Mercks Erfolgs-Kampagne im B2B Bereich: #catchcurious

24.09.2018 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit
Copyright 2018 Merck KGaA, Darmstadt, Germany

Im Oktober 2015 wurde der Markenauftritt von Merck grundlegend neu ausgerichtet. Im Rahmen der Umorientierung launchte das Pharma Unternehmen in Zusammenarbeit mit fischerAppelt die weltweite Kampagne #catchcurious.

Herzstück der Kampagne ist die Plattform curiosity.merck.de für den interaktiven Wissensaustausch. Im Bereich B2B Communication wurde #catchcurious 2017 für den Digital Communication Award nominiert.

Bahnbrechendes beginnt mit Neugier

Der Film zur Kampagne #catchcurious von Merck hat den vielversprechenden Titel „Bahnbrechendes beginnt mit Neugier“. Dieser soll das wissenschaftliche Interesse der Zuschauer wecken und Antworten auf die Frage „Wo ist eigentlich unsere Neugier?“ liefern. Für das Pharma Unternehmen ist Neugier gleichzeitig Grundlage und Antrieb für Innovationskraft. Merck misst dem Verlangen, Neues zu entdecken und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, besondere Bedeutung bei.

Im Kampagnenfilm sieht man eine alltägliche Arbeitssituation. Mitarbeiter drehen sich im Kreis. Sie sind in ihren Routinen gefangen und können aus festgefahren Strukturen nicht ausbrechen. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes betriebsblind. Als dann aber die Neugier ins Spiel kommt, werden ihnen die Augen geöffnet. Mithilfe der Neugier entdecken sie Raum für neue Ideen und Kreativität.

#catchcurious – Neugierig auf die wissenschaftliche Seite?

Am Ende von „Bahnbrechendes beginnt mit Neugier“ gibt es einen Call-to-Action. „Ich bin neugierig drauf. Und Sie?“ hört man die Erzählerin fragen. „Machen Sie den Test: curiosity.merck.de“ endet der Kampagnenfilm. Die Neugier der Zuschauer ist erfolgreich geweckt.

Ohne zu verraten, was man genau auf der Seite von #catchcurious testen kann, schafft es Merck, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erregen. Leider gibt es weder vom Unternehmen noch von der Werbeagentur Angaben dazu, wie erfolgreich dieser Call-to-Action war und wie viele Personen an dem Test teilgenommen haben. Auf YouTube wurde der Film knapp 350.000 Mal aufgerufen. Dies ist für eine global ausgelegte Kampagne eine eher mäßige Reichweite.

Auf Mercks Plattform kann man an einem Selbsttest teilnehmen und so das Niveau seines eigenen Wissensdurstes herausfinden. Dort wird auch die wissenschaftliche Seite von Neugier beleuchtet und Key-Influencer aus Mercks Geschäftsbereichen Healthcare, Life Sciences und Performance Materials sind auf curiosity.merck.de aktiv. Sie teilen ihr Wissen in Form von eigenen Artikeln und Kommentaren mit Interessierten.

Fazit: Gut gemachter Film, durchschnittlicher Internetauftritt

Die Idee hinter #catchcurious ist kreativ und im B2B Bereich vermutlich einmalig. Merck hat sich über die Neuausrichtung seiner Marke Gedanken gemacht und fischerAppelt bzw. Fork diese interaktiv umgesetzt. Der Kampagnenfilm ist wirklich ansprechend und erfüllt sein Ziel: die Neugier der Zuschauer zu wecken.

Leider ist die Internetseite der Kampagne aber nur durchschnittlich. Optisch spricht sie an und weicht vom typischen Aussehen einer Pharma Webseite ab. Es gibt allerdings sehr viele Themen, die nur in kurzen Absätzen angesprochen werden. Das Durchklicken durch die einzelnen Unterseiten ist eher mühselig und zeitaufwändig. Der interessante kreative Ansatz des Kurzfilms lässt sich auf der Webseite curiosity.merck.de kaum wiederfinden. Gerade die Zusammenfassung „Neugier: Der Status Quo“ ist weder besonders übersichtlich noch interessant. Hätte Merck das Konzept von „Bahnbrechendes beginnt mit Neugier“ auch auf der Internetseite umgesetzt, wäre #catchcurious vermutlich noch erfolgreicher gewesen.

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