echt verbessern zu können, müssen alle Beteiligten intensiver zusammenarbeiten.“

Nach zweijährigen Gesprächen zwischen den britischen Pharmaproduzenten, der in Brüssel ansässigen Europäischen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (ESGO) und der dahinterstehenden Vereinigung von mehr als 70 Patientengruppen, die sich für die Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen einsetzen, ist das OCC ins Leben gerufen worden.

Die Initiative will einerseits den Zugang zu zeitgemäßer Diagnostik, sowie Gen- und Biomarker-Tests verbessern, andererseits setzt sie sich für spezialisiertere Behandlungen ein. Und zu guter Letzt will sie die Unterstützung von Frauen fördern, die mit der Diagnose leben müssen.

Fantastische Idee aus Ungarn

Das erste Projekt geht auf eine innovative Idee aus Ungarn zurück: Ein digitaler Patientenpfad, entwickelt von einer ungarischen Patientengruppe, begleitet Patientinnen auf ihrem Weg zum Eierstockkrebs. Astras Andy Barnett zeigte sich begeistert: „Die Initiative ist beeindruckt von der Art und Weise, wie Patientinnen da auf Schritt und Tritt begleitet werde.“ Dem gesamteuropäischen Auditorium gefiel vor allem, dass in dem ungarischen Projekt nicht nur klinische Fakten und fachliche Erklärungen eingebaut werden, sondern auch die Erfahrungen, Ängste und Gedanken der Patientinnen zur Sprache kommen. Barnett: „Das war anders als das, was wir bislang gesehen hatten.“

Ein zweiter Schritt soll die Erhöhung der Anzahl von Spezialzentren zur Behandlung von Eierstockkrebs sein, um damit den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Behandlung zu ermöglichen und zu verbessern. Zwar ist ein Ovarialkarzinom die tödlichste der gynäkologischen Krebsarten, die ESGO hat aber bewiesen, dass die Qualität der Operation zur Entfernung des Karzinoms einen entscheidenden Unterschied ausmacht.

AstraZeneca: „Gemeinsam können wir etwas bewegen“

Die OCC-Initiative ist übrigens offen für Partnerschaften in jede Richtung: Die ESGO bringe die Perspektive der Onkologen und der Patienten ein, AstraZeneca steuert finanzielle Potenz und Fachkompetenz im Bereich Kommunikation und Bewusstseinsbildung bei. Weitere Verbände, Interessensgruppen oder Patientenvereinigungen seien willkommen, um eine starke Bewegung zu schaffen, wie Barnett es ausdrückte: „Mit dem richtigen Zusammenspiel zwischen Patienten, Verbänden und Industrie können wir etwas bewegen.“

AstraZeneca ist im Bereich Ovarialkarzinom mit dem PARP-Inhibitor Lynparza vertreten, der gemeinsam mit Merck entwickelt wurde.

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