Merck wirbt für HPV-Schutzimpfung – bei Eltern von 9-Jährigen

17.06.2022 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit

Bei manchen Erkrankungen kann man nicht früh genug an Vorbeugung denken. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass ein neunjähriges Kind an einer sexuell übertragbaren Krankheit erkrankt, aber Merck ruft mit einem aktuellen TV-Spot Eltern das richtige Alter für Schutzimpfungen in Erinnerung.

Gardasil ist ein von Merck hergestellter Impfstoff, der zum Schutz vor Erkrankungen verabreicht wird, die durch humane Papillomviren (HPV) hervorgerufen werden. Dabei geht es um Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane – und des Anus bei Männern und Frauen. Das Ergebnis einer Infektion können abnormes Zellwachstum, Krebsvorstufen, Krebs oder Genitalwarzen sein. Insgesamt sind humane Papillomaviren eine große Gruppe von mehr als 120 Virentypen, von denen etwa 14 krebserregende Wirkung haben.

Schon in früheren Kampagnen hat sich Merck an die Eltern von Jugendlichen gewandt, um auf die Risiken der Erkrankung aufmerksam zu machen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, sich davor zu schützen.

Merck empfiehlt: Frühzeitig impfen

Neu bei der unlängst auf den Weg geschickten Werbung ist die Einbindung von noch jüngeren Kindern: In dem Spot sollen Eltern von neunjährigen Grundschülern angesprochen werden. Denn das ist genau das Alter, in dem mit einer Impfung gegen HPV begonnen werden kann.

Der Spot erzählt die Geschichten von Eltern, die ihre Kinder impfen lassen und damit vor zukünftigen Krebserkrankungen schützen wollen. Eine Mutter schildert das Zusammenleben mit ihrem Kind als Zwischending „zwischen Umarmung und Kampf“. Die Pubertät kann mit neun Jahren beginnen – ebenso wie die Möglichkeit der Impfung gegen HPV. Dann wird ein Vater gezeigt, wie er seine beiden Töchter zur Impfung chauffiert. Dabei erzählt er von der Webseite, die eingehende Informationen über die Impfung beinhaltet.

Krebs statt Geschlechtskrankheit

Wie schon bei vergangenen Kampagnen legt Merck hier den Fokus der Impfung auf Krebsprävention – und nicht auf Vorbeugung vor einer sexuell übertragbaren Krankheit. Eine Strategie, die vom US-Center for Disease Control and Prevention (CDC), einer nationalen Gesundheitsbehörde angeregt wurde, um mehr junge Menschen zur Impfung zu bewegen – und offenbar, um die sexuelle Konnotation der Krankheit zu umschiffen.

Mercks Impfung ist für neun- bis fünfundvierzigjährige Menschen zugelassen, obwohl die Behörden die Prophylaxe in jungen Jahren empfehlen.

In Zeiten der Pandemie wurde in den Vereinigten Staaten – vor allem aufgrund der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen – ein starker Rückgang von Routineimpfungen befürchtet (und verzeichnet). Doch der Absatz von Impfstoffen ist stark ansteigend.

So wurde am nordamerikanischen Markt eine Umsatzsteigerung allein bei dem HPV-Wirkstoff Gardasil von 60 % im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Und das, obwohl bereits im Vorjahr die schlimmsten Auswirkungen von Covid auf das Impfgeschehen in anderen Bereichen überwunden waren.

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