Corporate Blog: Warum er Pflicht ist und wie Sie noch heute starten

26.07.2017 How-To
3 Minuten Lesezeit
(c) pixabay.com

Ein Corporate Blog scheint vielen Unternehmern zunächst überflüssige Arbeit – wieso soll man sich neben der Aktivität auf Facebook und in anderen sozialen Medien auch noch mit Inhalten der eigenen Webseite beschäftigen?

Auf der Webseite steht, was immer fest ist, und in sozialen Netzwerken finden sich News – so sehen das viele Unternehmer oder sogar Marketingchefs.

Das ist allerdings kurzsichtig und schadet letztlich dem Unternehmen. Denn ein Blog erfüllt viele Funktionen – technisch aber auch in der Interaktion mit Kunden und Geschäftspartnern.

Ein Corporate Blog hilft Ihrer Webseite, gefunden und gelesen zu werden. Und die Begründung dafür ist mehr als ein ominöses „SEO!“ – Sie können sehr leicht nachvollziehen, wieso Ihr Unternehmen einen Corporate Blog braucht.

Ein Corporate Blog enthält alle nötigen Informationen – und etwas extra

Eine gute Webseite enthält alle Informationen zu Ihrem Unternehmen und auf Unterseiten auch Informationen zu Ihren Produkten oder Angeboten. Sie richten sich an Geschäftspartner, an Kunden, an Ärzte, an Interessierte, an Mitarbeiter, an Betroffene, … Letztlich ist Ihre Webseite schnell sehr voll. Informationen über aktuelle Entwicklungen gehören wirklich nicht dazwischen.

Aber sie gehören trotzdem auf Ihre Webseite. Denn natürlich ist für unterschiedliche Leser interessant zu erfahren, wie sich Ihr Unternehmen sozial engagiert oder dass es neue Studien gibt. Auf Facebook und Co informieren Sie dazu in Kürze – ein Facebook-Post sollte keine 200 Wörter lang sein – und auf ihrem Blog in aller Ausführlichkeit.
Hier können Sie insbesondere Themen behandeln, die langfristig vielleicht an Bedeutung verlieren, aber aktuell unverzichtbar sind. Und das, ohne an der Struktur Ihrer Webseite schrauben zu müssen.

Ein Blog steht für seriöse Interaktion mit Ihren Lesern

Auf Facebook bleibt die Kommunikation meist kurz und knapp und wird schnell ins Private getragen – lange Anfragen oder Problemlösungen gibt es selten. Das ist super für kurze Gespräche und wichtige Interaktionen mit Geschäftspartnern oder Kunden, aber ein Blog bietet Ihre Möglichkeit, professionell und ausführlich zu antworten.
Beispielsweise können Sie hier aktuelle Themen ansprechen. Oder häufige Fragen ausführlich beantworten. So haben Sie auch gleich einen Link „in der Hinterhand“, wenn die nächste Anfrage zum Thema kommt.

In einem Blog können Sie Fragen beantworten, die Kunden oder Experten in Ihrem Bereich stellen. Das macht Sie auffindbar über Suchmaschinen, denn erstaunlich viele Suchanfragen werden längst als Fragen formuliert. Google möchte Antworten präsentieren – also nutzen Sie das und geben Sie die passenden!

Ein Blog hält die Seite aktuell

Für zwei Besucher-Gruppen sollten Sie Ihre Seite aktuell halten: Menschliche und Maschinelle. Zuerst zu letzteren: Suchmaschinen-Roboter achten unter anderem darauf, wie oft sich auf Ihrer Seite „etwas tut“. Seiten im Stillstand sind „tote“ Seiten und sinken im Ranking.

Menschliche Leser sind natürlich daran interessiert, dass sich gelegentlich etwas tut – wieso sollten sie sonst wiederkommen? Bieten Sie ab und an neue Informationen, ein Gewinnspiel oder Informationen zu Hintergründen und viele Gelegenheitsleser sammeln sich an.

So werden Sie am Ende weiterempfohlen oder sind „vorn im Hinterkopf Ihrer Kunden“: Wer regelmäßig Ihre Beiträge zu aktuellen Studien oder neuen Entwicklungen liest, nimmt auch den Hinweis auf ein neues Produkt oder eine neue Kampagne wahr und empfiehlt Sie im Zweifel weiter.

Das Wie: Der Corporate Blog für Pharma-Unternehmen

Natürlich ist so ein Blog eine Investition. Nicht unbedingt der Aufbau – ein entsprechendes Template oder ein kompletter Designbaustein ist schnell in eine Seite integriert. Danach folgt allerdings die eigentliche Arbeit der Artikel und das Einpflegen, Kommentare-beantworten und verlinken der Einträge auf Facebook und Co.

Eine einfache Option: Beauftragen Sie Experten. Es gibt Leute, die sich auf Content-Pläne und das Schreiben von Texten spezialisiert haben. Die etwas kompliziertere Option: Lesen Sie sich selbst ein. Ein Blog sollte sowieso nicht mit nur einem Artikel starten und dann lange brachliegen, sondern benötigt etwas Vorbereitung. Folgen Sie grob den folgenden Schritten:

  1. Struktur planen – Was sollte auf dem Blog passieren? Wird es Gewinnspiele, Videos oder Fotogalerien geben? Die Entscheidung beeinflusst Schritt 2:
  2. Technische Details – Wie genau wird der Blog implementiert und mit der restlichen Seite verknüpft? Je kleiner Ihr Unternehmen, desto leichter sollten Sie es sich hier machen. Große Unternehmen haben meist eine eigene IT-Abteilung.
  3. Inhalte planen – Ein sogenannter Content-Plan legt fest, welche Inhalte auf dem Blog in den nächsten Wochen und Monaten erscheinen sollen. Haben Sie langfristig genügend Inhalte für wöchentliche Posts? Oder veröffentlichen Sie lieber alle zwei oder vier Wochen gut recherchierte längere Texte? Machen Sie einen Plan!
  4. Texte schreiben – Das kostet Zeit und sollte Mühe in Anspruch nehmen. Schreiben Sie nie nur für die Maschinen-Leser, sondern immer für interessierte Menschen.
  5. Texte veröffentlichen – Dazu gehört nicht nur die Veröffentlichung im Blog selbst. Ein neuer Blogartikel ist Anlass für einen neuen Facebook-Post, kann auf Twitter erwähnt werden und eignet sich als Direktlink für den Newsletter.

 

Print Friendly, PDF & Email