Der Frauentag als Feiertag der Gesundheit

27.02.2022 Trends
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Der Internationale Frauentag wird zum Feiertag. Zumindest bei Organon. Der Ableger des Pharma-Riesen Merck, der sich auf Frauengesundheit spezialisiert hat, gibt seinen Mitarbeiterinnen einen bezahlten freien Tag, um den Tag für ihre eigene Gesundheit zu nützen. Um Informationsprogramme in Anspruch zu nehmen oder längst fällige Arzttermine zu erledigen – oder um einfach einmal einen Tag auszuruhen.

Im Rahmen einer Microsite haben die Verantwortlichen die Aktion angekündigt, am 8. März dem ganzen Unternehmen und der Belegschaft einen arbeitsfreien Tag zu gewähren. Dabei haben sie gleich die Mitarbeiterinnen gefragt, wie sie den Tag sinnvoll einsetzen werden. Die Initiative wird gemeinsam mit den Interessensgruppen HealthyWomen und The Female Lead organisiert.

Es soll damit ein Zeichen für Frauengesundheit gesetzt werden: Frauen sollen stärker dazu motiviert werden, sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern. Frauen sind anderen psychosozialen Belastungsfaktoren ausgesetzt als Männer und haben daher andere gesundheitliche Bedürfnisse.

Ein Zeichen für Frauengesundheit.

Die WHO stellte wiederholt fest, dass die Corona-Krise Ängste, Sorgen und Stress unter den Menschen auslöst. Das trifft Frauen ganz besonders. Bereits vor 2020 wurden geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt. Gerade der Internationale Frauentag wird hier gern zum Anlass genommen, über Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit und zum Abbau der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Gesundheitsbereich nachzudenken.

Organon, vor etwas mehr als einem halben Jahr mit dem spezifischen und ausschließlichen Fokus auf Frauengesundheit angetreten, will im Zuge der Kampagne auch an eine frühere Aktion des US-amerikanischen Aktionsbündnisses HereForHerHealth anknüpfen, bei der es darum ging, herauszufinden, Themenbereich der Frauengesundheit im Schatten der Aufmerksamkeit stehen. Eine Problematik dürfte sich ja im Laufe der letzten Jahre wohl kaum gebessert haben: Schon 2015 gaben 78 % der im Rahmen einer nordamerikanischen Studie befragten Frauen an, dass sie ihre eigene Gesundheit zum Wohle ihre Familie vernachlässigen – um etwa Kinder oder ältere Verwandte zu pflegen.

Folgt dem Beispiel!

„Wir würden uns sehr wünschen, wenn andere Unternehmen unserem Beispiel folgen würden“, sagt die Chef-Kommunikatorin von Organon Wendy Lund im Interview. Man wolle auch die Entscheider anderer Unternehmen motivieren, etwas tun, damit Frauen davon profitieren können. Lund resümiert: „Wir möchten, dass Frauen auf der ganzen Welt die Möglichkeit haben, tief durchzuatmen und ihrer Gesundheit mehr Stellenwert einzuräumen – und nicht nur am 8. März.“

Quelle: https://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19/publications-and-technical-guidance/noncommunicable-diseases/mental-health-and-covid-19 

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