Pharma Marketing – Wer bremst, verliert!

01.04.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Es wird strukturelle Änderungen geben, auf die noch kaum jemand vorbereitet ist. Eine erste Analyse.

In den letzten Tagen konnte man in zahlreichen Medien bereits Einiges zu den Auswirkungen dieser Pandemie, beziehungsweise der Gegenmaßnahmen, lesen. Insbesondere wie nachhaltig sie unser Verhalten und unsere Gewohnheiten ändern wird. In einigen von mir sehr geschätzten Podcasts, wie zum Beispiel OMR-Podcast, deutsche Startups-Podcast und Agenda Austria, gibt es hier bereits erste interessante Denkansätze.

Als Grundtenor kann man dort hören, dass sich z.B. die zunehmende Verlagerung der Umsätze im Handel von Offline auf Online massiv beschleunigen wird. Bisher ging man davon aus, dass dieser Prozess 10-15 Jahre dauern wird,  da vor allem der Lebensmittelmarkt (der noch immer den größten Anteil am Handel besitzt) sehr langsam “konvertierte”. Durch die nun (gezwungenermaßen) geänderten Rahmenbedingungen wird sich dieser Wandel drastisch beschleunigen.

Sie werden sich nun fragen:

Was hat das alles mit Pharma Marketing zu tun?

Auch hier gibt es seit Jahren einen stetigen, aber nur leichten Trend zu Online Marketing. Trotz der Beteuerungen aller Akteure kommt Digital Marketing aber nicht vom Fleck. Immer noch investiert die Branche den Großteil ihres Budgets (80-90%) in den Außendienst und in Veranstaltungen – Aktivitäten, die Face to Face stattfinden und somit gerade in dieser Krise nicht funktionieren. Eine gefährliche Entwicklung, die das bisherige Vertriebsmodell schwer treffen wird.

Klar, physische Veranstaltungen wird es nach der Bewältigung dieser Pandemie wieder geben, aber wird der Außendienst auch wieder denselben Zugang haben wie zu Pre-Covid-19-Zeiten? Oder ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass wir in Österreich dieselben Regeln implementieren wie es uns andere Märkte bereits vorgemacht haben? Zum Beispiel würde es mich nicht wundern, wenn Besuche in Spitälern nur außerhalb der Dienstzeiten erfolgen können oder überhaupt innerhalb von Krankenhäusern untersagt werden, wie bereits in Pharma-Kreisen gemunkelt wird. In jedem Fall werden die Spitäler für den Außendienst wochenlang, wenn nicht sogar monatelang, unzugänglich sein, um diese kritische Infrastruktur zu schützen. Derzeit stellt das noch kein Problem dar, da Ärztinnen und Ärzte für Marketingbotschaften ohnehin nicht wirklich greifbar sind und eine Pharmafirma in diesem Kontext auch nicht negativ auffallen will. Aber mittel- bis langfristig wird es zu großen Umwälzungen kommen, denn der Status quo kann und wird so nicht anhalten.

Wir befinden uns im Pharma Marketing in einem wahrscheinlich radikalen Transformationsprozess, der

a) viel schneller vonstatten geht als angenommen

b) viel schmerzhafter wird als angenommen

c) Chancen zur Marktanteils-Verschiebung bietet, die es nur unter solchen extremen Bedingungen gibt.

Jetzt ist die Zeit diese Transformation proaktiv anzugehen und nicht in eine Beobachterrolle zu verfallen – ganz gemäß dem Motto: Wer bremst, verliert!

Diagnosia ist Ihr digitaler HCP-Marketingspezialist. Wir sind Digital Natives und verstehen das ärztliche Nutzungsverhalten wie kein anderer in Österreich und sind gerne Ihr Ansprechpartner für die nächste digitale Kampagne.

Ihr Ansprechpartner:

Michael Mikesch
m.mikesch@diagnosia.com
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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Diagnosia entstanden.

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