Warum Sie SEO auch auf LinkedIn nicht außer Acht lassen sollten

12.08.2019 How-To
3 Minuten Lesezeit

Wer an Search Engine Optimization (SEO) denkt, dem kommen gleich Begriffe wie Keywords, On-Page- und Off-Page-Optimierung oder organische und bezahlte Suchbegriffe in den Sinn. Dabei geht es meistens um die Optimierung einer Landing Page oder Website. Suchmaschinenoptimierung sollte hier aber nicht enden. Durch SEO auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn können Sie mehr und bessere Leads generieren. Lesen Sie im Artikel, warum das wichtig ist und welche fünf Schritte Sie dafür einleiten sollten.

LinkedIn

Warum sollte LinkedIn SEO-optimiert sein?

Für internationale Unternehmen ist LinkedIn mit Abstand der meistgenutzte B2B-Kommunikationskanal – rund 94 Prozent der B2B-Marketingverantwortlichen nutzen LinkedIn. Aber was ist LinkedIn eigentlich genau? Das größte Karrierenetzwerk der Welt gehört seit einigen Jahren zu Microsoft und hat weltweit ungefähr 500 Millionen Nutzer. In Österreich haben sich bis 2019 1,3 Millionen Menschen bei LinkedIn registriert. Trotzdem gehen viele Unternehmen noch mit LinkedIn um, als wäre es einzig und allein eine Plattform für das Hochladen des eigenen Lebenslaufs bzw. Unternehmensprofils und dem Austausch mit unseriösen Ansprechpartnern. Kurz gesagt: Nur eine Million aller LinkedIn-User haben bereits einmal Content oder einen Artikel auf ihrem Profil gepostet.

Dabei wird vergessen, dass LinkedIn nicht nur ein Karrierenetzwerk ist, sondern auch als Suchmaschine sehr gut funktioniert. LinkedIn kann getrost als kleines Google für B2B-Kunden bezeichnet werden. Oft entstehen aus einer einfachen Suchanfrage professionelle Kontakte und teilweise langfristige Geschäftsbeziehungen. Schon heute ist die Plattform in der B2B-Welt am beliebtesten, wenn es um die Akquisition neuer Kunden geht. Davon profitieren auch Sie im Pharma-Marketing. Viele Ärzte haben beispielsweise mittlerweile ein LinkedIn-Profil und können auf dem Netzwerk möglicherweise erstmals mit Ihrer Marke in Kontakt treten.

Wie können Sie Ihr LinkedIn-Profil SEO-optimieren? – 5 wichtige Schritte

Man könnte denken, dass SEO bei LinkedIn ausschließlich das Folgende bedeutet: Anpassung des Lebenslaufs, Hinzufügen von Fotos und das Posten von Content. Das stimmt natürlich grundsätzlich. SEO ist jedoch etwas differenzierter zu betrachten als bei Websites oder Landing Pages. Deshalb haben wir fünf Schritte zusammengestellt, mit denen die Suchmaschinenoptimierung auf LinkedIn gelingen sollte:

1. Klassische Profilverschönerung

Wie bereits erwähnt, gehört zu SEO in diesem Fall auch die klassische Profilaufhübschung dazu. Fügen Sie professionelle Bilder hinzu, die Ihre Unternehmensbotschaft widerspiegeln und seriös wirken. Auch die Headline unter dem Profilnamen kann leicht angepasst werden. In maximal 120 Zeichen sollen andere LinkedIn-User erfahren, was Sie und Ihr Unternehmen ausmacht. Mehr Platz gibt es bei der Zusammenfassung, die jeder Nutzer ausfüllen sollte. Denken Sie bei der Erstellung des Textes darüber nach, was Sie Ihrem Publikum präsentieren möchten und wie dieses Publikum überhaupt aussieht.

Nutzen Sie die gesamten Möglichkeiten aus. Wussten Sie beispielsweise schon, dass Sie die URL zu Ihrem Profil anpassen können? Das könnte wichtig sein, wenn Ihr Unternehmensname – oder, wenn Sie Ihr Privatprofil optimieren natürlich Ihr Eigenname – relativ häufig vorkommt und sich nur wenig von der Konkurrenz absetzt.

2. Netzwerken, netzwerken, netzwerken

LinkedIn erkennt mit seinem Algorithmus, ob und wie Sie netzwerken. Wer überhaupt keine Kontakte hinzugefügt hat, wird durch das Raster fallen und in den Suchergebnissen nach hinten fallen. Dasselbe gilt für Profile, die zwar Kontakte haben, mit diesen aber noch nie in den Austausch getreten sind. Das bedeutet nicht, dass Sie jedem Kontakt eine Nachricht zukommen lassen müssen – bei Unternehmensprofilen wäre das vermutlich gar nicht möglich. Sehr wohl heißt es aber, dass eine Präsenz bei anderen Usern und Unternehmen geschaffen wird.

3. Selbst interagieren

Ähnlich wie bei Schritt 2 geht es auch hierbei darum, dass man das Karrierenetzwerk aktiv nutzt. Die aktive Interaktion geht aber noch ein wenig weiter. Mit Kommentaren, Shares, Content-Veröffentlichung und dem Beitritt zu Gruppen interagieren Sie mit möglichen Kunden. Ihr Profil wird gesehen und als wichtig für die eigene Arbeit oder die eigenen B2B-Beziehungen eingeschätzt. So zeigen Sie, dass Sie für andere User relevant sind und der Kontakt wirklich zu Leads und Conversions führen könnte.

4. Keywords identifizieren und implementieren

Machen Sie sich noch einmal bewusst, welche Kontakte und Beziehungen Sie sich auf LinkedIn wünschen. Stellen Sie sich vor, Sie wären auf der Suche nach einem neuen Job im Pharma-Marketing. Ein passendes Keyword wäre in diesem Fall natürlich – wenig überraschend – Pharma-Marketing. Dieses Keyword sollte auf Ihrem Profil dann häufiger und zumindest in einer höhergestellten Überschrift erwähnt werden. Nun ist Pharma-Marketing aber nicht nur ein naheliegendes Keyword für Jobsuchende. Auch B2B-Kunden suchen auf LinkedIn nach Pharma-Marketing – vielleicht, weil gerade unternehmensintern niemand dafür zuständig ist. Als Marketing-Agentur könnten Sie angesprochen werden, wenn Sie in den Suchergebnissen aufscheinen. Der Auftrag ist dann nicht mehr weit entfernt.

5. Backlinks generieren

Wer Backlinks auf das eigene Profil erhält, hat den SEO-Kampf wohl schon halb gewonnen. Backlinks stehen für Empfehlungen, die die Wichtigkeit einer Website oder einer Person verdeutlichen. Fremde Backlinks erhält man allerdings eher schwer. Es ist mit viel Aufwand und gutem Netzwerken verbunden und kann meist nicht von heute auf morgen passieren. Die gute Nachricht: Sie können selbst Backlinks auf Ihr Profil setzen. Haben Sie beispielsweise schon einmal darüber nachgedacht, den Link auf Ihr Profil in der E-Mail-Signatur einzubauen? Das gelingt ganz leicht und einige Kontaktanfragen sind Ihnen dadurch gewiss.

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