Novartis sensibilisiert mit neuer Kampagne für das Thema Herzinsuffizienz

06.11.2017 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit
(c) herzschwäche.de / Novartis Pharma GmbH

Novartis hat in Deutschland eine neue Kampagne gestartet, die über Herzinsuffizienz informieren soll: Die Kampagnenwebseite www.herzschwäche.de wird auch durch einen TV-Spot unterstützt.

Der Spot soll Aufmerksamkeit erregen, die kleine Webseite diesen ersten Eindruck vertiefen und weiterleiten auf andere Seiten, auf denen Novartis ausführlicher über Herzprobleme informiert.

Auf Herzinsuffizienz aufmerksam machen

Herzschwäche ist keine seltene Krankheit – Novartis schätzt, dass zwei Millionen Deutsche an Herzinsuffizienz leiden. Die üblichen Symptome führen die Betroffenen nicht immer von Beginn an auf Herzprobleme zurück: Geschwollene Beine, Gewichtszunahme, schnelle Ermüdung, Probleme beim Schlafen und Atmen – all diese Symptome können auf eine Herzschwäche hinweisen.

Dr. Sidonie Golombowski-Daffner, Geschäftsführerin von Novartis in Deutschland, gibt dabei ganz selbstlose Gründe des Unternehmens für die Aktion an: „Als global führendes Gesundheitsunternehmen ist das Wohl des Patienten Ziel und Fokus unseres Handelns. Das Wissen um die eigene Erkrankung ist dabei ein wichtiger Faktor, damit Patienten besser und zufriedener leben können.“

Natürlich ist die Kampagne vor allem ein wesentlicher Vorteil für Novartis. Das Unternehmen bietet viele Produkte für Patienten mit Herzproblemen an und profitiert direkt davon, wenn mehr Menschen ihren Arzt auf die Möglichkeit ansprechen. Zumindest ein Teil von denen wird erste Medikamente verschrieben bekommen und damit auch den Umsatz von Novartis erhöhen.

Die Videos im Überblick

Das ist natürlich keine schlechte Herangehensweise. Novartis zeigt bei dieser Kampagne einen starken Fokus auf die früheste Phase der Krankengeschichte eines Patienten. Das setzt die neuen Paradigmen um, die allen Pharmaunternehmen wichtiger werden sollten. Patienten, die schon vor oder während der Diagnose auf ein Unternehmen – oder die von diesem Unternehmen angebotenen Medikamente – aufmerksam werden, erinnern sich später auch noch daran, wenn die Diagnose fest steht.

Novartis arbeitet außerdem mit einer möglichst freundlichen Bildsprache. Im Mittelpunkt steht eine Großmutter, die sich mit ihrem schwachen Herz durch den Alltag bewegt. Es macht ihr dabei allerdings Schwierigkeiten, bis sie einen Arzt aufsucht, der ihr und dem Herz hilft – jetzt ist sie wieder fit genug, mit ihrer Enkelin zu spielen.

Die Frau und die übrigen Figuren im Animationsfilm sind „niedlich“ animiert. Auch das „schwache Herz“ ist ein kleines, knuffiges rotes Wesen, das grob die Form eines menschlichen Herzens hat. Die Erzählung und Bilder sind nicht ganz aufeinander abgestimmt: Im Voice-Over berichtet die Frau davon, dass ihr Herz sie aufhält und schwächer macht. So wirken auch die Bilder. Dabei sieht das Herz allerdings nie böswillig aus, sondern neutral. Nachdem der Arzt hilft, ändert sich nichts am Aussehen oder Gebaren des Herzens – es tut nur nicht mehr die Dinge, die die Frau aufhalten.

Die Website

Die Website zum Thema richtet sich an Betroffene und Angehörige, die sich über das Thema informieren wollen. Sie ist bunt und einfach gehalten. Alle weiterführenden Links führen auf eine weitere Website von Novartis (auch hier ist der Urheber nur im Impressum erkennbar).

Ein Selbsttest und das häufige Auflisten der Übersichtspunkte weisen Besucher schnell darauf hin, dass sie Herzinsuffizienz haben könnten. Immerhin gilt das laut der Website schon für jemanden, der keinerlei Probleme hat – aber nach Anstrengungen ermüdet ist. Während das faktisch richtig ist, kommen aber auch eine Erkältung, mangelnde Fitness oder viele andere Gründe in Frage. Eine genaue Diagnose durch den Arzt ist in jedem Fall wichtig bei dem Thema.

Insgesamt erfüllt die Kampagne sicher ihren Zweck: Sie macht auf die Thematik aufmerksam und spricht eine breite Zielgruppe an.

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