Bayer schärft das Bewusstsein für Darmkrebs

Bayer will sich als Unternehmen verjüngen und setzt dabei auch auf ein Rebranding als Life-Sciences fokussierte Organisation. Derzeit konzentriert sich der deutsche Arzneimittelkonzern auf das Thema Darmkrebs.

Stivarga ist ein vielversprechendes Darmkrebsmedikament von Bayer, das nun zu besseren Verkaufszahlen in den USA führen soll. Der Anwendungsbereich für Stivarga ist allerdings begrenzt.

Stivarga nur bei nicht-tödlichem Darmkrebs

Um für mehr Aufmerksamkeit für Darmkrebs zu sorgen, unterstützt Bayer die gemeinnützige Organisation Fight Colorectal Cancer. Sie ist einer der Hauptveranstalter des Colorectal Cancer Awareness Month und unterstützt Patienten und Angehörige im Kampf gegen den Krebs. Zum Beginn von Bayers Aufmerksamkeitskampagne lud das Unternehmen 100 seiner Mitarbeiter des Healthcare Business Bereichs zu einem besonderen Konzert des Country Sängers Craig Campbell ein.

Campbell hatte seinen an Darmkrebs erkrankten Vater verloren, als dieser selbst erst 36 Jahre alt war. Im Rahmen des privaten Konzertes sang Craig Campbell erstmals einen Song, dem er seinem Vater gewidmet hatte. Er sagte zu seinem Auftritt: „Ich bin selbst gerade 36 Jahre alt geworden. Ich möchte hier sein, wenn meine Kinder die Schule beenden und heiraten. Wer sonst soll ihre Hochzeit bezahlen?“

Dies war im Jahr 2015 und Bayer versprach sich viel von Stivarga. Da das Medikament aber nur zur Behandlung von nicht-tödlichem Darmkrebs gedacht ist und nicht die erwarteten Verkaufszahlen erbracht hat, ergriff der deutsche Arzneimittelhersteller im Mai 2018 erneut die Initiative.

Bayer mit riesigem Darm unterwegs

Im Jahr 2018 veranstaltet Bayer eine Tour mit 50 Haltepunkten in den ganzen USA. Mit einem sehr großen, aufblasbaren Darm will das Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit für Darmkrebs gewinnen. Für diese interaktive Idee arbeitet Bayer mit der Patientenorganisation Colorectal Cancer Alliance zusammen.

Die Stopps des überdimensionalen Darms sind unter anderem 5 km-Läufe, kleine Gemeindemessen und medizinische Zentren. Ziel der Aktion ist vor allem, dem unbehaglichen Gefühl, das Patienten haben, wenn sie mit ihren Ärzten über ihre Diagnose sprechen, ein Ende zu setzen. Michael Sapienza, Präsident der Colorectal Cancer Alliance, sagte in einer Stellungnahme: „Die Reaktion der Öffentlichkeit war überwältigend und positiv. Wir sind froh, dass wir die Atmosphäre in solch wichtigen Gesprächen verändern konnten.“

Entspanntere Gespräche über Darmkrebs könnten für Bayer zu mehr Verkäufen führen. Bayers Darmkrebsmedikament Stivarga hat inzwischen eine Zulassung für im Vorfeld behandelte Krebspatienten, deren Krankheit sich im Körper ausgebreitet hat.

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