Office-Comeback in der Pharmabranche zu erwarten?

26.05.2021 Trends
2 Minuten Lesezeit

Seit mittlerweile über 14 Monaten befindet sich ein Großteil der Berufstätigen im Home-Office. Eine Branche die stark davon betroffen ist, ist die Pharmabranche, da hier die Auflagen sehr streng sind. Pharmazeutische Konzerne arbeiten bereits an Konzepten, wie die Arbeitswelt in Zukunft gestaltet werden kann und ob eine Rückkehr in das Office möglich bzw. überhaupt erwünscht ist. Die Firmen sind sich aber alle einig, dass ein Arbeitszustand wie vor der Pandemie definitiv nicht mehr eintreten wird.

Team Office

Die Pharmafirma Eli Lilly beispielsweise strebt bereits Anfang Juni an, ein Viertel seiner Mitarbeiter wieder zurück ins Büro zu holen. Dabei sind Maßnahmen wie Mindestabstand, das Tragen von Masken oder das Vorweisung einer Impfung unumgänglich. Eine Impfpflicht soll es nicht geben, jedoch wird auf einen Großteils der sich Impfenden gesetzt. Doch wozu das Ganze, wenn Home-Office auch gut funktioniert? Eli Lilly plädiert immer wieder auf den gestärkten Zusammenhalt und die verbesserte Ideenentwicklung und -umsetzung im Büro. Sollte sich die Pandemiesituation wieder verschlimmern würde man natürlich die Notbremse ziehen, aber Ziel ist es definitiv wieder in den Büroalltag zurückzukehren so gut es geht. Das Positive daran ist, dass er einfach flexibler gehandhabt wird. Kann aus persönlichen Gründen das Büro mal nicht besucht werden, so kann von zuhause gearbeitet werden. Es werden auch nicht alle Mitarbeiter gleich eingestuft. Soll bedeutet, dass abhängig von der Stelle einigen Mitarbeitern mehr Office-Zeit eingeteilt wird als anderen. Auch Bristol Myers Squibb schließt sich diesem Vorhaben an und möchte künftig auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter vermehrt einzugehen.

Team Home-Office

Regelrechte Home-Office-Fans sind hingegen Amgen oder Novartis, welche das Konzept auch in den nächsten Jahren so weiterführen möchten. Sollten ihre Mitarbeiter auch in Zukunft von zuhause arbeiten wollen, so ist das aus Sicht der Firmen möglich. Amgen gibt somit seinen 24.000 Mitarbeitern die Möglichkeit auch noch weiterhin im Home-Office zu bleiben. Die Art der Arbeitsausführung wird den Angestellten also freigestellt, sodass jeder seinen idealen Workspace finden. Sei das von zuhause, im Büro oder remote. Auch Forschungs- und Laboraufgaben werden teils auf remote-Basis stattfinden können, mit einem ausgeklügelten System dahinter versteht sich. Fertigungsarbeiten werden derzeit (noch) von Mitarbeitern getätigt, welche nicht von zuhause aus arbeiten können. Doch auch daran soll getüftelt werden. Eine Option wäre eine Fertigungsautomatisierung, welche von den Mitarbeitern aus der Ferne gesteuert werden kann. Das soll der flexiblen Arbeitssituation zugunsten der Mitarbeiter dienen.

Der Mix machts

Ein hybrides Modell streben hingegen Roche, Bayer oder auch Pfizer an. Die Mitarbeiter der Unternehmen haben hierbei die Möglichkeit 2-3 Home-Office Tage zu absolvieren, während die restlichen im Büro verbracht werden. Das gibt den Angestellten die Chance, sowohl Privates als auch Berufliches flexibler einzuteilen und trotzdem von den Vorteilen des face2face Austausches zu profitieren.

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