Audience Engagement Content – Besucher zu Abonnenten konvertieren

24.09.2019 How-To
3 Minuten Lesezeit

Wer eine eigene Webseite betreibt, der wird es bestimmt wissen: Traffic zu generieren, ist eine Höllenarbeit. Den Traffic jedoch auch auf der Seite zu behalten und die Nutzer zu involvieren, ist noch weitaus schwieriger. Nutzerengagement bedeutet in diesem Sinne, dass man eine Conversion erzeugt. Das heißt, dass Nutzer zum Beispiel einen Link auf einer Seite anklicken, einen Inhalt auf Social Media-Kanälen teilen oder einen Kommentar unter einen Artikel absetzen. Auch der Eintrag in eine Newsletter-Liste fällt unter diese Kategorie.

Häufig ist aber die Bounce-Rate viel höher als die Conversion-Rate. Als Bounce-Rate wird die Zahl der User bezeichnet, die eine Webseite bereits nach kurzer Zeit und ohne Conversion wieder verlassen. Es gilt die Frage zu beantworten, warum das so ist und was man tun kann, um ein „Audience Engagement“, also ein Engagement der Nutzer zu fördern. Dabei soll guter Audience Engagement Content helfen.

Aufmerksamkeit der Nutzer in wenigen Sekunden

Einer der Gründe für ein geringes Engagement ist die fehlende Zeit. Nutzer surfen heutzutage täglich oft über so viele Webseiten, dass für jede einzelne Seite nur sehr wenig Zeit zu Verfügung steht. Um einen Nutzer länger auf einer Webseite verweilen zu lassen, müssen ihn die Inhalte begeistern. Laut Studien bleiben etwa 7 Sekunden Zeit, um die Aufmerksamkeit eines Nutzers zu gewinnen. Danach haben Sie ihn verloren. Es braucht also etwas, dass den Nutzer dazu bringt, sein fast schon automatisiertes Scrollen durch Social Media-Feeds und Anklicken von Links zu unterbrechen und sein Interesse für ein Engagement in eine bestimmte Seite anzuregen. Hierbei hilft die Einbindung von Inhalten. Im Gegensatz zu vergangenen Empfehlungen, dem Nutzer schnellstmöglich das zu geben, wonach er sucht, gilt es heute als nützlicher, ihn genau davon abzulenken. Darüber hinaus soll ein Nutzen angeboten werden, der Nutzer auf der Seite halten wird. Kristyna Torres, Marketing-Expertin, drückt es so aus:

„Ansonsten ist ihr Marketing nichts weiter als eine simple Pressemitteilung“

Wie fördern Sie On-Page-Engagement?

Ein mögliches Mittel, Nutzer auf einer Seite zu halten, ist eine gute inhaltliche Struktur. Guter Content mag zwar interessant für den ein oder anderen sein. Doch muss man zunächst erstmal darüber Bescheid wissen, dass es diesen guten Content überhaupt gibt. Strukturieren Sie Ihre Seite am besten mit H2 und H3 Überschriften, um Unterabschnitte zu markieren. Durch HTML-Headings werden nicht nur menschliche Nutzer direkt angesprochen. Auch Crawler von Suchmaschinen können leichter nach relevanten Inhalten suchen. Hilfreich ist es zudem, zu Beginn des Artikels ein verlinktes Inhaltsverzeichnis einzufügen, über das der Nutzer auch direkt zu interessanten Unterabschnitten springen kann. Da der Mensch ein sehr neugieriges Lebewesen ist, hilft es zudem, Überschriften als Fragen zu formulieren. So wird das natürliche Interesse an der Suche nach Antworten beim Nutzer geweckt. Mithilfe von TextOptimizer, einem Analyse-Werkzeug, lassen sich die Suchergebnisse für unterschiedliche Fragen analysieren. Daraus können Konzepte für einen Artikel abgeleitet werden, um besseren Audience Engagement Content zu produzieren.

Informationsaufnahme mittels Auto-Play vereinfachen

Ein weiteres Tool, um die Aufmerksamkeit der Nutzer direkt zu gewinnen, sind Animationen und visuelle Anweisungen. Videos und GIFs, die automatisch und lautlos abgespielt werden, geraten schnell in den Fokus der Seitenbesucher. Sie suggerieren dem Nutzer Informationsgewinnung ohne viel eigenen Aufwand. Man muss einfach nur zusehen. Mit dem Tool Wistia können Webseiten-Betreiber ganz einfach Mini-Videos erstellen und hosten. Dabei hat es den Vorteil, dass Wistia die Nutzer nicht auf seine eigene Webseite weiterleitet, wenn man auf das Video klickt. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, wie Youtube. Animierte GIFs können unter anderem mit PlaceIt in sekundenschnelle zusammengestellt werden.

Nehmen Sie Ihre Nutzer an die Hand

Da Nutzer, wie bereits erwähnt, meist nur wenig Zeit für die Navigation auf einer Webseite investieren möchten, müssen Sie ihnen das Leben so leicht wie möglich machen. Abhilfe kann hier zum Beispiel ein sogenannter Chatbot schaffen. Dieser nimmt die Nutzer an die Hand und führt sie durch eine Webseite, direkt zu dem Content, der für sie auch relevant ist. So wird verhindert, dass Nutzer nach kurzer Zeit der erfolglosen Suche einfach zur nächsten Seite weiterspringen. Zum Beispiel schlägt der intelligente Marketing-Bot Alter auf subtile Weise Aktionen vor, wenn der Nutzer verloren zu sein scheint. Ein selbstlernender Algorithmus nimmt Ihnen dabei jede Arbeit ab und analysiert das Nutzerverhalten. Auch die Sprachsuche kann durch einen solchen Bot stark vereinfacht werden. Unter den zahlreichen unterschiedlichen Helfern, die es auf dem Markt gibt, werden Sie bestimmt einen finden, der zu Ihren spezifischen Bedürfnissen und den Zielen Ihrer Webseite am besten passt.

Behalten Sie die Ergebnisse mit Analyse-Tools im Auge

Neben der Implikation von Tools und Plug-Ins und der Optimierung von Strukturen ist es zudem wichtig, das Verhalten der Nutzer und die Entwicklungen ihrer Webseite zu messen. Ohne die Analyse von Kennzahlen wird es sonst schwierig zu ermitteln, ob eine Änderung überhaupt positive Auswirkungen hat. Das bekannteste Tool zur Überwachung ist vermutlich Google Analytics. Versuchen Sie dabei nicht nur, die Bounce-Rate oder die Conversion-Rate zu erfassen, sondern analysieren Sie auch das Verhalten der Nutzer auf Ihren Content-Seiten. Über eine Heatmap können Sie zum Beispiel verfolgen, wie sich Nutzer über eine Seite bewegen. So lässt sich erkennen, auf welche Weise man die Aufmerksamkeit der Nutzer am besten gewinnen kann und mit welchem Audience Engagement Content nachfolgende Artikel aufgebaut sein sollten.

Welche weiteren Tools Sie im Healthcare-Marketing kennen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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