„I Am Number 17“ – Ein Blick auf Takedas Rare Disease Kampagne

24.03.2020 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit

Siebzehn reale Patienten mit seltenen Krankheiten bilden das Gesicht der Kampagne „I Am Number 17“ von Takeda. Zusammen mit verschiedenen Künstlern teilten diese „Changemakers“, wie sie von dem japanischen Unternehmen bezeichnet werden, ihre Geschichten anhand verschiedener Kunstwerke, darunter Fotos, Gemälde und Textilien.

(c) Takeda | www.iamnumber17.geneticalliance.org.uk

Entwickelt wurde die Kampagne von einem Gesundheitsteam der New Yorker PR Agentur Hill + Knowlton und wird von Organisationen, wie der Haemophilia Society und Genetic Disorders UK unterstützt.

Gemeinschaftliches Projekt für ein verbessertes Verständnis

Die Kampagne mit dem Titel „I am Number Seventeen“ (deutsch: „Ich bin Nummer 17“) soll die Tatsache unterstreichen, dass einer von 17 Menschen in Großbritannien irgendwann in seinem Leben von einer seltenen Krankheit betroffen sein wird. Aus Sicht von Takeda UK handelt es sich um ein Novum, dass ein solches Kollektiv von PatientInnengruppen mit seltenen Krankheiten zusammengebracht wird, um an einer gemeinsamen Initiative zu arbeiten. Insgesamt waren 13 wohltätige Organisationen an dieser Kampagne beteiligt, die das Ziel verfolgt, ein besseres Verständnis für das Leben mit einer seltenen Erkrankung zu schaffen und die Bedürfnisse der Patienten nach Pflege und Unterstützung hervorzuheben.

Kampagne zeigt mit Kunstwerken die Geschichte von Betroffenen

Die Webseite der Kampagne zeigt die Personen zusammen mit dem entstandenen Kunstwerk sowie einem Link zu der ausführlichen Geschichte über ihre Krankheit und deren Auswirkungen. Die Kunstwerke variieren dabei von Person zu Person und stellen dabei auch einen Bezug zu deren Leben her, wie z.B. im Falle eines jungen Mannes mit Hämophilie A, der ein ehemaliger olympischer Schwimmer ist und dessen Geschichte durch ein Gemälde mit Wassermotiven erzählt wird. Die Kunstwerke wurden bei einer Ausstellung in der OXO Gallery in London gezeigt und sollten Takedas Plänen zufolge noch in diesem Jahr auf den Straßen in ganz UK präsentiert werden.

Täglicher Zuwachs an seltenen Erkrankungen

„Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaftskampagne“, sagte Jon Neal, Geschäftsführer von Takeda Großbritannien und Irland. „Patienten mit seltenen Krankheiten fühlen sich oft allein, aber bei so vielen Menschen, die gemeinsam betroffen sind, ist selten nicht wirklich so selten.“

Eine seltene Krankheit wird von der Europäischen Union als eine Krankheit definiert, von der weniger als 5 von 10.000 Menschen in der Allgemeinbevölkerung betroffen sind. Aktuell zählen ExpertInnen zwischen 6.000 und 8.000 seltene Krankheiten, wobei jede Woche neue Erkrankungen auftreten. „Die Sensibilisierung für seltene Krankheiten ist von entscheidender Bedeutung. Wir wollen sicherstellen, dass jeder Mensch, der mit einer seltenen Krankheit lebt, Zugang zu einer raschen Diagnose, zu der Pflege, Unterstützung und den Möglichkeiten hat, die er zu Recht erwarten kann. Unser Ziel ist es, das Verständnis dafür zu verbessern, wie es ist, mit einer seltenen Krankheit zu leben, und zu zeigen, dass seltene Krankheiten insgesamt nicht immer so selten sind“, fügte er in dem E-Mail-Interview hinzu.

#IAmNumber17 – Verbreitung auch in Social Media

Auch in den sozialen Netzwerken wird die Umsetzung der Kampagne verfolgt und mit dem Hashtag #IAmNumber17 von KünstlerInnen und PatientInnen verbreitet. Die Strategie, diese Kampagne von realen Personen verbreiten zu lassen erscheint plausible, da Botschaften von real existierenden Menschen authentischer wirken und Andere eher zu einer Teilnahme an der Kampagne motivieren. Bekannt gemacht wurde die Kampagne dabei zunächst von einem hochkarätigen TV-Beitrag in den britischen Sky News.

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