Die 5 wichtigsten Tipps für erfolgreiches Video-Marketing 2019

21.01.2019 How-To
3 Minuten Lesezeit

Die Argumente fürs Video-Marketing sind nahezu überwältigend: Nicht nur steigen mit Videos die Wahrscheinlichkeiten, dass Newsletter geöffnet (und nicht abbestellt!) werden, sie lassen auch die Conversion-Rate in die Höhe schießen.

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Der Trick sind natürlich nicht einfach irgendwelche Videos – gutes Video-Marketing erregt Aufmerksamkeit, macht Spaß und bringt dadurch Erfolge. Wie Sie sich diesem Ziel nähern, haben wir in fünf Tipps für Sie zusammengefasst.

1.     Content vor Marketing: Auch bei Videos

Sehen Sie sich regelmäßig die Werbung an, die Fernsehsender zwischen einem Film oder einer Serienfolge abspielen? Vermutlich nicht. Wieso sollte also jemand online explizit genau das tun? Ein Video, das nur in einfacher und langsamer Form die Vorteile eines Produkts herausstellt, ist nicht spannend oder interessant.

Auch Video-Marketing ist Content Marketing und das wichtigste Prinzip lässt sich gut übertragen: Content muss Mehrwert haben. Entweder in Form von Informationen oder in Form von Unterhaltung.

Videos eignen sich perfekt für beides: Erklären Sie ihre Dienstleistung und den Nutzen für Ihre (potenziellen) Kunden. Oder zeigen Sie in einem unterhaltsamen Video, wie Ihr Produkt das Leben verbessern kann.

2.     Überfordern Sie Ihre Zuschauer nicht

Wichtig ist dabei, dass Sie einen lockeren Tonfall beibehalten – keinen belehrenden. Ein paar Tricks, mit denen Sie experimentieren können: Viele Videos spielen mit schnellen Cuts, Schnellsprechern und vielen verschiedenen Bezügen. Andere illustrieren eine Erklärung mit Comic-artigen Bildern oder Animationen, die besonders komplexe Zusammenhänge leicht zusammenfassen.

Auch wenn Videos nicht langweilig sein sollen – überfordern dürfen sie auch nicht. Auch wenn der Trend zu schnellen Videos mit vielen Cuts geht, verstecken sich hinter diesen „Wortexplosionen“ oft doch nur einige wenige echte Sätze oder Informationen.

Beschränken Sie die Zahl der neuen Infos pro Minute auf eine verdauliche Menge.

3.     Eine gute Strategie ist die halbe Schlacht

Ein Video ohne Strategie im Hintergrund kann extrem „erfolgreich“ sein hinsichtlich: Super viele Besucher, viele Shares, vielleicht sogar erwähnt in Artikeln. Aber es gibt keinen messbaren Erfolg für Sie?

Das kann daran liegen, dass Sie nicht richtig geplant haben. Eine gute Strategie fängt mit der Festlegung eines Ziels an. Soll das Video dafür sorgen, dass mehr Leute Ihre Seite besuchen oder hoffen Sie auf mehr explizite Käufe? Möchten Sie bekannter werden oder beliebter?

Definieren Sie das Ziel und legen Sie dann schrittweise alle Maßnahmen fest, die zu diesem Ziel führen werden. Dazu gehört auch die Vermarktung des Videos: Fängt die Reise Ihres Kunden mit dem Video an oder endet sie hier? Welche anderen Kanäle – Social Media, Landing Pages, E-Mail-Marketing, … – sollen beteiligt sein?

Planen Sie die Strategie und das „Drumherum“ bevor Sie das Video ganz fertig haben.

4.     Die Länge muss passen

Kurz gesagt: Ein paar Sekunden Clip sind eher ein gif. Ein langes Video muss enorm spannend oder unterhaltsam sein, um seine Länge zu rechtfertigen.

Die Zahl der Nutzer, die den Play-Button ausprobieren, ist quasi antiproportional zur Länge: Ein kurzes Video (1-2 Minuten) sehen die meisten Nutzer bis zu Ende, ein langes behält nur noch knapp die Hälfte der Zuschauer bis zum Schluss. Ein zu kurzes Video hat dagegen natürlich keine Chance, die Inhalte wirklich vollständig rüberzubringen, die Sie vermutlich vermitteln wollen.

Schon verwirrt? Ja, die „richtige“ Länge ist von Fall zu Fall eine andere. Testen Sie das Video: Wenn Ihre Tester nicht verstehen, worum es geht oder sich langweilen, müssen Sie ausführlicher werden oder kürzen.

5.     Wie funktioniert Unterhaltung? Sie brauchen eine Antwort auf diese Frage

Unterhaltung sieht nicht immer gleich aus. Klassische Konzerte sind etwas komplett anderes als Fußballspiele im Stadion. Trotzdem qualifizieren sich beide als Unterhaltung.

Einerseits ist das gut: Es gibt keine klaren Regeln, die Sie auf jeden Fall einhalten müssen. Die Idee ist nicht, Inhalte anderer zu kopieren oder ein klares Format abzupausen. Andererseits bedeutet es auch eine Herausforderung: Aus den vielen, vielen Möglichkeiten müssen Sie die richtigen wählen.

Sie können zum Glück gut einen Mittelweg finden: Neue Inhalte in dem Format, das genau Ihre Zielgruppe anspricht. Wenden Sie sich an junges oder altes Publikum? Sind Ihre Zuschauer noch TV-Formate gewohnt oder längst im Clip-Cut-Zeitalter angekommen?

Das gleiche Prinzip können Sie auch auf alle weiteren Faktoren anwenden: Welche Inhalte interessieren Ihre Zielgruppe? Welche Sprache sprechen sie, welche Musik mögen sie, …?

Passen Sie Ihre Inhalte an Ihre Zuschauer an!

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