E-Mail-Marketing in der Pharmabranche

01.02.2017 How-To
3 Minuten Lesezeit
(c) Designed by Jannoon028 - Freepik.com

Newsletter sind die klassische Form des Onlinemarketings und trotzdem wird E-Mail-Marketing in der Pharmabranche und anderen Bereichen oft ignoriert oder übersehen. Vielleicht, weil man hier an „zu gut, um wahr zu sein“ glaubt? Denn immerhin ist die Reichweite enorm groß und es gibt vielfältige Möglichkeiten.

Wie E-Mail-Marketing funktioniert

Es gibt drei wesentliche Kategorien von E-Mail-Marketing:

Newsletter sind die wohl bekannteste Form. Hier melden sich Interessierte an oder Sie nutzen Bestandskundendaten. Newsletter enthalten Angebote, aktuelle Informationen oder Informationsserien mit zeitlosem Inhalt.

Kurse können heute auch per E-Mail kommen. In Kursen werden Kunden oder Interessenten oft bei einem persönlichen Ziel begleitet. Sie bekommen regelmäßig E-Mails mit Motivation und nützlichen Tipps – und natürlich Verweisen auf das Unternehmen oder seine Angebote.

Follow-Up-Nachrichten erreichen Interessenten, die sich für ein kostenloses Angebot auf der Webseite interessiert haben. Beim Download eines E-Books tragen Sie sich für den Newsletter ein und erhalten in den folgenden Tagen einige Angebote passend zum Thema des E-Books.

Was Sie beachten müssen

Entscheidend für den Erfolg jeder E-Mail-Aktion ist, dass die Inhalte für den Empfänger einen echten Mehrwert bieten und gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden.

Im Überblick sollten Sie an folgende Punkte für jeden Newsletter denken:

Aktuelle Informationen Inhalte sollten entweder aktuell oder zeitlos sein. Bewahren Sie gute Ideen nicht zu lange in der Schublade auf.

Zielgruppenspezifische Inhalte Gerade bei E-Mails lässt sich die Zielgruppe oft sehr gut beschreiben und eingrenzen. Mit einer kurzen Befragung oder ein wenig Extraaufwand erreichen Sie immer die richtigen Leser.

Passend zur Markenbotschaft Auch wenn Sie in Versuchung geraten, einfach irgendwelche spannenden Inhalte mit Ihren Lesern zu teilen: Bleiben Sie Ihrer Marke treu. Konstanz bedeutet, dass Ihre Leser den Newsletter öffnen, weil sie wissen, welcher Inhalt sie erwartet.

Opt-In und Opt-Out Unerwünschte Werbebotschaften per E-Mail – Spam – landen im Papierkorb – und sind „Antiwerbung“. Nach österreichischem Recht beispielsweise muss der Kunde in jeder Email auf die Möglichkeit hingewiesen werden, sich vom Newsletter abzumelden (Opt-Out). Und nur Bestandskunden dürfen ungefragt E-Mails mit Werbung für (eigene) Produkte bekommen – jeder andere muss ausdrücklich dem Erhalt der Werbung zugestimmt haben (Opt-In).

Die Vorteile von E-Mail-Marketing in der Pharmabranche

E-Mail-Marketing hat eine Reihe von Vorteilen für Unternehmen, die mehr Kunden erreichen wollen.

Reichweite Die meisten Unternehmen haben E-Mail-Adressen von vielen Bestandskunden. Wenn Sie diese im Rahmen eines Verkaufs erhalten haben, können Sie sie für E-Mail-Marketing nutzen (Laut §107 TKG). So erreichen Sie sehr viele Kunden – die sich schon mindestens einmal für Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt interessiert haben – mit nur einer Marketingmaßnahme.

Niedrige Kosten Die enorme Reichweite kostet relativ wenig, weil Sie für E-Mails kein Porto zahlen. Die Investition in Design und Text einer Nachricht lässt sich vorab klar eingrenzen und auch langfristig kontrollieren.

Geringer Aufwand Sie können einmalig ein (einfaches) Design für Ihren Newsletter festlegen und müssen danach nur noch in von Ihnen festgelegten Abschnitten Texte für den Newsletter verfassen. Mit Hilfe von diversen Programmen geht das schnell und einfach.

Die Nachteile von E-Mail-Marketing in der Pharmabranche

Es gibt wie überall auch beim E-Mail-Marketing Nachteile:

Textbasiert Auch wenn Sie in HTML-Emails mit Bildern arbeiten können, sollten E-Mails eine gewisse Einfachheit gegenüber Webseiten bieten. Sie müssen also vor allem durch Worte überzeugen und können weniger Effekte einsetzen.

Schlechter Ruf E-Mail-Marketing war oft schon totgesagt und wird manchmal als veraltet belächelt – wer die Form nutzt, muss das gut machen, um zu überzeugen. Sie profitieren nicht vom „Hype“ um eine bestimmte Technik.

Fehler sind riskant Anders als bei Posts in sozialen Netzwerken oder auf Ihrer Webseite können Sie Fehler in Newslettern im Nachhinein nicht korrigieren. Wenn etwas unglücklich formuliert ist, kann der Fehler dem Unternehmen lange nachhängen.

Fazit

Obwohl schon oft totgesagt ist E-Mail-Marketing in der Pharmabranche ein mächtiges Werbeinstrument, das viele Unternehmen aus schlechten Gründen vernachlässigen. Die enorme Reichweite bei niedrigen Kosten und geringem regelmäßigen Aufwand rechtfertigt die einmalige Investition in ein gutes Konzept. Steht das, lassen sich auch die möglichen Nachteile von E-Mail-Marketing vermeiden.

 


Mehr zum Thema ePharma Marketing gibt es kompakt zusammengefasst in unserem eBook zum Download.

ABC des ePharma Marketings

 

Print Friendly, PDF & Email