On-Page vs. Off-Page SEO – Die richtige Kombination macht den Unterschied

27.05.2019 How-To
4 Minuten Lesezeit

Auch wenn es von Seiten Googles bis heute noch keine klaren Aussagen zu den genauen Rankingkriterien innerhalb der Google-Suchmaschine gibt, sind mittlerweile dennoch einige gewichtige SEO-Maßnahmen, also Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung, bekannt. Man unterscheidet dabei zwischen On-Page SEO und Off-Page SEO.

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On-Page SEO bildet ein gutes Fundament

Beim On-Page SEO geht es, wie der Name bereits vermuten lässt, um Maßnahmen, die sich mit der Optimierung der internen Faktoren auf der eigenen Website beschäftigen. Also all das, was vom Betreiber einer Webseite selbst beeinflusst werden kann. Hierzu gehören zum Beispiel die technischen Grundlagen, aber auch die Struktur einer Webseite sowie der Content. Folgende Punkte sind beim On-Page SEO relevant:

Navigation

Die sogenannte User Experience ist ein wichtiger Maßstab, wenn es um den Erfolg einer Website geht. Hier ist die Navigation die erste Anlaufstelle. Wenn sich der User gut zurechtfindet, dann wird er vermutlich länger auf der Seite bleiben und mit dem Inhalt interagieren. Außerdem ist eine gute Link-Struktur auch für die Suchmaschine relevant. Ein sinnvoller Aufbau der Struktur einer Website sollte ein erster Anhaltspunkt beim Webdesign sein.

Ladezeit

Mit jedem Google Update wird auch die Ladezeit immer relevanter. Spätestens seit dem enormen Anstieg der mobilen Nutzung von Websites in den letzten Jahren ist eine niedrige Ladezeit Pflicht. Als Ladezeit wird jene Zeit gemessen, vom ersten Aufruf der Website bis zum vollständigen Laden der Zielseite. Sie ist ein wichtiger Faktor in Zusammenhang mit der Absprungrate. Es lässt sich sehr schnell sehen, dass die Absprungrate steigt, wenn sich die Ladezeit einer Seite erhöht.

Keywords

Dass Keywords für das Ranking Ihrer Website in der Suchmaschine relevant sind, haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Doch warum genau eigentlich? Mit Hilfe von Keywords signalisieren Sie Google, worum es auf Ihrer Website inhaltlich geht und was für Sie relevant ist. Idealerweise führen Sie zuerst eine Keyword-Analyse durch, um festzustellen, welche Keywords von Usern in der Suchmaschine überhaupt gesucht werden.

Relevante Keyowords sollten dann sowohl im Titel als auch in der URL Ihrer Seite vorkommen, sowie im Text. Auch Medien sollten im Dateinamen sowie im Alt-Text über Keywords verfügen. Nutzen Sie ebenfalls sekundäre Keywords und Synonyme. Über 70 % der Suchanfragen finden laut Google über Synonyme oder verwandte Keywords statt.

Ein Beispiel: Auf einer Pharma-Webseite können neben dem Keyword „Diabetes“ auch die Keywords „Zuckerkrankheit“ sowie „Diabetes Typ 1“ verwendet werden. Außerdem ist ein Auflisten des Angebots zu Diabetes wie Diagnose oder Therapiemöglichkeiten sinnvoll. Google erkennt dabei die Relevanz der einzelnen Keywords für das Thema der Webseite.

Wichtig ist beim Thema Keyword immer der User. Überlegen Sie sich wonach Nutzer im Zusammenhang mit Ihren Themen suchen und stellen Sie entsprechende Inhalte zur Verfügung.

Interne Verlinkungen

Achten Sie auf eine gute interne Linkstruktur. Seiten mit vielen Linkverweisen werden von Google als bedeutende Seiten eingestuft. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre wichtigsten Seiten auch die meisten internen Linkverweise erhalten. Keine Seite sollte außerdem für sich alleine stehen, sondern immer die Möglichkeit bieten, eine weitere Seite zu erreichen. Verlinken Sie stets die Startseite. Verlinken Sie auch alle Seiten miteinander, die thematisch zueinander passen und sammeln Sie diese unter einer Subkategorie.

Ein Beispiel: Auf seiner Webseite können nicht nur unterschiedliche Krankheiten aufgelistet, sondern zusätzlich noch nach Kategorien geordnet werden. Hierfür werden Sub-Seiten wie „Herzkreislauferkrankungen“, „CED“, etc. erstellt und darunter die jeweils passende Therapie verlinkt.

Social Media Buttons

Um das Verbreiten Ihrer Inhalte für User einfach zu gestalten, bietet sich das Einbinden von Social Media Buttons an. Für Google ist das nicht der allerwichtigste Ranking Faktor, spielt aber dennoch eine Rolle.

Mit Off-Page SEO eine größere Reichweite erzeugen

Off-Page SEO beschreibt alle Maßnahmen, die über das On-Page SEO hinausgehen und nicht direkt vom Betreiber einer Webseite beeinflussbar sind. Das Hauptaugenmerk beim Off-Page SEO liegt hierbei im Aufbau von externen Links. Eine hohe Anzahl an qualitativen Backlinks erzeugt eine hohe Linkpopularität und suggeriert einer Suchmaschine wertvollen Content, da es sich bei Backlinks um Empfehlungen handelt. Ein gutes On-Page SEO bildet somit die Grundlage für das Off-Page SEO. Um sich ein gutes Netzwerk an externen Links aufzubauen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Organische Backlinks

Organische Backlinks bieten in Sachen Linkpopularität die bestmögliche Qualität, da es sich um Verweise handelt, die auf freiwilliger Basis entstanden sind. Damit ist gemeint, dass andere Websites und Online-Portale auf Inhalte der eigenen Website verlinken. Eine hohe Anzahl an organischen Backlinks garantiert ein gutes Ranking innerhalb der Suchmaschine, setzt jedoch auch ein hochwertiges On-Page SEO voraus.

Webverzeichnisse

Es gibt zahlreiche Webverzeichnisse, wo Sie Ihre Website eintragen lassen können. Diese sind oftmals Branchenspezifisch und in verschiedene Kategorien unterteilt. Vor dem Eintrag sollte in jedem Fall das jeweilige Verzeichnis kurz überprüft werden. Steht eine reale Person dahinter und werden die Einträge händisch überprüft, ist das meist ein gutes Zeichen. Besonders vorsichtig sollte man bei kostenpflichtigen Webverzeichnissen sein. In der Regel ist es nicht notwendig für den Eintrag in ein Webverzeichnis zu zahlen. Es gibt genügend gute kostenfreie Verzeichnisse, auf die Sie zurückgreifen können.

Social Media Content

Je mehr sogenannte social signals (Likes, Retweets, Kommentare) ein Content generiert, desto wertvoller wird dieser von Google eingestuft. Aber Vorsicht: Verzichten Sie auf billige Werbung. Bieten Sie lieber hochwertige Inhalte. Die User werden es Ihnen danken.

Qualität vor Quantität

Sowohl für das On-Page als auch das Off-Page SEO sollte man ausreichend Zeit und Ressourcen einkalkulieren. Qualität und Relevanz spielen bei der Suchmaschinenoptimierung eine übergeordnete Rolle und benötigen daher eine ständige Analyse, um Fehler direkt zu erkennen und optimieren zu können.

Zwar kann man bereits durch einige Off-Page Maßnahmen ein gutes Ranking erzielen, allerdings ist ein gutes On-Page SEO essentiell für die Stabilität und Nachhaltigkeit einer Platzierung. Da Links eine Art Empfehlung darstellen, wiegen organische Backlinks also immer stärker als das künstliche Pendant. Denn: Mangelt es an gutem Content, helfen langfristig auch keine künstlich erzeugten Backlinks. Ein durchdachtes On-Page SEO in Form einer guten internen Linkstruktur sowie eines hochwertigen und einzigartigen Contents helfen dabei, zahlreiche und qualitative externe Links zu generieren. Denn niemand würde freiwillig schlechten Content weiterempfehlen.

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