Reputation Marketing – Wie kann es gewinnbringend eingesetzt werden?

02.12.2019 How-To
3 Minuten Lesezeit

Reputation Marketing fokussiert sich auf den guten Ruf einer Marke und versucht, positive Markeninhalte, wie Kundenbewertungen, über traditionelle sowie digitale Marketingkanäle hervorzuheben und zu verstärken.

Anstatt Produkte klassisch zu bewerben, werden Interessierten und Kunden wirklich relevante und nützliche Inhalte zur Verfügung gestellt, um eine die Lösung für ein bestehendes Problem zu liefern. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Reputation Marketing achten sollten.

Unterschiede zum Reputation Management

Im Gegensatz zum Reputation Marketing steht das Reputation Management. Dieses nutzt beispielsweise SEO, Content Creation, Social Media oder Public Relations, um die Ergebnisse im Suchmaschinen-Ranking positiv zu beeinflussen. Damit soll ein gutes Ranking in den Ergebnissen der Suchmaschinen erreicht werden. Das Reputation Management stärkt dabei die Online-Präsenz einer Marke auf natürliche Weise, sodass die Suchmaschinen gezwungen sind, Nutzern den Content dieser Marken zu zeigen.

Reputation durch Bewertungen

Käufer setzen heutzutage enormes Vertrauen in das Feedback, welches auf Bewertungsportalen und in sozialen Netzwerken zu finden ist. Online-Bewertungsportale können also ein wichtiges Marketinginstrument sein, wenn diese mit realen positiven Kundenbewertungen aufwarten können. Durch positives Feedback zu Produkten oder Dienstleistungen wird die Conversion-Rate dabei im gesamten Marketing-Funnel verbessert. Das passiert durch die entstehenden Aufmerksamkeit, die für eine Marke erzeugt wird.

Positive Bewertungen erzeugen gutes Gefühl und Interesse

Menschen beginnen also aufgrund von positivem Feedback anderer Nutzer, bewusst nach einer Marke zu suchen, um mehr darüber zu erfahren. Eine gute Content Strategie am Ende des Funnels, also dort, wo eine Kaufentscheidung getroffen wird, hilft letztlich dabei, auch im direkten Produktvergleich gegenüber Wettbewerbern zu bestehen. Denn auch die gute Reputation einer Marke als gesamtheitliches Konstrukt nützt am Ende nichts, wenn das spezifische Problem des Kunden, durch Konkurrenzprodukte besser gelöst wird. Beispielsweise kann ein Medikament durch seine besondere Wirkung die Einnahme von weiteren Medikamenten überflüssig machen und so eine erhebliche Erleichterung im Leben eines Patienten darstellen. Dies sollte an eben jener Stelle kommuniziert werden, an der die Kaufentscheidung getroffen wird.

Reputation Marketing geht über Kundenbewertungen hinaus

Die meisten Unternehmen konzentrieren sich auf Verbraucherbewertungen, weil sie ein schneller und einfacher Weg sind, Reputation zu erzeugen. Doch Reputation entsteht nicht nur durch das Feedback von Kunden. Portale wie Glassdoor, Kununu und andere Webseiten, auf denen Mitarbeiter anonym Bewertungen über das eigene Unternehmen abgeben können, tragen ebenso zur Reputation einer Marke bei. Äußert die Mehrheit der Angestellten ein Gefühl von Unzufriedenheit gegenüber dem Arbeitgeber, so wird auch dies von potenziellen Kunden wahrgenommen und abgestraft. Zufriedene Mitarbeiter unterstützen die Vertrauensbildung der Kunden in eine Marke, die sich nach außen hin positiv darstellt und dies auch nach innen lebt.

Unternehmen tragen soziale Verantwortung

Das Gleiche gilt auch in Sachen Corporate Social Responsibility. Marken, die sich über ihre soziale Verantwortung bewusst sind und dementsprechend handeln, bilden gleichzeitig eine positive Reputation und erfahren auch hier positive Reaktionen durch die Verbraucher. In Zeiten von Klimakrise, Rechtsruck etc. reicht es manchmal bereits aus, sich öffentlich zu positionieren, um einen Wettbewerber zu übertrumpfen, auch wenn dieser womöglich andere Vorteile, wie einen günstigeren Preis bietet.

Digitale Mundpropaganda

Reputation Marketing funktioniert heutzutage als eine Art digitaler Mundpropaganda, deren Reichweite durch Social Media im Vergleich zur analogen Form erheblich zugenommen hat. Im Grunde gelten jedoch dieselben Regeln, nach denen die Stimme der Verbraucher noch immer ein höheres Gewicht hat, als jede noch so große Werbekampagne. Für ein erfolgreiches Reputation Marketing ist es jedoch zunächst zwingend notwendig, sich um das Reputation Management zu kümmern und ein solides Fundament aus gutem Content zu schaffen. Die gute Reputation einer Marke setzt immer voraus, dass sie dank eines guten Suchmaschinenrankings entdeckt wurde.

Umsetzung im Pharmabereich

Eine gute Kommunikationsstrategie mit wirklich wertvollem Content, der nicht nur werbliche Zwecke erfüllt, sondern auch auf Kundenbedürfnisse eingeht, kann neben der Reputation eines Unternehmens auch darüber hinaus hilfreich sein. Pharmaunternehmen, die ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kunden aufbauen und über die Kommunikationsmöglichkeiten des digitalen Marketing mit Verbrauchern in Kontakt treten, erhalten kostenloses Feedback sowie nützliche Insights, die bei der Entwicklung von Medikament und Behandlungsgeräten eingesetzt werden können.

Print Friendly, PDF & Email