Krebs-Kampagne: Genentech holt Morgan Freeman an Bord

10.01.2017 Kampagnen
3 Minuten Lesezeit
(c) youtube.com/Stand Up To Cancer - SU2C

Der Roche Tochterfirma Genentech und der Non-Profit-Organisation Stand Up To Cancer, kurz SU2C, ist es gelungen, den berühmten Schauspieler Morgan Freeman für ihre Krebs-Kampagne Be The Breakthrough zu gewinnen.

Morgan Freeman ist zusammen mit der Krebsüberlebenden Tonya Peat in diversen Anzeigen, TV-Spots und in den sozialen Medien im Rahmen der Kampagne zu sehen. Mit dieser neuen PSA-Kampagne sollen vor allem bisherige Erfolge im Kampf gegen den Krebs gefeiert werden. Außerdem ermutigt „Be The Breakthrough“ Menschen dazu, sich an klinischen Studien zu beteiligen, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und Präventivmaßnahmen zu nutzen.

„,The C Word“ – Morgan Freemans größtes Engagement gegen Krebs

Die PSA-Kampagne von Genentech und Stand Up To Cancer begann bereits im Mai 2016. Morgan Freeman beteiligt sich aber erst jetzt daran, nachdem ein anderes seiner Projekte zum Thema Krebs sein Debüt feierte.

Die Dokumentation „The C Word“, in der der amerikanische Schauspieler als Erzähler und Produzent tätig war, bietet einen neuen Blickwinkel auf das Thema Krebs. Die Message des Films ist denkbar einfach und gleichzeitig sehr direkt: „We can beat cancer before cancer beats us.“

Immer mehr Prominente in Pharma-Kampagnen

Im vergangenen Jahr scheinen sich viele Pharma-Unternehmen Unterstützung von bekannten TV- und Filmgrößen für ihre Kampagnen geholt zu haben. Neben Morgan Freeman engagierten sich unter anderem auch die Schauspielerin Jennifer Aniston, Kollegin Sarah Jessica Parker sowie Marisa Tomei für mehr Aufmerksamkeit für verschiedene Krankheiten.

All diese Kampagnen haben ihren Fokus auf Content-Marketing gemeinsam, der jedoch in jedem Beispiel ganz unterschiedlich umgesetzt wurde. Der Erfolg gibt dem Konzept „Promis in der Pharma-Werbung“ Recht. Gut gemachte Kampagnen mit interessantem Inhalt und einem bekannten Gesicht funktionieren und bringen dem jeweiligen Thema viel Aufmerksamkeit.

Weitere berühmte Botschafter für „,Breakthrough“ 2017

Für das Jahr 2017 sind weitere prominente Botschafter für die „Breakthrough“-Kampagne geplant, sagte Holli Kolkey von Genentech in einem Interview. Insbesondere wird es einen noch stärkeren Fokus auf soziale Medien geben.

Bereits jetzt fordern Genentech und Stand Up To Cancer dazu auf, persönliche Geschichten zum Thema Krebs mit dem Hashtag #CancerBreakthrough bei Facebook, Twitter und Instagram zu teilen. Einige dieser Geschichten sollen im kommenden Jahr dann auch von einem Künstler in Echtzeit in Animationen oder Bildern umgesetzt werden.

2017 gehe es außerdem darum, das Verhaltensmuster von Menschen zu verändern, so Kolkey weiter. Dafür werden weitere berühmte Partner engagiert, deren Namen aber derzeit noch geheim gehalten werden. Ziel des nächsten großen Schrittes ist es, die Entwicklungskurve der Krankheit Krebs zu verändern.

Roche schafft mit „,Breakthrough“ eine Bühne für Tecentriq

Derzeit befindet sich Roche mit seinem Krebsmittel der nächsten Generation „Tecentriq“ in einem Wettbewerb mit Bristol Meyers-Squibb „Opdivo“ und „Keytruda“ von Merck & Co. Tecentriq erhielt zunächst eine Zulassung für die Indikation Blasenkrebs und ist seit Oktober 2016 auch für die Behandlung von Lungenkrebs zugelassen.

Mit der Zulassung für die Indikation Lungenkrebs begab sich Roche in den Konkurrenzkampf mit den bereits etablierten Medikamenten der anderen Pharmaunternehmen. Obwohl Tecentriq in diesem Markt nur den dritten Platz innehat, ist Roche das führende Pharmaunternehmen im Bereich Krebsbehandlungen. Roches gute Beziehungen zu Ärzten aus dem onkologischen Bereich tragen zusätzlich dazu bei, den Marktanteil von Tecentriq zu vergrößern.

Auch die lange Zusammenarbeit von Genentech, das zu Roche gehört, und Stand Up To Cancer trägt zum Erfolg von Tecentriq bei. Genentech war bereits an Ken Burns PBS-Serie „Cancer: The Emperor of All Maladies” beteiligt. Außerdem unterstützt Genentech das Projekt Catalyst von Stand Up To Cancer. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotech und Medical Devices gemeinsam an Möglichkeiten zur Krebsbehandlung und in der Krebsforschung. Zu den Medikamenten von Genentech, die in Catalyst genutzt werden, gehören unter anderem Tecentriq, Avastin, Zelbroaf und Herceptin.

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