Die Rolle von Empathie im Design-Prozess einer Healthcare Kampagne

19.02.2018 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit
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Gerade bei Werbung im Healthcare Bereich spielt Empathie eine wichtige Rolle. Jeder kreativ Tätige sollte sich deshalb regelmäßig in seine Kunden hineinversetzen und seine Arbeit aus deren Perspektive betrachten können.

Elizabeth Elfenbein, Chief Creative Officer und Partnerin bei The Bloc, äußerte sich vor kurzem in einem Artikel in advertisinghealth zum Thema Empathie in Healthcare Kampagnen.

Ideen, die den Kunden verstehen

Nachdem man seine eigene Arbeit aus der Kundensicht betrachtet hat, sollte man diese Erfahrung unbedingt im Detail festhalten, so Elfenbein. Je genauer man seine Erfahrung dokumentiert, desto mehr Schlussfolgerungen kann man aus ihr ziehen. Hat man empfunden, was die Kunden empfinden werden, kann man Kampagnen designen, die emotional ansprechen und Kundenbedürfnisse erfüllen.

Die unbefriedigten Bedürfnisse der Kunden sind die Lücke, die die Werbung schließen muss. Dies geht am besten, wenn man sich ihr mit Empathie und den richtigen Daten annähert. Dafür muss man sich allerdings Zeit nehmen, diese Gefühle erleben und auch zwischen den Daten-Zeilen lesen. Eine Kampagne, deren Designs Empathie berücksichtigen, kann eine echte Verbindung zwischen Marke und Menschen hergestellt werden.

Beim Thema Gesundheit ist dies besonders wichtig. Jeder Mensch fühlt Gesundheit auf eine bestimmte Weise, unabhängig davon, ob sie für ihn persönlich wichtig ist oder nicht. Allein dies macht deutlich, wie wichtig Empathie im Healthcare Bereich ist.

Gute Marken sind kunden- bzw.  patientenzentriert

Während eines Brainstormings und dem Ausprobieren verschiedener Designs sollte man sich als Erstes fragen: „Wie fühlt es sich im weitesten Sinne an, einer dieser Kunden zu sein? Was sind ihre generellen Schwierigkeiten?“ Danach sollte man detaillierter werden, während man sich in die Kunden hineinversetzt und fühlt, was sie fühlen. Man fragt sich selbst: „Wie fühlt sich ihre Krankengeschichte an? Wie läuft ihr Tag ab? Wann kommen sie mit Content in Kontakt, weil sie Informationen brauchen?“

Indem man seine Arbeit aus der Kundenperspektive betrachtet, fühlt man sich wie in ihrer Haut und Gedankenwelt. Man kann besser versuchen nachzuempfinden, was sie durchmachen. Dies gibt einem die Möglichkeit, realistische Lösungen für ihre Probleme zu finden, ganz im Gegensatz zu abgedroschener verkaufsfördernder Werbung, bei der eine Marke zu einem spricht und ein Produkt pusht.

In der heutigen Welt versteht eine erfolgreiche Marke diese unbefriedigten Bedürfnisse und bemüht sich um eine Lösung. Sie weiß, dass es schon seit längerem keine markenzentrierte Welt mehr ist, sondern eine kundenzentrierte. Deshalb bietet sie wertvolle und nützliche Services sowie Produkte an, die die Probleme der Kunden lösen.

Mit mehr Daten zu mehr Empathie

Auch wenn Daten auf den ersten Blick kalt und unpersönlich erscheinen, so sind sie eigentlich das genaue Gegenteil. Mithilfe der richtigen Daten erhält man einen besseren Einblick in das tägliche Leben seiner Kunden. Man kann Daten mit einer Zwiebel vergleichen. Je mehr man „schält“, desto mehr Schichten wird man finden, die alle Teil der Gesundheitsgeschichte der Kunden sind. Dieses Wissen und Verständnis bieten ein weiteres Fenster in die Welt der Patienten. Es ermöglicht, sich tiefer in sie hineinzudenken, während man eine Kampagne für sie kreiert.

Eine mögliche Lösung ist informativer und markenbezogener Content. Eine andere Option wären Produkte und Services, die das Gesundheitsempfinden verbessern. Erfolgreiche Healthcare Kampagnen haben aussagekräftige Inhalte und sind authentisch. Je mehr man sich im Designprozess auf Empathie konzentriert, desto bessere Lösungen kann man finden.

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