Audio identity: Ein Muss für Pharmafirmen?

24.03.2021 Trends
2 Minuten Lesezeit

Plattformen wie Twitter Spaces, Clubhouse oder Swell sind derzeit auf dem Vormarsch, doch wie stehen Pharmafirmen dazu? Würden solche Audiokanäle den Unternehmen einen Mehrwert liefern? Mark Pappas, der Leader der Innovations- und Wachstumsabteilung von CMI Media Group ist der Meinung, dass die innovative Technologie definitiv auch für Pharmafirmen geeignet ist. Firmen sollen sich vermehrt mit Social Audio befassen und für deren Zwecke nützen. Der Fokus muss aber auf langfristige Projekte und die Zukunft gelegt werden, um erfolgreich damit zu werden.

Der Klang der Marke

Wenn die Rede von audio identity ist, dann handelt es sich um den Klang der Firma bzw. der Marke. Es ist wichtig, sich von seinen Mitstreitern abzuheben, weswegen ein solcher USP herangezogen werden kann. Einen eigenen Sound für seine Marke zu kreieren bedarf aber an Vorarbeit. Wird das Unternehmen mit einer männlichen oder weiblichen Stimme assoziiert? Soll ein Dialekt implementiert werden? Wie soll die Stimme im Allgemeinen klingen? All dies sind Fragen, die zu Beginn beantwortet werden müssen.

Voice identity steigert Wiedererkennungswert

Seit der Einführung von Google Home oder Alexa sind es Nutzer*innen ohnehin gewohnt Sprachassistenten in ihrem alltäglichen Leben zu verwenden. Es ist eindeutig zu erkennen, dass sich die Art wie Menschen mit Informationen umgehen, in den letzten Jahren stark verändert hat und die Toleranz für Technologie gestiegen ist. Pappas empfiehlt, die voice identity vor allem für Werbungen zu nutzen. Durch den Anstieg an Social Media wird schließlich auch die Vermarktung intensiviert. Voice identity verleiht der Marke einen gewissen persönlichen und einzigartigen Touch. Speziell mittels called audio oder sonic branding wird der Wiedererkennungswert der Firma gesteigert. Hierbei geht es nämlich um beispielsweise Jingles, also personalisierte Klänge, durch die man das Unternehmen direkt identifiziert.

Während voice identity ein eher neueres Phänomen ist, etablierte sich visual identity bereits bei den Firmen und stellt einen wichtigen Faktor eines jeden Unternehmens dar. Pharmakonzerne verwenden Visuals (beispielsweise Farben) als Erkennungsmerkmal bei ihren Produkten und Medikamenten (Viagra Pille). Mit der zusätzlichen Implementierung von audio branding kann die Aufmerksamkeit der KundInnen aber weiters gesteigert werden.

Pharmafirmen als Clubhouse-Hosts

Auch Apps wie Clubhouse können optimal für Pharmazwecke genutzt werden. Clubhouse zeichnet sich aus mit seinen virtuellen Diskussionsräumen, welche sowohl Speaker, als auch Zuseher*innen einschließt. Pharmafirmen könnten sich die App zunutze machen und beispielweise Vorträge bzw. Q&As über relevante medizinische Themen abhalten. Vor allem für Betroffene und Angehörige von Krankheiten, welche von dem jeweiligen Pharmaunternehmen behandelt werden, hätten solche Diskussionen einen maßgebenden Mehrwert. Ein Diskurs für und mit Pflegekräften würde sich ebenfalls anbieten. Ein solcher „Club“ nimmt zudem Barrieren und gibt den Firmen die Möglichkeit, einen direkten Draht zu ihren Patient*innen zu finden und Beziehungen zu pflegen. Aus Marketingsicht sind die Diskussionen außerdem spannend um Insights für Pharmaunternehmen und deren Agenturen zu erhalten, welche weiterführend für Zielgruppenoptimierung eingesetzt werden können.

 

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