Ist Ihre Pharma Webseite Conversion optimiert?

04.08.2020 How-To
3 Minuten Lesezeit

Wenn es um gezielte Lead- oder Neukundengewinnung im Internet geht, dann denken viele als Erstes an eine Erhöhung des Traffics. Ganz nach der Devise: viel hilft viel! Doch gilt dieser Grundsatz auch bei der Leadgenerierung? Führen mehr Webseiten-Besucher automatisch zu erhöhtem Umsatz, oder wäre es eigentlich viel sinnvoller an anderen Stellschrauben zu drehen?

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Mehr Traffic = mehr Umsatz?

Woher kommt eigentlich diese Erwartungshaltung? Dieser Theorie liegt die Annahme zugrunde, dass Webseitenbesucher immer eine gewisse, in diesem Fall linear progressive Kaufkraft mit sich bringen. Dieser KPI wird von den meisten Unternehmen mit Sicherheit auch berechnet.

Angenommen Sie haben bestimmt, dass eintausend neue Webseitenbesucher Ihnen einen Umsatz von 500 € erbringen. Einhunderttausend Besucher auf Ihrer Seite würden demnach Ihren Umsatz um 50.000 € in die Höhe treiben, richtig? Falsch.

Wenn es so einfach wäre, dann müssten Webseitenbetreiber nichts anderes tun, als SEO-Content zu erstellen und Google Ads zu schalten, um die Besucherzahlen auf Ihren Seiten zu erhöhen. Und genau das denken die meisten auch. Leider stimmt diese Annahme so nicht.

Eine Umsatzsteigerung ist zwar von Ihrem Traffic den Sie auf Ihre Seite bringen abhängig, allerdings eben nicht ausschließlich. Neben dem reinen Besucherstrom gibt es noch einige andere Parameter, die für ein erfolgreiches Umsatzwachstum durch digitale Maßnahmen verantwortlich sind.

Mit weniger Traffic zu mehr Umsatz

Mit Sicherheit fragen Sie sich jetzt welche diese anderen Parameter sind, mit denen sich der Umsatz auch mit weniger Traffic erhöhen lässt. Die Antwort ist unter anderem der Parameter Conversion.

Ist eine Webseite hervorragend auf die Conversion von Ihren Besuchern optimiert, so lässt sich auch mit deutlich weniger Webseitentraffic der Umsatz erhöhen. Das verdiente Geld lässt sich sogar vom Besucherstrom entkoppeln!

Um dieses Ziel zu erreichen, muss im Vorhinein jedoch ein konkretes Ziel für die jeweilige Seite festgelegt werden. (Mit Seite ist hier jede einzelne Unterseite gemeint.) Zusätzlich sollten konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung für eine erfolgreiche Verbesserung der Conversion geplant werden.

Dieser Schritt wird im Prozess der Digitalisierung und Weboptimierung gerade bei Pharmaunternehmen häufig vernachlässigt.

Pharma Webseiten sind oft nicht für Conversion optimiert

EPharmaInsider hat untersucht, welche Schwachstellen bei der Weboptimierung von Pharma Webseiten zu Umsatzeinbußen führen und welche Engpässe der digitalen Vermarktung verstärkt adressiert werden sollten.

Dabei kam heraus, dass besonders die Optimierung der Conversion eine oft auftretende Schwachstelle bei einigen Webseiten aus diesem Bereich darstellt. Das liegt nicht selten daran, dass noch immer die bereits oben erwähnte Annahme “Mehr Traffic führt zu mehr Umsatz” verfolgt wird.

Die Optimierung der Conversion lässt sich kurz zusammenfassen, als die Fähigkeit Webseitenbesucher zu Interessenten und im besten Fall zu zahlenden Neukunden zu konvertieren.

Wie lässt sich dieses Vorhaben am besten in die Tat umsetzen? Welche konkreten Maßnahmen können Pharmahersteller auf Ihrer Webseite umsetzen?

Festlegen eines konkreten Conversion-Ziels

Im ersten Schritt muss ein klares Endziel festgesteckt werden. Was soll mit den Webseitenbesuchern geschehen? Sollen Sie direkt ein Produkt erwerben? Sollen Sie sich zu einem Pharma Webinar eintragen? Oder wollen Sie Leads für Ihre E-Mail Liste generieren?

Pro Unterseite Ihrer Domain sollten Sie im besten Fall nicht mehr als ein einziges Ziel für Ihre Conversion verfolgen. Sind es mehr, leidet Ihr Umsatz.

Technische Umsetzung des Conversion-Ziels

Nachdem Sie das Endziel klar definiert haben und exakt betiteln können was Sie mit Ihren Webseitenbesuchern vorhaben, können Sie sich Gedanken über die technische Umsetzung Ihres Conversion-Ziels machen.

Wählen Sie die richtigen Call To Actions, um aus Ihren Besuchern Käufer, Leads oder Interessenten zu machen. Call To Actions können beispielsweise als Buttons einfach in Ihrem Blog oder auf Ihren Landing-Pages implementiert werden.

Auch möglich sind Formulare oder Quizze auf sogenannten Squeeze-Landingpages, um E-Mail Adressen oder Telefonnummern zu sammeln. In der Conversion-Optimierung sind Ihnen im Grunde keine Grenzen gesetzt.

Bieten Sie Ihren Besuchern eine kostenfreie Beratung, oder ein gratis E-Book an. Behalten Sie dabei stets die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe im Hinterkopf und betrachten Sie Ihren Webauftritt aus den Augen Ihrer Kundschaft und Nutzer.

Fazit

Die Conversion-Optimierung von Pharma Webseiten wird noch immer häufig vernachlässigt. Viele Webseitenbetreiber verfolgen noch immer den Ansatz “Mehr Traffic führt zu mehr Umsatz”. Dieser lässt sich so allerdings nicht auf die Realität übertragen.

Fokussieren Sie sich stattdessen auf eine Verbesserung der Konvertierung von Ihren Webseitenbesuchern hin zu Interessenten und Käufern. Definieren Sie dazu ein konkretes Conversion-Ziel und informieren Sie sich, wie sich diese Vorhaben von der technischen Seite auf Ihrer Webseite einbauen lassen.

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