Pfizers Hemocraft Spiel soll Kindern mit Hämophilie helfen

04.09.2017 Kampagnen
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(c) Musashi_Yama / Shutterstock.com

Pfizer hat ein Spiel für den PC herausgebracht, das auf dem berühmten Spiel Minecraft basiert und sich speziell an Kinder mit Hämophilie richtet.

Sie sollen hier – noch mehr als im original Spiel – lernen, sich auf bestimmte Situationen vorzubereiten und wie wichtig es ist, durch Vorbereitung sicher zu bleiben. Für Kinder mit einer Krankheit wie Hämophilie bedeutet das vor allem, sich an den Behandlungsplan zu halten.

Hemocraft für Kinder

Das Spiel ist passend zum jährlichen Treffen der National Hemophilia Foundation in Chicago erschienen. Von der Krankheit sind in Amerika 20 000 Menschen betroffen, weltweit 400 000. Die genetische Erkrankung ist schon lange bekannt und wird durch Infusionen behandelt.

In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Drexel University und insbesondere dem dort gegründeten Entrepreneurial Game Studio wurde das Spiel von Pfizer entwickelt, um Kindern zu vermitteln, wie wichtig Vorbereitung ist.

Das Originalspiel, Minecraft, steht bereits deutlich für Vorbereitungen: Die Spielfigur muss sich täglich versorgen und an vielen Stellen versuchen, Ausrüstungsgegenstände zu sammeln. Später ist sie auf diese Ausrüstung angewiesen. Insbesondere, um sich zu verteidigen oder Dinge aufzubauen.

Hemocraft richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen acht und sechzehn Jahren, die sicher auch zur Zielgruppe von Minecraft gehören. Das Spielprinzip wurde nicht stark verändert, weil der Spaß auch bei allen Informationen im Vordergrund stehen soll.

Spiel animiert zu einem guten Umgang mit Hämophilie

Im Spiel, das auf hemocraftquest.com heruntergeladen werden kann, muss der Spieler eine Quest (in Abenteuerspielen die Aufgabe oder Mission) erfüllen. Dazu spricht er regelmäßig mit dem Dorfarzt, der ihn mit Gegenständen ausstattet und ihm Vorgaben zu einem bestimmten Plan macht – so wie ein Arzt in der Realität den Kindern erklärt, an welche Vorgaben sie sich für ihre Behandlung halten müssen.

Im Spiel wird auch darüber hinaus die Krankheit „simuliert“: Kinder müssen versuchen, die unterschiedlichen Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, zu beobachten und sich regelmäßig Infusionen geben, um Blutungen zu stillen.

Der Chief Medical Officer von Pfizer Rare Disease, erklärt das Spiel und die Entscheidung für die Entwicklung: „Diese neuen digitalen Innovationen können in alltägliche Routinen integriert werden, damit Menschen mit Hämophilie lernen können, wie sie unterschiedliche Aspekte ihrer Krankheit managen können. Das führt dann auch zu besser informierten Gesprächen mit ihren Ärzten.“

Kate Nammacher, die als Senior Director of Education der National Hemophilia Foundation verantwortlich ist für Informationen über die Krankheit, glaubt, dass auch Angehörige und Freunde durch das Spiel lernen können, dass es wichtig ist, Hämophilie aktiv zu begegnen.

In Verbindung mit einem neuen Gerät

Parallel zum Start des Spiels hat Pfizer das jährliche Treffen der NHF außerdem genutzt, um ein neues Gerät zu präsentieren, das sich speziell an Bluter richtet. Das neue HemMobile Striiv Wearable ist ein erstes Gerät speziell für diese Patienten. Es wird als Armband getragen und hilft Patienten dabei, tägliche Aktivitäten nachzuvollziehen und dabei ihre Herzrate im Blick zu behalten.

Die Informationen, die das Gerät sammelt, werden außerdem an die App von Pfizer, HemMobile, weitergegeben, in der alle wichtigen Beobachtungen zur Krankheit – insbesondere Blutungen und Infusionen – festgehalten werden. Auf diese Weise können Ärzte und andere in die Behandlung involvierte Personen Entscheidungen basierend auf den Daten treffen. In den USA ist das Gerät für jeden Patienten mit Hämophilie kostenlos erhältlich.

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