„Oh my Gut“ Kampagne von Allergan

19.05.2019 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit

OMG bekommt bei Allergans und Ironwoods aktueller Kampagne eine ganz neue Bedeutung. In der Aufmerksamkeitskampagne stehen die drei Buchstaben für „Oh my Gut“. Sie sollen für mehr Beachtung für das Reizdarmsyndrom in Kombination mit Obstipation (IBS-C) sorgen.

created by freepik.com

In „Oh my Gut“ geht es vor allem um die multiplen Symptome, die mit dem Reizdarmsyndrom einhergehen. Ziel der Kampagne ist es, den Weg zur richtigen Diagnose zu erleichtern.

2 von 5 Patienten ohne Diagnose

Neben Obstipation sind Schmerzen im Bauchraum und Blähungen typische Symptome für das Reizdarmsyndrom. Diese erschweren das Erstellen der passenden Diagnose. Es ist sogar so, dass 2 von 5 IBS-Patienten nie nach medizinischer Hilfe suchen und so auch nicht diagnostiziert werden können. Sie nutzen Selbstmedikation oder OTC-Produkte zur Behandlung ihrer Beschwerden.

Ohne die richtige Diagnose können auch nicht die passenden Medikamente verordnet werden. Dies gilt auch für die Produkte von Allergan und Ironwood für die Indikation IBS. Die „Oh my Gut“ Kampagne der Pharma-Unternehmen zielt darauf ab, diese Barriere zur richtigen Diagnose zu entfernen. Sie bietet die direkte Verbindung zu einem Arzt über einen online Telemedizin-Link.

Zur Webseite der Kampagne gehört ein grüner Anruf-Button. „Sprechen Sie mit Ihrem Arzt online über Ihre Symptome innerhalb weniger Minuten.“ Wenn Interessierte auf „Start here“ klicken, weist eine Pop-Up-Box darauf hin, dass die Seite verlassen wird und eine Weiterleitung zu PlushCare erfolgt. Allergan und Ironwood „befürworten oder empfehlen“ den Telemedizin-Anbieter „in keinster Weise“. „Mit diesem Link sollen es Patienten leichter haben, online Informationen zu erhalten, anstatt nach einem Telemedizin-Anbieter selbst suchen zu müssen“, sagte Mark Plinio, Chief Commercial Officer bei Ironwood Pharmaceuticals.

„Oh my Gut“ – Aufmerksamkeit für ein Tabuthema

Allergan und Ironwood haben bereits in der Vergangenheit das Thema IBS in ihren Kampagnen aufgegriffen. Nach „Toilet Talk“ bietet „Oh my Gut“ erstmals die Möglichkeit für Patienten, direkt von der Webseite aus mit einem Arzt zu sprechen.

„Wir finden, dass dies eine wichtige Option für Patienten ist, die kein Gespräch von Angesicht zu Angesicht mit einem Arzt möchten“, so Plinio. „Es gibt Patienten, denen der Weg zum Arzt zu umständlich ist. Genauso gibt es aber auch Betroffene, die unsicher sind und eine Diskussion meiden möchten, insbesondere wenn sie den Arzt bereits kennen.“

Dieses Zögern gepaart mit den Symptomen, die viele Patienten zunächst selbst versuchen zu behandeln, verlängert die Zeit bis zur Diagnose. Im Durchschnitt warten Patienten mit dem Reizdarmsyndrom 18 Monate, bis sie einen Arzt aufsuchen.

„IBS-C kann zu starken Beschwerden und Frustration führen, bei den Menschen, die darunter leiden“, sagte Aimee Lenar, Vice President of Marketing, Gastroenterology and Psychiatry bei Allergan in einem E-Mail-Interview. „IBS-C kann behandelt werden, sobald es diagnostiziert ist. Es gibt aber ein Stigma rund um die Krankheit, das wir aus dem Weg räumen müssen. So können wir Betroffenen helfen, aktiv zu werden.“

„Ziel der ‚Oh my Gut‘-Kampagne ist es, die Krankheit ernst zu nehmen, Hilfsmittel zu liefern, die zu produktiven Gesprächen mit Ärzten führen sowie die auftretenden Symptome zu beleuchten, die das Leben der Betroffenen beeinflussen. All dies soll in einer realitätsnahen, verständlichen und unterstützenden Art und Weise geschehen.“

Ironwood und Allergan haben eine weitere, gebrandete Kampagne zu IBS-C. In „Yes Linzess“ bewerben sie Linzess, ihr Präparat für Patienten mit Reizdarmsyndrom in Kombination mit Obstipation sowie zur Behandlung von chronischer idiopathischer Konstipation.

Print Friendly, PDF & Email