SEO in der Bedürfnispyramide nach Maslow

11.08.2019 How-To
4 Minuten Lesezeit

Die Maslowsche Bedürfnispyramide hat mit SEO mehr zu tun, als man denken könnte. In diesem Artikel erklären wir Ihnen die bisher oft unklaren Zusammenhänge der menschlichen Bedürfnisse und der Suchmaschinenoptimierung.

Was bedeutet SEO überhaupt?

Die Abkürzung SEO steht für Suchmaschinenoptimierung bzw. im Englischen für Search Engine Optimization. Wer SEO betreibt, möchte, dass seine Website oder Landing Page in den organischen Ergebnissen von Suchmaschinen, wie z.B. Google, sehr weit oben aufscheint. Das Ziel ist immer: Den Traffic auf die Website oder Landing Page zu erhöhen und gegebenenfalls Conversions zu generieren.

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Die Bedürfnispyramide nach Maslow

Viele kennen ihn bereits aus dem Biologie- oder Wirtschaft-Unterricht: Abraham Harold Maslow, ein US-amerikanischer Psychologe. Zu Lebzeiten entwickelte er eine Hierarchie menschlicher Bedürfnisse – heute ist diese als Maslowsche Bedürfnispyramide bekannt. Die Basis der Pyramide und damit Stufe 1 bilden die menschlichen Grund- oder Existenzbedürfnisse. Dazu zählt beispielsweise das Schlafen oder Essen. Stufe 2 beinhaltet die eigenen Sicherheitsbedürfnisse, zu denen ein fester Job oder ein Dach über dem Kopf gehören. Die sozialen Bedürfnisse stehen auf Stufe 3. Dazu zählen unter anderem ein Partner und Kinder, aber auch Freundschaften und Gruppenzugehörigkeiten. Zu den Individualbedürfnissen und damit zu Stufe 4 zählen laut Maslow die gesellschaftliche Position, Anerkennung und Wertschätzung. Erst Stufe 5 – die Spitze der Pyramide – steht für die Selbstverwirklichungsbedürfnisse der Menschen. Hier können sie ihre eigene Persönlichkeit entfalten und das tun, worauf sie wirklich Lust haben.

Die ersten drei Stufen zählen zu den sogenannten Defizitbedürfnissen, die bei Nicht-Erfüllung im schlimmsten Fall Krankheiten hervorrufen können. Die Stufen 4 und 5 dagegen sind Wachstumsbedürfnisse. Sie müssen für das reine Überleben eines Menschen nicht unbedingt erfüllt werden, können aber dafür unbegrenzt glücklich bzw. glücklicher machen.

…und was die Maslowsche Bedürfnispyramide mit SEO zu tun hat

Vielleicht fragen Sie sich jetzt berechtigterweise: „Was haben die Ansichten eines bereits verstorbenen US-amerikanischen Psychologen mit SEO zu tun?“ Viel mehr als man auf den ersten Blick denken könnte.

SEO Bedürfnispyramide

Quelle: Suchmarketing.net

Crawlability

Das Grund- und Existenzbedürfnis von SEO ist, dass Suchmaschinen die Seite crawlen können. Die Suchmaschinen nutzen spezielle Webcrawler, die das Internet automatisiert nach relevanten Inhalten durchsuchen und analysieren. Die relevanten Inhalte werden dann in die Suchergebnisse eingespielt und für User sichtbar. Meistens kommen Webcrawler auf Webseiten, indem sie Hyperlinks von wiederum anderen Webseiten verfolgen. Mit technischem SEO können Sie überprüfen, welche Ihrer Seiten gecrawlt werden und welche nicht. Webcrawler dürfen beispielsweise keine Seiten crawlen, die von Meta Tags oder robots.txt blockiert werden.

Indexierung

Der zweiten Stufe der Bedürfnispyramide entspricht beim Thema SEO die Indexierung. Um Indexierung zu verstehen, sollten Sie sich zunächst einmal mit den Ranking-Kriterien von Suchmaschinen beschäftigen. Nicht jeder User bekommt nämlich für denselben Suchbegriff auch dieselben Ergebnisse in derselben Reihenfolge angezeigt. Wie eine Seite in den Suchergebnissen rankt, ist unter anderem von den bereits existierenden User-Daten abhängig.

Wo befindet sich der User? Auf welche Inhalte hat der User bereits einmal geklickt? Welche Interessen hat der User? Auf dieser Basis indexieren Suchmaschinen gecrawlte Seiten in ihren Ergebnissen. Außerdem werden unter anderem Seiten mit kopiertem Content oder Redirections im Normalfall nicht indexiert. Da der Prozess der Indexierung gegebenenfalls sehr lange dauern kann, können Sie aktiv zur Indexierung Ihrer Webseite oder Landing Page beitragen. Für Google können Sie die Indexierung unter diesem Link beantragen: http://www.google.de/addurl/
Sicher ist die Indexierung damit aber trotzdem nicht.

Zugänglichkeit und Performance

Die dritte Stufe der an SEO angepassten Bedürfnispyramide ist die Zugänglichkeit und Performance einer Website. In gewisser Weise kann man auch hier von sozialen Bedürfnissen sprechen. Eine Webseite kann bereits gecrawlt und indexiert worden sein, aber irgendwann bestimmte Fehler entwickeln. Sie sollten zum Beispiel immer wieder überprüfen, wie ihr Server performt und ob die Ladezeit – gerade, wenn Sie viele Bilder eingebaut haben – noch im Rahmen ist.  Außerdem heißt Zugänglichkeit für Webcrawler, dass Sie interne Verlinkungen auf andere Landing Pages setzen müssen. Ansonsten können sogenannte Orphan Pages, also verwaiste Seiten, ents­­­­tehen.

Rankability

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Ab der vierten Stufe kommen auch bei SEO die Wachstumsbedürfnisse zum Zug. Sie werden nicht unbedingt benötigt, sind aber sinnvoll, um eine Website oder Landing Page zu boosten und den Traffic darauf zu erhöhen. Die Stufe 4 bei SEO behandelt die Rankability. Kann ein Ranking stattfinden und wenn ja, wie hoch in den Suchergebnissen? Um die Rankability zu beeinflussen und den Ansprüchen der User zu entsprechen, können Sie folgende Anpassungen vornehmen: Zum einen sollten Sie Backlinks, Backlinks und noch einmal Backlinks generieren. Kennen Sie möglicherweise jemanden, der mit seiner Website eine ähnliche Zielgruppe hat wie Sie, aber keine direkte Konkurrenz ist? Bitten Sie Ihren Ansprechpartner doch um eine gegenseitige Verlinkung. Für Suchmaschinen erscheint Ihr Inhalt so wichtiger für die User. Außerdem kann die Rankability durch semantische Optimierung beeinflusst werden. Was semantische Optimierung heißt? Es beginnt mit dem Finden von verschiedenen Keywords, die besser oder schlechter für das Ranking sein könnten. Dazu sollten Sie das Suchvolumen der Keywords überprüfen. Wird das Keyword, auf das ich meinen Text optimiert habe, wirklich so oft gesucht? Oder möchte ich bewusst nur auf eine kleine Zielgruppe setzen? Durch die Bedürfnisstufe Rankability stellen Sie sicher, dass Usern mit Ihrer Webseite das in einem guten Suchergebnis geboten wird, was sie wirklich suchen.

Klickrate

Zum Schluss kommt das absolute Selbstverwirklichungsbedürfnis eines jeden SEO-Beauftragten: Die Klickrate. Alle SEO-Bemühungen sollen immerhin auch Früchte tragen. Mit SEO können Sie die Klickrate auf verschiedene Arten beeinflussen. Einerseits sollten Sie visuellen Content nie vergessen – dieser wird in Verbindung mit Text von Suchmaschinen oft bevorzugt. User können sich durch Bilder und Videos besser vorstellen, was Sie aussagen oder verkaufen möchten. Außerdem können Sterne-Ratings zu Klicks anregen. Diese können ganz klassische Produktbewertungen sein, aber auch Ratings für einen Artikel. Suchmaschinen entscheiden jedoch selbst, ob diese Ratings in den Ergebnissen ausgespielt werden.

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