Mercks „A Touch of Sugar“ – Eine Dokumentation über die Diabetes Epidemie in den USA

20.02.2020 Kampagnen
3 Minuten Lesezeit

Der Pharmakonzern Merck hat unter der Mithilfe der Kommunikationsagentur GCI Health einen Film über die Typ 2 Diabetes Epidemie in den USA mit dem Titel „A Touch of Sugar“ (deutsch: Ein Hauch von Zucker) produziert. Das Ziel:  Der Krankheit ein Gesicht geben und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für diese Epidemie steigern.

Screenshot: "A touch of Sugar", Vimeo

Die Dokumentation begleitet fünf Menschen aus fünf Städten in den USA, die von Typ 2 Diabetes betroffen sind in ihrem Alltag und versucht, die Hindernisse zu erforschen, die einer Behandlung dieser Krankheit im Wege stehen – sowohl aus wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Sicht.

Der Film stellt die externen Schwierigkeiten in den Mittelpunkt

Über 30 Mio. Amerikaner leiden aktuell an Diabetes, davon etwa 90-95% an Typ 2 Diabetes. Die Epidemie zieht sich dabei quer durch alle Schichten sowie sämtliche Teile der USA. Die Dokumentation schildert das Leben mit Typ 2 Diabetes aus Sicht der Betroffenen und illustriert dabei den alltäglichen Kampf gegen diese chronische Erkrankung. Der Film geht dabei ebenso auf emotionale Herausforderungen sowie auf soziale Einflüsse, wie die öffentliche Wahrnehmung ein. Leider werden diese Faktoren, die allesamt einen signifikanten Einfluss auf die Behandlung haben häufig übersehen bzw. ihr Gewicht unterschätzt.

Trailer von „A touch of Sugar“ ansehen:

A Touch of Sugar Trailer_Tracey Brown from A Touch of Sugar on Vimeo.

Hindernisse scheinen unüberwindbar

Während viele Betroffene von Typ 2 Diabetes sich an ihren Behandlungsplan halten, regelmäßig Sport treiben und sich gesund ernähren, schafft es ungefähr ein Drittel der Erkrankten nicht, den angepeilten durchschnittlichen Blutzuckerwert zu erreichen. Die zahlreichen Herausforderungen, die der Alltag mit der Krankheit den PatientInnen in den Weg stellt, scheinen für viele eine schwer zu überwindende Hürde zu sein. „A Touch of Sugar“ schafft es, Faktoren wie Kultur, Community, soziale Dynamiken sowie Stigmata hervorzuheben, die am stärksten zu dieser Unüberwindlichkeit beitragen.

Grundlegende Bedingungen müssen sich ändern

Die Geschichten der fünf Protagonisten, die allesamt aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten stammen, zeigen eindrucksvoll, mit welchen Probleme das Gesundheitssystem der USA zu kämpfen hat. So mühen die Menschen sich immer noch mit Themen, wie dem Mangel an Zugang zu Behandlungen, Medikamenten oder nahrhaften Lebensmitteln ab, die essentiell für Diabetes PatientInnen sind. „‚A Touch of Sugar‘ ist eine ehrliche Darstellung des Lebens mit Typ 2 Diabetes, die die wirklichen Betroffenen aus erster Hand ins Rampenlicht rückt. Obwohl die Krankheit das Ergebnis einer Kombination aus Genetik, Lebensstil und Umwelt ist, gibt es Schritte, die wir gemeinsam unternehmen können, um die Auswirkungen auf den Einzelnen und seine Familie zu verringern. Mit diesem Dokumentarfilm möchte Merck das Bewusstsein für die Krankheit schärfen und zu inspirierenden Maßnahmen anregen, um der amerikanischen Typ 2 Diabetes Epidemie schließlich direkt zu begegnen – eine Gemeinde und ein Patient nach dem anderen“, so Conrod Kelly, Executive Director bei Merck.

Einblicke aus unterschiedlichen Perspektiven

Die Dokumentation lässt neben den Betroffenen und deren Angehörigen auch weitere Menschen, wie ÄrztInnen, JuristInnen und MeinungsführerInnen zu Wort kommen und versucht, das Umfeld von Diabetes PatientInnen zu rekonstruieren. So hoffen die Filmemacher, die Dringlichkeit von Typ 2 Diabetes als gesamtgesellschaftliche Gesundheitsproblematik, vor allen Dingen in den gesellschaftlichen Schichten, die unter einer Unterversorgung leiden, in den Fokus zu rücken. Die Dokumentation zeigt, welche Widerstandsfähigkeit der menschliche Geist hat und versucht, die öffentliche Wahrnehmung dieser Epidemie zu aufzubrechen. „Als jemand, der mit der Krankheit lebt, stehe ich mit Stolz zu unserer Gemeinschaft und ermutige jeden zu teilen, wie es ist, mit Typ 2 Diabetes zu leben, damit wir die Welt für die alltägliche Realität dieser Krankheit wecken können. Die Stimme jedes Einzelnen zählt und ist wichtig“, so Tracey D. Brown, CEO der American Diabetes Association und eine der Stimmen im Film.

Prominente Stimme führt durch die Leben der Protagonisten

Erzählt wird der Film von der oscarprämierten Schauspielerin Viola Davis, die selbst eine Betroffene von Typ 2 Diabetes ist. „Ich bin eine der 84 Mio. Erwachsenen in den USA, die mit Prä-Diabetes leben und ich erzähle meine Geschichte nun zum ersten Mal, um andere zu inspirieren, gegen die Typ-2-Diabetes-Epidemie vorzugehen. Meine Schwestern kämpfen beide mit Typ 2 Diabetes und auch meine Tante ist an den Komplikationen dieser Krankheit gestorben. Als wir aufwuchsen, sagten wir einfach, sie hätte ‚den Zucker‘, was nicht so besorgniserregend klang. Aber wenn man sich die Fakten ansieht, ist Diabetes nichts Harmloses – es ist eine chronische Krankheit, die ernst genommen werden muss, wenn wir sie unter Kontrolle bringen wollen“, so Davis.

Auszeichnung für „A Touch of Sugar“ zeigt Relevanz

Für die Dokumentation wurden die Filmemacher mit dem PM360 Pharma Choice Award in der Kategorie „2019 Pharma Choice Unbranded Silver Winner“ ausgezeichnet. Der Award zeigt, dass es sich bei dem Film nicht nur um ein gelungenes Werk von Kreativen handelt, sondern führt einmal mehr die Relevanz dieses Themas zu Tage, dessen Versuch einer Aufarbeitung diese Würdigung verdient.

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