„Rare in Common“ – eine Dokumentation zeigt seltene Krankheiten und das Leben der Betroffenen

Während seltene Krankheiten per Definition eher ungewöhnlich sind, haben die vielen Menschen, die von diesen Krankheiten betroffen sind, eine Menge gemeinsam. Den einzigartigen, gemeinsamen Weg von Patienten, Pflegern, Medizinern und Pharmazie möchte das Unternehmen Cambridge BioMarketing in seiner neuen Dokumentation „Rare in Common“ aufzeigen.

Cambridge BioMarketing ist eine Werbeagentur, die sich auf das Marketing von Medikamenten für seltene Krankheiten spezialisiert hat.

„Rare in Common“ – Dokumentation bei Filmfestivals?

Laut Alisa Shakarian von Cambride BioMarketing sei die Dokumentation über seltene Krankheiten derzeit bei Veranstaltern von Filmfestivals im Gespräch. Außerdem sei der Film bereits bei einer Privataufführung gezeigt worden und soll in naher Zukunft noch einmal in New York zu sehen sein. Kleine Clips der Dokumentation mit Patienten und Familien, die von seltenen Krankheiten betroffen sind, sind auch online ansehbar.

 

Mit der Dokumentation werden unterschiedliche Ziele verfolgt

Im Allgemeinen ist es eher ungewöhnlich für Werbeagenturen, Filme oder Dokumentationen zu produzieren und im Fall von Cambridge BioMarketing soll dieser Film über seltene Krankheiten gleich mehrere Zwecke erfüllen.

Patienten mit seltenen Krankheiten sollen ermutigt werden, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten, sich gegenseitig zu helfen und in Interessenverbänden zusammenzufinden.

Für Pharma-Konzerne, deren Fokus auf Medikamenten für seltene Krankheiten liegt, bietet die Dokumentation „Rare in Common“ vor allem weitere Details über den individuellen Weg der Patienten zu ihrer Diagnose „Seltene Krankheit“. Cambridge BioMarketing sieht hier eine seiner Schlüsselfunktionen erfüllt: Pharma-Unternehmen zu zeigen, wie sie Patienten finden und Mediziner ausbilden können, so Alisa Shakarian.

Die Öffentlichkeit soll mit der Dokumentation über seltene Krankheiten vor allem darauf aufmerksam gemacht werden, dass es etwa 30 Millionen Amerikaner gibt, die an einer seltenen Krankheit leiden. Obwohl ihre Krankheiten verschieden sind und nur 200.000 oder weniger Menschen an der gleichen seltenen Krankheit leiden, haben sie doch alle mit den gleichen Problemen zu kämpfen.

Ein weiteres Ziel des Films „Rare in Common“ ist es aufzuzeigen, dass das amerikanische Gesundheitssystem für Menschen mit seltenen Krankheiten große Schwierigkeiten birgt. Es ist auf den Durchschnittsmenschen ausgelegt und berücksichtigt Personen mit seltenen Krankheiten nicht oder nicht ausreichend.

 

Digitale Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung

Die Kommunikation innerhalb und zwischen Gruppen, die sich mit seltenen Krankheiten beschäftigen, werde besonders im Online-Bereich immer wichtiger, sagte Shakarian. Korrekte und anspruchsvolle digitale Inhalte seien notwendig, um den Patienten mit seltenen Krankheiten helfen zu können.

 

„Rare in Common“ spricht auch Interessenverbände an

Während traditionelles Produktmarketing im Allgemeinen oft wichtiger ist als die Bedürfnisse der Patienten, schafft Cambridge BioMarketing mit der Dokumentation über seltene Krankheiten einen anderen Ansatz. Der Film soll auf die seltenen Krankheiten aufmerksam machen, bestehende oder neu gegründete Interessenverbände unterstützen und die Ausbildung von spezialisiertem medizinischem Personal fördern.

Die Interessenverbände spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung und der Vermarktung von Medikamenten für seltene Krankheiten. Ein bekanntes Beispiel ist die finanzielle Unterstützung der Cystic Fibrosis Foundation bei der Entwicklung und klinischen Forschung an den Medikamenten Kalydeco und Orkambi von Vertex Pharmaceuticals. Die Stiftung beteiligte sich mit mehr als 150 Millionen US Dollar an der Forschung und Entwicklung der beiden Medikamente gegen die seltene Krankheit Mukoviszidose.

Sowohl kleine, eher private Interessenverbände als auch gut organisierte, gemeinnützige Verbände werden häufig von Anfang an in den Entwicklungsprozess eines Medikaments gegen seltene Krankheiten eingebunden. Sie fördern die Forschung und bringen in Zusammenarbeit mit den Pharma-Unternehmen mehr Aufmerksamkeit auf die seltenen Krankheiten.

Die Dokumentation „Rare in Common“ ist ein erfolgreiches Beispiel für eine solche Zusammenarbeit.

Print Friendly, PDF & Email