Equal-Pay-Day der USA: Glänzende ‚Eins‘ für Pfizer auf der Gleichstellungs-Scorecard

25.03.2022 Trends
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Pfizer glänzt am US-amerikanischen Equal-Pay-Day mit Beseitigung von Lohnunterschieden aufgrund von Geschlecht oder Hautfarbe. Das Pharmaunternehmen führt die diesjährige Liste an.

Auch in diesem Jahr wurden in den USA anlässlich des ‚Equal Pay Day‘, des Tages der Entgeltgleichheit, am 15. März die fünfte Racial and Gender Pay Scorecard veröffentlicht, also eine Punkteliste, auf der Entgeltunterschiede von Menschen unterschiedlichen Geschlechtes und unterschiedlicher Rassenzugehörigkeit aufgezeigt werden. Und auch in diesem Jahr ergab sich – wenig überraschend –, dass Menschen und vor allem Frauen afroamerikanischer und lateinamerikanischer Herkunft schlechter bezahlt werden als ihre weißen Kollegen.

Zwei Pharmaunternehmen scheinen auf der Liste auf. Pfizer glänzt mit der Bestnote, wenn es um die quantitative Offenlegung in Bezug auf die Beseitigung von Lohnunterschieden geht, die aufgrund rassischer oder Geschlechtsmerkmale bestehen. Dafür gab es ein ‚A‘, also eine glänzende ‚Eins‘.

Quantitative Angaben, nicht nur deklarative Zusagen

Die Liste beinhaltet Bewertungen auf quantitativen Angaben zu den Maßnahmen, die Unternehmen im Beobachtungszeitraum gesetzt haben, um entsprechende Ungleichheiten zu beseitigen. „Wir haben uns auf quantitative Angaben konzentriert,“ sagt Michael Passoff, CEO des die Scorecard publizierenden Unternehmens Proxy Impact, „weil, dass sie für Lohngleichheit einstehen, dass sagen alle.“ Daher habe man qualitative Daten nicht berücksichtigt, weil diese oft lediglich deklarativen Charakter haben. Passoff: „Alle sagen, ‚wir haben 99 % gleiche Entlohnung‘, nur wir glauben das eben nicht wirklich.“

Das zweite Pharmaunternehmen auf der Liste ist übrigens Biogen. Mit der schlechten Note ‚F‘ – einem amerikanischen ‚Nicht genügend‘. Das bedeutet nicht, dass Biogen nichts gegen Lohnunterschiede unternimmt, das Unternehmen weigert sich jedoch, diesbezügliche Daten zu veröffentlichen. Das wiederum ist aber meist als eher negatives Zeichen zu werten.

Equal-Pay-Day als leidiger Feiertag

Das Datum des Equal-Pay-Day ist fließend – in Österreich wird er derzeit am 21. Februar begangen, in den USA eben am 15. März – und bezeichnet jene Zeitspanne, die Frauen mehr arbeiten müssen, um den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen zu erhalten.

Michael Passoff ist überzeugt, dass Vielfalt am Arbeitsplatz einen Vorteil für die Pharmabranche bringe: „Vielfalt am Arbeitsplatz in jeglicher Hinsicht, also auch in der Führungsebene, das scheint die Leistung des gesamten Unternehmens zu verbessern. Mit gleicher Bezahlung fällt es dann umso leichter, Spitzenkräfte zu rekrutieren. Und das bringt ja dem Unternehmen und der gesamten Pharmaindustrie Vorteile!“

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