Sparen Sie Zeit mit dem Effizienz-Geheimtipp: Die Pomodoro-Technik

31.05.2021 How-To
2 Minuten Lesezeit

Mit großer Wahrscheinlichkeit kennen Sie diese Situation: Ein langer Arbeitstag geht zu Ende. Sie schauen auf Ihre Ergebnisse und sind frustriert. Wo ist bloß heute wieder die ganze Zeit hingegangen? Und warum war solch eine lange und anstrengende Arbeitszeit dennoch nur wenig produktiv? Der Berg an Arbeit ist kaum geschrumpft? Um dieses Erlebnis künftig zu vermeiden, kann Ihnen die sogenannte Pomodoro-Technik helfen. Begeisterte Anwender der Methode berichten, dass sie sich seitdem leichter zum Arbeiten und Lernen motivieren und mehr Aufgaben in weniger Zeit fertigstellen können. Die Technik beinhaltet sogar mehr Pausen, als die meisten Menschen bei ihrer Arbeit einplanen! Sind Sie neugierig geworden? Dann erfahren Sie jetzt mehr über die Pomodoro-Technik.

Grundgedanke

Das Prinzip der Pomodoro-Technik lässt sich leicht zusammenfassen: Die Erledigung der anstehenden Aufgaben wird in kleine Böcke unterteilt, dazwischen werden immer in regelmäßigen Abständen Pausen von festgelegter Dauer eingelegt. Der Erfinder der Pomodoro-Technik, der Unternehmer und Autor Francesco Cirillo, empfiehlt Arbeitsphasen von je 25 Minuten, zwischen denen immer 5 Minuten Pause gemacht werden sollen. Nach 4 dieser Phasen ist eine längere Pause von 20-30 Minuten angesagt. So lassen sich die Phasen von jeweils 2:15h bis zu 2:25h gut in einen typischen Arbeitstag integrieren. In den 5-Minuten-Pausen können Sie kurz aufstehen, ein paar Schritte gehen, mit einem Kollegen plaudern, eine kurze Meditationsübung machen oder was Ihnen gefällt. In der langen Pause haben Sie genug Zeit, um etwas zu Mittag zu essen, spazieren zu gehen oder auch einen Power-Nap zu machen. Die Struktur der Pausen ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Pomodoro-Konzepts: Sie dienen der Entspannung und ermöglichen es, neuen Fokus zu sammeln. Während der Arbeitsphasen soll konzentriert gearbeitet werden, schalten Sie also alle störenden Faktoren aus, bis der Timer eine weitere Pause verkündet.

Ready, set, go!

Die Umsetzung ist denkbar einfach! Sie benötigen nur einen Timer, der in den entsprechenden Abständen klingelt. Dazu sind auch spezielle Online-Pomodoro-Tools kostenlos verfügbar. Mögen Sie lieber die traditionelle Methode, wie Sie schon Erfinder Cirillo anwandte, funktioniert das Timing auch mit einer simplen Eieruhr. Francesco Cirillo benannte seine Technik nach der Form seiner Eieruhr- einer Tomate! Natürlich können Sie sich auch von Ihrer Alexa oder jeder anderen Hilfsmittel die Zeiten ansagen lassen. Ein Notizblock oder Pomodoro-Logbuch dient dazu, die Aufgaben für einzelne Blöcke zu vermerken- und abzuhaken.

Wie klappt die Einteilung?

Offensichtlich basiert die Methode auf der Einteilung in Intervalle von immer 25 Minuten. Damit sich dieses Schema mit Ihren Aufgaben verträgt, sollten Sie überlegen, ob und wie sich die Arbeit in solche Häppchen unterteilen lässt. Anfangs ist es vielleicht noch eine Herausforderung, zu ermitteln, welche Arbeitsschritte zur Erledigung jeder Aufgabe notwendig sind und zu kalkulieren, wieviel Zeiteinheiten Sie dafür aufwenden müssen. Doch mit der Zeit macht Ihnen diese gute Angewohnheit kommende Planungen einfacher und hilft durch die bewusste Überprüfung, Zeitfresser und andere Fallstricke, die Ihre Effizienz einschränken, zu erkennen.

Warum lohnt sich das für Sie?

Nun stellt sich die Frage, warum diese Technik Ihre Effizienz steigern soll und sogar die Arbeit leichter macht. Die Haupteffekte beruhen auf Erkenntnissen zur Motivation und Produktivität von Menschen. Zunächst wird die Pflicht in kleine Pakete unterteilt, die weniger einschüchtern und sich bald abhaken lassen. Diese Teilerfolge halten die Motivation hoch und können vor Prokrastination bewahren. Die regelmäßige bewusste Überprüfung des Erreichten in den Pausen sorgt dafür, dass man sich auf das Wesentliche konzentriert und eine bessere Arbeitsmoral entwickelt. Aus dem Vergleich der immer konstanten Zeitpakete kann sich ein Ansporn ergeben, die eigene Leistung zu erhöhen und insgesamt weniger Zeit für die gleiche Arbeit zu benötigen. Konstante Pausen sind bei Pomodoro ein Muss und können ohne schlechtes Gewissen gemacht werden. Wird eine Pause erst eingelegt, wenn die Erschöpfung schon groß ist, kann es schwerfallen, die Konzentration wiederaufzubauen und die Pause wird oft deutlich länger als geplant. Nicht zuletzt tut es auch dem Körper gut, regelmäßig aufzustehen und die Position zu ändern. Bereits diese Kleinigkeiten führen zu weniger Rückenschmerzen, einer besseren Zeiteinschätzung und deutlich geringerem Stressempfinden.

Sind Sie schon überzeugt? Dann geben Sie der tomatigen Taktik eine Chance und erleben Sie, wie Ihnen der Einstieg in fokussiertes Arbeiten immer leichter fällt. Viel Erfolg dabei!

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