In 3 Schritten zur sinnvollen Innovation im Healthcare-Bereich

25.06.2019 How-To
2 Minuten Lesezeit

Innovationen sind für Unternehmen unerlässlich, wenn sie am schnelllebigen Markt mit seinen immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen mithalten möchten. Healthcare-Unternehmen sind hier natürlich keine Ausnahme. Wir zeigen Ihnen deshalb drei Schritte, die Ihnen den Weg zu einer sinnvollen Innovation im Healthcare-Bereich ebnen können.

1. Machen Sie sich bewusst, dass Innovation nicht immer mit neuen Technologien einhergehen muss.

Nach der Definition des Unternehmensberaters Ralph Scheuss ist Innovation der Prozess, um neue Produkte, neue Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die Effizienz interner Geschäftsprozesse zu steigern oder das eigene Geschäftsmodell neu zu definieren. Was zunächst vielleicht etwas schwer klingt, ist eigentlich ganz einfach erklärt. Innovationen müssen demnach nicht unbedingt bahnbrechende Tech-Produkte, wie Apples iPhone sein. Gerade in der Healthcare-Branche kann Innovation auch in einem viel kleineren Bereich stattfinden. So könnten Arzneimittel-Anbieter beispielsweise die Rezeptur ihrer Medikamente verbessern oder die Produktion effizienter und schneller gestalten. Neuartige Technologien werden für diese besondere Art der Innovation – der inkrementellen Innovation – nicht unbedingt gebraucht.

2. Ein Problem ist nur so lange unlösbar bis jemand die richtigen Fragen stellt.

Bevor Sie eine Innovationsmethode, wie beispielsweise Design Thinking, Waterfall oder Rapid Prototyping anwenden können, benötigen Sie Kreativitätsmethoden zur Ideenfindung. Um Ideen für Innovationen zu finden, eignet sich die Durchführung von (interdisziplinären) Workshops mit Brainstorming und Mindmapping.

Haben Sie keine Angst und holen sich gegebenenfalls Hilfe von außen. Eine der wichtigsten Innovationsmethoden ist nämlich die Open Innovation. Dabei können Sie outside in und inside out vorgehen. Sollten Sie sich für outside in entscheiden, holen Sie sich zur innovativen Verbesserung ihres Produkts, ihrer Prozesse oder Geschäftsmodelle Input von externen Personen. Das hilft vor allem dann, wenn man schon lange in einer bestimmten Konstellation zusammenarbeitet und neue Perspektiven benötigt. Mit inside out können Sie umgekehrt Ihr unternehmensinternes Wissen an Externe weitergeben. Davon können auch Sie profitieren – manchmal entstehen daraus längerfristige Kooperationen und die Arbeit an gemeinsamen Innovationen.

3. Lösen Sie das Problem nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Es gibt keine Idealform eines Innovationsprozesses für Ihr Healthcare-Unternehmen. Die größten Chancen auf eine Innovation haben die Unternehmen, bei denen die Innovationseinheit möglichst klein und agil gestaltet ist. Mit sogenannten Skunk Works – interdisziplinäre Entwicklungsteams – kann man sich außerhalb des normalen Tagesgeschäfts mit Innovation beschäftigen. Immer im Hinterkopf sollten wissenschaftliche Erkenntnisse sein. Diese beschreiben den Ablauf eines Innovationsprozesses nämlich bereits sehr genau. Zunächst kommt die Explorations- und Ideenphase, darauf folgt die Evaluierungsphase und schlussendlich die Realisierungsphase. In der Explorations- und Ideenphase kommt es hauptsächlich auf Grundlagenforschung, Machbarkeitsstudien und ein gutes Ideenmanagement an. In der Evaluierungsphase beurteilen die Stakeholder, ob eine Innovation der Kosten-Nutzen-Struktur des Unternehmens entspricht und demnach sinnvoll ist. Erst in der Realisierungsphase werden die Projekte umgesetzt und am Markt implementiert. Die Vorgehensweise mag etwas starr wirken, ist aber bereits wissenschaftlich und praktisch erprobt.

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