Roche & ACS Kampagne: Return to Screening

10.03.2021 Kampagnen
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Durch die Pandemie treten Schnelltests und Corona Erkrankungen in den Vordergrund und reguläre Untersuchungen in den Hintergrund. Vor allem Krebsvorsorgeuntersuchungen werden vernachlässigt, was sowohl für die Medikamentenhersteller im Bereich der Onkologie, als auch die allgemeine Gesundheit beunruhigend ist.

Krebsvorsorge-Kampagnen auf dem Vormarsch

Um dem entgegenzuwirken hat sich Roche’s Genentech mit der „American Cancer Society“ zusammengetan und eine Initiative gegründet. Sie nennt sich „Return to Screening“ und soll zu regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen auch während der Pandemie aufrufen und an die Relevanz dieser erinnern. Auch AstraZeneca, Merck und Johnson & Johnson haben bereits in der Vergangenheit einige Cancer Awareness Kampagnen gestartet. „Return to Screening“ betrifft jegliche Krebsvorsorgeuntersuchungen, zielt jedoch spezifisch auf Personen ab, welche Brust-, Lungen- und Cervixkrebsuntersuchungen in dem letzten Jahr versäumt oder ausgelassen haben.

Drastischer Rückgang der Untersuchungen durch Pandemie

Durch die Folgen der Pandemie, gefolgt von Jobverlust oder fehlender Krankenversicherung gehen Genentech und die ACS davon aus, dass es in naher Zukunft eine Steigerung an Krebserkrankungen geben wird. Die Folge davon sind schwerwiegendere Krankheitsverläufe und belastende Behandlungen für die Patient*innen. Die Veränderungen der Screenings im letzten Jahr sind laut Jennifer Greenwald, der VP of mission and operations der ACS, drastisch. Zu Beginn der Pandemie sanken die Vorsorgeuntersuchungen um 90%. Im Jahr 2020 haben sich die Werte verbessert, wenn auch nur gering. Der Rückgang der Untersuchungen betraf noch immer 30% im Vergleich zu den pre-Corona Zeiten.

Pläne für die Zukunft

Obwohl die Kampagne den Fokus auf Patient*innen legt, sollen sich auch Gesundheitssysteme und Gesundheitsdienstleister angesprochen fühlen, damit die Menschen Vorsorgeuntersuchungen in Zukunft wieder in Anspruch nehmen. Die ACS kooperiert aufgrund dessen mit 75 Krebszentren und Krebsorganisationen. Das Ziel von ACS und Genentec in naher Zukunft ist es, eine Gruppe von Stakeholdern zusammenzuführen, um gemeinsame Pläne auszuarbeiten, wie man die Screenting-Raten wieder erhöhen kann. Auch fehlende Ressourcen in Gemeinden gilt es aufzustocken. Genentec plant außerdem regional, als auch national eine Beratungsfunktion einzunehmen. Gegen Ende des Jahres soll „Return to Screening“ nämlich eine umfangreiche Aufklärungskampagne starten zum Thema Relevanz von Krebsvorsorgeuntersuchungen.

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