J&J: Brandneue Erweiterte-Realitäts-Technologie für Acuvue-Linsen in China

07.10.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson bewirbt Define-Kontaktlinsen von Acuvue  erstmalig durch eine Anprobe in der erweiterten, virtuellen Realität. Über eine App können Kunden die Kontaktlinsen anprobieren und anschließend kaufen. Wie die Anprobe genau funktioniert und ob sich der Einsatz von virtueller Realität bezahlt macht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Virtuelle Kontaktlinsenanprobe?

Durch das Verwenden innovativer Technologien ist es Johnson & Johnson in Kooperation mit dem Beauty-Tech Unternehmen Perfect Corp. gelungen, eine neuartige Erfahrung virtueller Realität auf den Markt zu bringen.

Mit der App ermöglicht Johnson & Johnson ein bequemes Shoppingerlebnis vom Sofa aus. Mit ihr können Kunden zeit- und ortsunabhängig Kontaktlinsen anprobieren und erwerben.

Besonderheiten der Define-Kontaktlinsen

Darüber hinaus ist es kein Zufall, dass die Technologie gerade bei den Define-Kontaktlinsen verwendet wird. Die Defines verdecken nicht – wie übliche Kontaktlinsen – die gesamte Iris.

Der Limbale Ring wird lediglich umrissen, sodass die Augenfarbe hervorgehoben wird. Der Effekt ist allerdings eher subtil und schwierig vorzustellen. Daher bietet sich der Einsatz von virtueller Realität an, um dem Kunden deutlicher den Effekt zu simulieren.

Einsatz der neuen Technologie in China

In China wurde die App bereits eingesetzt und war zu diesem Zeitpunkt dort die erste ihrer Art. Über Tmall und WeChat konnte man im Flagship-Store von Acuvue selber eine Anprobe vornehmen.

Laut der Firma gab es ein hohes Engagement unter den Kunden. Der Großteil probierte die Kontaktlinsen selbst einmal virtuell an. Die Verkaufsrate beweist jedoch eindeutig das Potenzial der neuen Technologie. An guten Tagen sollen sogar bis zu 30% der Kunden nach der Anprobe die Define-Linsen gekauft haben.

Langfristige Vorteile des virtuellen Verkaufssettings

Aus unternehmerischer Sicht ist die bisherige Verkaufsstrategie ein klarer Erfolg. Doch auch langfristig bietet der neue Verkaufskanal großes Potenzial um die Kunden stärker an das Unternehmen zu binden.

Die Markentreue wird durch das hyperrealistische Echtzeiterlebnis gestärkt und neue Kunden werden durch die Technologie angelockt.

Virtuelle Realität immer mehr auf dem Vormarsch

Im gesamten Gesundheitswesen wird die Weiterentwicklung von virtueller Realität zu einer digitalen Revolution führen. Schon jetzt nutzen Pharmaunternehmen, Ärzte und Patienten die Dienstleistungen rund um virtuelle Realität.

Die Möglichkeiten der virtuellen Realität sind nahezu grenzenlos und ihre Einsatzgebiete reichen von der Simulation einer Tröpfchen-Infektion bis zu dem Projizieren von lebensechten 3D-Modellen.

Immer mehr Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen werden Wege finden die virtuelle Realität in ihr Angebot zu integrieren oder auf Basis der Technologie eine Dienstleistung anzubieten. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die erweiterte, virtuelle Realität ihren großen Durchbruch hat.

Virtuelle Kontaktlinsenanprobe nur der Anfang?

Johnson & Johnson haben in Zusammenarbeit mit der Perfect Corp. eine neue App, die sich der erweiterten, virtuellen Realität bedient, entwickelt. In China war die Technologie hinter der App eine Neuheit und erlaubte den Kunden erstmals Kontaktlinsen virtuell anzuprobieren.

Damit ist das Potenzial von virtueller Realität jedoch noch lange nicht erschöpft. Ganz im Gegenteil: Vielmehr ist zu erwarten, dass noch viele weitere neue Technologien, die virtuelle Realität nutzen erscheinen, die in ganz unterschiedlichen Settings eingesetzt werden können.

Print Friendly, PDF & Email