Kann Pharma digitales Marketing sinnvoll nutzen, um HCPs zu erreichen?

25.09.2018 Marketing
2 Minuten Lesezeit
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Heutzutage benutzen mehr als 50 % der Weltbevölkerung das Internet über mobile Geräte. Und auch HCPs sind Teil dieser Entwicklung: Man schätzt, dass sie heute (wie viele von uns) mehr Zeit an Computern zuhause als auf der Arbeit verbringen. Für Pharma bedeutet das: Unsere Ansprechpartner sind mehr als nur acht Stunden am Tag erreichbar.

Digital Marketing für Pharma

So ganz ist Pharma noch nicht angekommen in der Welt des digitalen Marketings. Es gibt zwar einige Unternehmen in einigen Ländern, die gelegentlich digitales Marketing einsetzen, aber die wenigsten setzen wirklich voll und ganz auf diese Möglichkeit. Insbesondere sind sie eigentlich nie gewillt, Risiken mit Onlinemarketing einzugehen: Ob nun ein HCP oder ein Patient – gibt es die Möglichkeit, eine Marketingmaßnahme schlecht aufzunehmen, gehen Pharmaunternehmen lieber den vermeintlich sicheren Weg vertrauter Formate.

Das Problem ist Angst – vor der Entwicklung, die in vielen anderen Branchen schon weit fortgeschritten ist oder sogar angetrieben wird. Es ist nicht ungewöhnlich für Unternehmen, den Schritt endlich weg von gedruckten Anzeigen und auch über Power Point hinaus hin zu echtem digitalen Marketing zu machen. Außer in Pharma!

Dabei gibt es einfache Ansatzpunkte, um die Beziehung zwischen Pharma und digitalem Marketing zu verbessern.

Digitales Pharmamarketing baut auf einem guten System auf

Digitales Pharmamarketing funktioniert, wenn man direkt ein gutes System aufbaut, um Content zu produzieren, freizugeben und weiterzureichen.

Dazu gehört einerseits ein System, das die technischen Aspekte der Aufgabe verwaltet: Ein Content Managementsystem einerseits, aber auch Programme, die bei Absprachen helfen andererseits.

So wird der Prozess der Contenterstellung wesentlich verbessert: An einer zentralen Stelle können Ideen für zukünftige Projekte, Artikel oder Inhalte festgehalten werden. Ebenfalls zentral wird die Verteilung der Erstellungsaufgaben geregelt. So gibt es weder brach liegende Aufgaben, noch doppelte Arbeit. Und alle Inhalte, die bestehen, werden kontrolliert auch nachdem sie „losgeschickt“ wurden.

Dadurch kann die gefürchtete negative Reaktion von HCPs oder Patienten aufgefangen werden.

Digitales Marketing ist kein reines Verkaufstool für Pharma

Wer im Internet etwas kaufen möchte, geht auf die entsprechenden Seiten oder nutzt vielleicht sogar den „shoppen“-Tab von Google.

Alle anderen googlen beispielsweise nach Informationen. Für HCPs bedeutet das: Sie suchen nach mehr Informationen, um bessere Diagnosen erstellen zu können, Behandlungsmethoden zu finden oder die Kommunikation mit ihren Patienten zu verbessern.

Hier können Pharmaunternehmen eine entsprechende Schnittstelle bieten, wenn sie ihre Inhalte umdenken und sich nicht nur als Verkäufer sondern auch Berater sehen.

Für Pharma gibt es drei Wege, Social Media zu nutzen

Die drei Möglichkeiten für Social Media sind auch für Pharma: zuhören, versenden und Gespräche führen.

Obwohl es der sicherste von allen ersten Schritten ins digitale Marketing ist, hören Pharmaunternehmen nicht genug zu. Dabei bieten Social Media Seiten unendliche Möglichkeiten, HCPs und Patienten zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu verstehen.

Reines Versenden ist eine übliche Marketingstrategie, die wir vielleicht mal eine Weile bewusst vernachlässigen sollten – Patienten und HCP hören zu!

Lassen Sie sich aufs Gespräch mit HCPs und Patienten ein – Sie werden überrascht sein!

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