Jazz Pharmaceuticals startet neue Kampagne zu idiopathischer Hypersomnie

07.04.2021 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit

Schlafstörungen werden oft nicht richtig diagnostiziert und daher bei vielen Betroffenen erst spät behandelt. Da diese Erkrankungen die Lebensqualität enorm einschränken, ist ein besseres Wissen über Schlafstörungen bei Ärzten und medizinischem Fachpersonal erforderlich. Jazz Pharmaceuticals widmet seine neue Kampagne deshalb der idiopathischen Hypersomnie (IH) und will Mediziner über diese seltene Erkrankung aufklären sowie das allgemeine Bewusstsein über Hypersomnie erhöhen.

„I have IH“

Überschrieben ist die Kampagne mit dem Titel „I have IH“. Sie wurde in Kooperation mit der Hypersomnia Foundation ins Leben gerufen. Das erste Ergebnis einer Befragung ergab, dass 90% der Ärzte laut eigener Aussage mehr Informationen über die Diagnose von idiopathischer Hypersomnie benötigen. Interviewt wurden 305 Experten, darunter Krankenpfleger, Neurologen, Psychiater, Lungenfachärzte und Schlafmediziner. Diese gaben an, dass ihnen das Verständnis für die Erkrankung fehle, über die Hälfte hatte schon selbst durch mangelndes Wissen einen Patienten fehldiagnostiziert. Die große Mehrheit stimmte überein, dass der Einfluss der idiopathischen Hypersomnie auf die Lebensqualität der Betroffenen deutlich unterschätzt wird.

Leben einer IH-Patientin

Vertretend für die Patienten wird die Aktion beispielsweise von der 26-jährigen Meghan unterstützt, deren Leidensgeschichte der einer typischen Betroffenen entspricht. Die Diagnose dauerte 5 Jahre, obwohl sie bereits als junges Mädchen wegen ihres enormen Schlafbedürfnisses nicht am Schulunterricht teilnehmen konnte und heute keinem normalen Arbeitsverhältnis nachgehen kann. Meghan benötigt etwa 20 Stunden Schlaf pro Tag. Zudem leiden Patienten von IH an ständiger Schlaftrunkenheit und Müdigkeit über den Tag, die durch kurze Nickerchen nicht gemildert werden kann. Diese Symptome ähneln jedoch Krankheiten wie Narkolepsie und Depressionen, mit denen IH oft verwechselt wird.

Aufklärungsarbeit für raschere Diagnose

Mit der „I have IH“-Kampagne möchte Jazz Pharmaceuticals erreichen, dass die Diagnose durch die verbesserte Kenntnis und Kommunikation über IH künftig rascher gestellt wird. Zudem soll das Präparat Xywav eine zusätzliche Indikation erhalten und für die idiopathische Hypersomnie zugelassen werden. Damit wäre es das einzige in den USA für diesen Verwendungszweck zugelassene Medikament.

Nach der Ermittlung des Status der Diagnosestellung und der Sichtweise der Ärzte soll sich die Kampagne im Folgenden stärker auf die Sichtweise und Erfahrungen von Patienten fokussieren, indem mehr Umfragen und Studien initiiert werden.

Forschungsarbeit wird vertieft

Jazz Pharmaceuticals befasst sich seit mehreren Jahrzehnten mit der Forschung an Schlafstörungen und will speziell im Bereich der IH weiter forschen, um die Zulassung von Xywav zu unterstützen, so der geschäftsführende Vizepräsident Robert Iannone. Auf diesem Weg könnte Jazz das Leben der IH-Patienten tiefgreifend verändern. Bei Xywav handelt es sich um eine Abwandlung des bereits erfolgreichen Präparates Xyrem, das bisher die meistverkaufte Medikation gegen Schlafstörungen von Jazz darstellte. Zur Behandlung der Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie vertreibt Jazz das Präparat Sunosi. Kürzlich wurde bekannt, dass es auch bei obstruktiver Schlafapnoe hilfreich sein kann.

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