Drei bekannte Pharma-Unternehmen sind unter den 50 innovativsten Unternehmen 2018

Das Jahr hat noch gar nicht richtig angefangen, aber die Boston Consulting Group hat bereits die innovativsten Unternehmen 2018 gekürt.

Innovation zu definieren ist nicht leicht, daher beschränkt sich die Studie darauf, Manager zu befragen, welche Unternehmen sie für besonders innovativ halten. Die Ergebnisse bedeuten für Unternehmen – selbst wenn sie der Metrik nicht trauen – doch einen Überblick darüber, was sie tun müssen, um als innovativ empfunden zu werden.

Für die Pharmabranche sind vor allem drei „Mitspieler“ interessant, die unter den Top 50 gelandet sind: Johnson & Johnson (25), Bayer (27) und Pfizer (38) sind die Vertreter der Healthcare-Welt in der Studie. Die Top Ten sind im Vergleich vorwiegend von Technikunternehmen dominiert.

So wird Innovation gemessen

Als Kriterium für innovative Unternehmen galt in der Studie die Meinung von Topmanagern der Branche, die ihr eigenes und andere Unternehmen bewerten sollten. Neben der Entwicklung des jeweiligen Kerngeschäfts (durch neue Produkte) stehen vor allem technische Anpassungen und Digitalisierungen im Fokus der Fragen. Digitalisierung – das Schlagwort von 2017 – soll immerhin auch 2018 die Richtung für Entscheidungen der Unternehmen vorgeben.

Dazu gehören die Analyse von großen Datenströmen. Für Pharma eigentlich schon lange Thema, aber seit der Big-Data-Revolution vor einigen Jahren, während der vielen Unternehmen die extreme Fortentwicklung der Technologie und informationstechnischen sowie mathematischen Möglichkeiten zur Analyse großer Datenmengen bewusst geworden ist, auch sonst in aller Munde. Außerdem der Übergang zu digitaler Kommunikation, digitalem Design und mobiler Zugänglichkeit.

Innovation durch Geschwindigkeit

Innovation wird nach Ansicht der befragten Manager dadurch vorangetrieben, dass neue Technologien schnell umgesetzt werden. Es muss also nicht jedes Unternehmen das Rad neu erfinden – aber das Update schnell akzeptieren. Das ist ein in der Pharmabranche lange und oft beklagter „wunder Punkt“, an dem sich andere Unternehmen als die drei unter den Top 50 orientieren können. Der Schlüssel zu Innovation aus der Sicht von Managern ist, die Technologien anderer Unternehmen schnell umzusetzen.

Wer hier viel riskiert, gilt als innovationswillig und -bereit. Wer sich noch mehr am Vorbild der großen Erfolgsunternehmen orientieren möchte, kann die Taktiken weiter auffächern: Statt nur allgemein Datenmengen auszuwerten, geben die Profis an auf „Datenbanken“ und Social Media zurückzugreifen. (Wenn Ihr Unternehmen bisher ohne jede Form der Datenbank auskommt, können Sie sich allerdings auch damit sicherlich als innovatives Unternehmen bewerben!)

Datennutzung bringt Innovation

Da das Trendthema „Big Data“ noch aktuell ist, ist eine große Empfehlung der Boston Consulting Group, Daten zu nutzen und auszuwerten. Dafür brauchen Unternehmen teilweise Experten aus anderen Feldern als bisher: Mathematiker, Statistiker und Informatiker bieten sich für die Datenverarbeitung an.

Eine weitere Empfehlung bezieht sich auf die Nutzung der Daten: Unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten des Internet Of Things sollten Unternehmen Daten auch zwischen Geräten hin und her schicken. Wichtig dabei: Die Privatsphäre und den Datenschutz berücksichtigen. So zumindest die Empfehlung der BCG. Die Top-Listen-Anführer Apple, Google und Microsoft sind dagegen nicht unbedingt bekannt dafür, Vorreiter in Sachen Datenschutz zu sein…

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