SMART-Methode: So setzen Sie sinnvolle Ziele

08.04.2020 How-To
3 Minuten Lesezeit

Um mit einer Unternehmung erfolgreich zu sein, ist die Definition von Zielen unabdingbar. Damit die Wahrscheinlichkeit dieses Erfolgs maximiert wird, müssen diese Ziele dementsprechend formuliert werden. Ein Überblick über die SMART-Methode.

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Häufig werden dabei jedoch Fehler begangen und letztlich falsche Zielvorgaben formuliert. Um die eigenen Ziele so zu formulieren, dass sie auch erreicht werden können und die Erreichung dieser Ziele auch motiviert, gibt es die sogenannte SMART-Formel.

Woran scheitert eine Zielerreichung in der Regel?

Häufig begangene Fehler bei der Formulierung von Zielen im Unternehmen sind unter anderem schwammig formulierte Vorgaben. So sind sie häufig nicht genau genug, aus dem Bauch heraus formuliert oder ohne Deadline. Wichtig ist auch ein Blick auf vergangene Projekte, bevor ein neues Projekt begonnen und neue Ziele gesetzt werden. Denn aus vergangenen Fehlern können Sie oftmals viel lernen.

SMARTe Ziele ermöglichen den Unternehmenserfolg

Zielvorgaben sind laut einer Theorie zur Zielsetzung von Gary Latham und Edwin Locke am wirkungsvollsten, wenn 5 Kriterien erfüllt werden, die unter der SMART-Formel gebündelt werden. Sie müssen Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein. Die Theorie der beiden besagt, dass Menschen durch klare Zielvorgaben am besten dazu motiviert werden, Ziele zu erreichen und entsprechend in die Zielerreichung zu investieren. Dabei gelten diese Regeln nicht nur auf beruflicher Ebene, sondern können auch bei Zielerreichungen im privaten Bereich hilfreich sein.

Wofür stehen diese 5 Begriffe im Detail?

  • Spezifisch heißt, dass Ziele detaillierte Vorgaben beinhalten sollen. Sie sollten nicht aus dem Bauch heraus formuliert werden sondern für Klarheit sorgen. Zudem sollten diese spezifischen Ziele immer positiv formuliert werden, um einen Erfolgszustand zu erreichen und nicht, um einen negativen Zustand zu vermeiden.
  • Messbar sollten Ziele eigentlich immer sein, denn nur die Messbarkeit macht eine Steuerung der Prozesse möglich. Habe ich keine Messgrößen definiert, so kann ich auch keine Abweichungen feststellen. Messgrößen können zum Beispiel sein: Verkäufe, Umsatz, Conversions. Aber auch qualitative Faktoren eignen sich für die Messung einer Zielerreichung. Zum Beispiel über die Kundenzufriedenheit.
  • Attraktiv oder akzeptiert müssen Ziele vor allen Dingen unter den Mitarbeitenden sein, denn ohne die notwendige Motivation, Ziele zu erreichen sinkt auch die Bereitschaft, Opfer zu bringen.
  • Realistische Ziele sind die Grundvoraussetzung, damit diese überhaupt erreicht werden können. Hier ist es wichtig, dass man sämtliche Daten und Insights nutzt, um ein Ziel so zu formulieren, dass es zwar anspruchsvoll, aber dennoch erreichbar ist. Sowohl unerreichbare wie auch zu einfach erreichbare Ziele können zu einem Abfall der Motivation der Angestellten führen und die Zielerreichung gefährden.
  • Terminiert bedeutet, dass ein Ziel immer mit einer klaren Deadline verknüpft werden sollte. Dabei kann es auch über den Zeitraum verteilte Meilensteine geben, die ein Projektteam auf dem Weg zum Ziel erreichen sollte. Einerseits sind Deadlines notwendig, um eine Messbarkeit zu garantieren, andererseits sorgen klare Zielzeitpunkte für die benötigte Motivation unter den Angestellten, um ein großes bzw. mehrere kleine Ziele zu erreichen.

Wie formuliert man Ziele mit der SMART-Formel?

Ein Beispiel, wie ein Ziel nach der SMART-Methode zu Jahresbeginn formuliert werden kann zeigt sich in der folgenden Aussage:

Ich möchte, dass wir den Umsatz durch Arzneimittel gegen Sodbrennen im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 10% steigern.

  • Die Zielformulierung ist Spezifisch – der Umsatz einer spezifischen Produktsparte soll innerhalb eines spezifischen Zeitfensters um einen exakten Wert im Vergleich zu einem bereits vorhandenen Wert gesteigert werden.
  • Die Zielformulierung ist Messbar – das Ziel ist eine Steigerung des Umsatzes einer bestimmten Produktsparte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt um 10% im Vergleich zu einer bereits bekannten Größe.
  • Die Zielformulierung ist Attraktiv – ein bereits erreichtes Umsatzziel des Vorjahres soll um eine angemessene Summe gesteigert werden und kann, bei Erreichen, auch finanzielle Vorteile für die einzelnen Angestellten mit sich bringen.
  • Die Zielformulierung ist Realistisch – eine Steigerung um 10% erscheint keineswegs übertrieben und auch das dritte Quartal liefert genügend Zeit, um das Ziel zu erreichen.
  • Die Zielformulierung ist Terminiert – der Zeitraum ist klar vorgegeben und die Deadline eindeutig festgelegt.

Die Umsetzung der Strategie hängt vom jeweiligen Unternehmen ab

Wie Sie die SMART-Methode im Detail auf Ihr Unternehmen anwenden können steht auch immer wein wenig in Bezug zu Ihren Angestellten. Arbeitet Ihr Team eigenständig und bedarf lediglich einer Aufsicht, so kann ein Ziel auch etwas mehr Spielraum besitzen. Braucht Ihr jedoch eine strenge Führung, so müssen auch die Zielvorgaben dementsprechend formuliert werden. Wie gehen Ihre Mitarbeitenden mit Deadlines um? Auch hier gilt es, seine Angestellten zu kennen, denn während einige mit Zeitdruck gar nicht gut umgehen können, entfalten andere dann erst ihr gesamtes Potenzial.

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