Re-Marketing: Sie wissen mehr über Ihre Zielgruppe als Sie denken

19.10.2017 Marketing
2 Minuten Lesezeit
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Als Anbieter in der Healthcare-Welt sollten sie Re-Marketing nicht vergessen – oder schnellstens erfahren, was es damit auf sich hat.

Denn vor allem wenn sie andere Profis ansprechen wollen, ist es an der Zeit, dass Sie alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen, die Ihnen zur Verfügung stehen!

Re-Marketing ist überall

Re-Marketing bezeichnet Marketing-Strategien, die zum Beispiel auf Cookies basieren. Ihnen ist der Hinweis diverser Webseiten sicher bereits aufgefallen. Wenn Sie eine Seite zum ersten Mal öffnen müssen Sie heute fast immer zunächst bestätigen, dass Sie mit Cookies einverstanden sind. Das ist recht alternativlos – entweder der Balken verschwindet einfach nicht vom Inhalt der Seite oder es müssen die Seite verlassen. Deswegen haben Sie wahrscheinlich eine Menge Cookies auf Ihrem Rechner.

Das sind harmlose kleine Textdateien, in denen nur ein paar Informationen darüber stehen, wann Sie eine Seite zuletzt besucht haben und eventuell auch, ob Sie eingeloggt waren. Das Spannende an Cookies ist, dass die Seiten, die Sie besuchen, Sie als „Wiederkehrer“ erkennen können. Und außerdem auf anderen Seiten Werbung schalten können, die sich speziell an ehemalige Besucher richtet.

Wer ohne Ad-Blocker surft, bemerkt schnell die Werbeanzeigen, die zum Beispiel von Amazon geschaltet werden. Wenn Sie jetzt auf Amazon nach Turnschuhen suchen und ein par Turnschuhe anklicken, werden Sie auf anderen Seiten bald schon viele Anzeigen zum Thema Turnschuhe finden – direkt von Amazon. Andere Seiten sind weniger auffällig genauso verknüpft – Diamantenhersteller, Gärtner-Services oder ein Lieferdienst.

Re-Marketing in der Pharmabranche

Als Hersteller von Medikamenten oder ähnlichem ist es natürlich etwas kritischer, sich so in das Surfverhalten von Kunden zu mischen – die möchten vielleicht auf einer Nachrichtenseite nicht daran erinnert werden, dass sie sich gerade über Gesundheitsprodukte informiert haben.

Aber wenn zu Ihrer Zielgruppe vor allem Professionals gehören, dann sollten Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese wieder anzusprechen. Erinnern Sie Ihre Kunden an eine noch nicht vollständig ausgefüllte Umfrage oder laden Sie sie ein, ein verwandtes Projekt anzusehen.

So können auch Menschen angesprochen werden, die im ersten Anlauf keine Zeit mehr hatten oder keine Lust, eine Umfrage ganz auszufüllen. Oder – und hier springt Re-Marketing wohl am häufigsten zu Hilfe – durch

Sorgfältig ausgewählte Methoden

Die Möglichkeiten sind nicht unbegrenzt und müssen mit Sensibilität ausgewählt werden. Beispielsweise können Sie Folgendes umsetzen: Jemand besucht Ihre Seite. Er oder sie beginnt, ein Formular auszufüllen, klickt sich auf die zweite Seite durch aber bricht den Fragebogen nach der Hälfte ab. Die zwischengespeicherten Daten können Sie in einer Anzeige auf anderen Seiten benutzen: „Hallo Jonas! Füll doch den Rest der Umfrage auf unserer Seite aus!“. Das wirkt auf einige Nutzer sicher persönlich oder positiv hartnäckig. Auf andere, gerade, wenn sie die technischen Hintergründe nicht verstehen, eher unheimlich.

Deswegen müssen Healthcareunternehmen die Methoden des Re-Marketing, die sie nutzen wollen, sorgfältig auswählen. Eine Erinnerung an ein offenes Formular auf einer anderen, verwandten Seite erweckt bei einem Arzt sicher einen besseren Eindruck, als wenn ein Pop-Up bei einer späteren, privaten Suche noch an den Job erinnert.

Außerdem müssen solche Maßnahmen regelmäßig gewartet werden. Dazu gehört, die Erfolgsquote auszuwerten und festzustellen, welche der Anzeigen zu zusätzlichen Klicks führen und welche vielleicht sogar einen negativen Einfluss haben.

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