Podcast-Trend: Healthcare-Podcasts unter den Top 10

04.11.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Podcasts erreichen immer größere Teile der Bevölkerung. Bereits seit Jahren wächst die Hörerschaft. Mittlerweile hört jeder dritte Deutsche gelegentlich Podcasts. Warum Podcasts häufiger konsumiert werden und welche Entwicklung das Medium nehmen wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Podcast?

Ein Podcast ist ein Video- oder Audiobeitrag, der im Internet abgerufen werden kann. Die Ersteller von Podcasts wollen ihre spezifische Zielgruppe mit hilfreichen, unterhaltsamen oder aufklärerischen Inhalten ansprechen. Dabei gibt es eine große Vielfalt an Formaten zu den unterschiedlichsten Themen.

Häufig gleicht ein Podcast einer digitalen Radioshow. Podcasts kann man mit relativ wenig Aufwand und geringen Kosten produzieren. Sie werden auf den gängigen sozialen Medien veröffentlicht.

Die Entwicklung von Podcasts in Deutschland

Podcasts verzeichnen insbesondere seit 2019 einen enormen Anstieg in der Hörerschaft. Letztes Jahr gaben bereits 26% der Befragten an, Podcasts zu hören. Von den 16 bis 29-Jährigen griffen sogar 35% auf Podcasts zu. Tendenz steigend.

Bei einer Befragung der Bitkom in diesem Jahr gaben schon 33% an, Podcasts zu konsumieren. Auch bei der Altersgruppe von 16 bis 29 war ein Anstieg auf 40% festzustellen. Der Podcast-Trend hält an.

Podcasts in der Mitte der Gesellschaft?

Eins ist klar: Podcasts finden immer mehr Anklang in der Gesellschaft. Besonders junge Mediennutzer greifen häufig zu Podcasts.

Aber: 63% der Deutschen haben noch nie einen Podcast gehört.

Die Mehrheit ist also noch nicht auf den Geschmack gekommen. Jedoch ist ein deutlicher Trend zum Vorjahr erkennbar, in dem noch 70% der Befragten keine Podcasts hörten.

Beliebte Themen für Podcasts

Im Vorjahr waren für die Hörerschaft hauptsächlich Themen rund um Nachrichten und Politik, Film und Fernsehen, Sport oder Comedy von Interesse. Außerdem konsumierte jeder Dritte Musikpodcasts und fast 30% hörten sich wissenschaftliche Podcasts an.

In diesem Jahr verschob sich der Fokus der Hörer allerdings. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie fingen viele der Konsumenten an, sich Podcasts mit Inhalten zu Corona anzuhören. 83% der Hörer geben an, sich mit Corona-Podcasts zu informieren.

Übrigens: Podcasts, die sich mit Medizin und Gesundheit allgemein befassen, belegen mit 39% der Hörer den 5. Platz.

Konsumverhalten der Hörer

Auch das Konsumverhalten der Podcastkonsumenten hat sich verändert. 2019 hörten 9% der Befragten wöchentlich Podcasts, weitere 9% mindestens einmal im Monat. 2020 hören sogar 8% mindestens einmal täglich in einen Podcast rein. 7% der Nutzer geben an wöchentlich auf Podcast zuzugreifen.

Präferenzen zur Folgenlänge

Darüber hinaus änderte sich auch die Präferenz bezüglich der Länge der Folgen. Im Durchschnitt soll der Podcast für die Hörer 18 Minuten dauern. Satte 5 Minuten länger als im Vorjahr. Die meisten Befragten wünschten sich eine Länge von 10-30 Minuten.

Längere Episoden von 30-60 Minuten favorisieren nur wenige. 2019 gaben nur 7% an Formate mit dieser Länge zu schauen, 2020 sind es 8%.

Die Mehrheit der Hörer konsumiert die Podcasts nicht in voller Länge. Hier ist im Vergleich zum Vorjahr sogar ein leichter Abwärtstrend zu erkennen. Während 2019 38% die kompletten Folgen hörten, sind es 2020 nur 35%.

Podcasts in Deutschland: Wie lange hält der Trend an?

Podcasts gewinnen in den letzten Jahren immer mehr Hörer. Besonders in den letzten zwei Jahren wuchs die Hörerschaft enorm. Inhalte rund um die Corona-Pandemie sind bei den Podcastkonsumenten besonders gefragt.

Podcasts finden langsam aber sicher ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft. Ob der Trend anhält und schon in einem Jahr die Hälfte der Deutschen Podcasts hört, bleibt abzuwarten.

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