Facebook’s neue Kampagne „SOS“ gegen Opioid-Missbrauch

26.06.2019 Kampagnen
2 Minuten Lesezeit

Jeder zweite Amerikaner ist süchtig nach Opioiden. Deshalb haben sich Facebook und The Partnership for Drug-Free Kids + Center on Addiction zusammengetan, um auf diese verbreitete Sucht aufmerksam zu machen. Über die eigens erstelle SOS-Webseite und vor allem über die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram schaffen sie es, Betroffenen Mut zuzusprechen ihre Story zu teilen und sich helfen zu lassen.

Opioid-Krise in den United States

Einer von zwei Amerikanern ist betroffen von Opioid-Sucht. Und nur ein Viertel der Betroffenen erhält die Behandlung, die sie brauchen würden. Jede 11 Minuten stirbt eine Person mit einer Opioid-Konsumstörung. Das Problem dabei: Es handelt sich um ein Thema, welches mit einem sehr negativen Stigma behaftet ist und über welches kaum gesprochen wird. Damit soll nun Schluss sein. Das haben sich Facebook und die Organisation Drug-Free Kids + Center on Addiction gedacht, als sie die nationale Sensibilisierungskampagne „SOS“ konzipiert haben.

Die Kampagne richtet sich an jene, die eine Opioid-Konsumstörung haben, als auch an deren Familien. Die Kampagne soll inspirieren und Mut machen, ein SOS zu senden und seine Geschichte zu teilen. Diese Geschichten sind gleichzeitig Teil der Kampagne.

SOS-Kampagne schafft Aufmerksamkeit

Das Hauptziel der SOS-Kampagne ist es, Betroffenen Mut zuzusprechen, damit sie sich trauen ihre Geschichten zu teilen und um Hilfe zu bitten. Damit soll gegen die Opioid-Krise in den US angegangen werden.

Die Kampagne eröffnet nicht nur für die Betroffenen selbst verschiedene Kommunikationswege, sondern auch für deren Väter, Mütter, Söhne, Töchter und andere Angehörige. Sie können über Instagram, Facebook sowie die Webpage Kontakt aufnehmen oder ihre eigene „Story“ kreiieren. Ebenso wurden auf Instagram SOS-Giphy-Stickers erstellt, die in die Story mit eingebunden werden können. So können Teilnehmer der Kampagne auf sich aufmerksam machen. Jeder kann dadurch mit Informationsmaterial versorgt werden und durch geeignete Verweise zu Anlaufstellen Hilfe und Unterstützung erhalten.

Deine Story ist unsere Story

Die bewegenden Erzählungen von Betroffenen über Hoffnung, Verlust und Genesung sind auf Social Media zu finden. Das soll auch andere dazu bringen, Mut zu fassen und die Stille zu durchbrechen. Bisher können die Erzählungen von 12 Mutigen auf Facebook, Instagram und der Webseite angesehen werden. Die Erzähler gehören entweder zum Familien- oder Freundeskreis der Betroffenen oder sind selbst betroffen.

Stories von anderen Betroffenen werden organisch gesammelt, ohne Bezahlung oder extra Ansprache von vermeintlich Betroffenen. Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, können die Videos geteilt und der Hashtag #StopOpioidSilence verwendet werden.

Mit der Veröffentlichung von neuen Studienergebnissen des Center on Addiction sollen vor allem Eltern angehalten werden mit ihren Kindern besser in Kontakt zu treten und über das Thema Drogen zu sprechen. Denn anscheinend sind Eltern zu 56% der Grund für Teenager keine Drogen zu nehmen – dazu zählen auch Opioide.

Die Kampagne läuft insgesamt für zwei Monate in den USA. Hinter der SOS-Kampagne stehen auch 17 U.S. Senatoren, die sich für SOS aussprechen.

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