SmartQuit – Eine App hilft, das Rauchen zu beenden

02.06.2016 App
2 Minuten Lesezeit

Es gibt viele Möglichkeiten Menschen zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Die App SmartQuit soll Rauchern einen neuen Anreiz bieten, ihr Laster hinter sich zu lassen.

Mit 2Morrow und GlaxoSmithKline zum (digitalen) Nichtraucher

Die Firma, die digital auf dem Weg zum Nichtraucher unterstützt, 2Morrow hat sich mit GlaxoSmithKline, den Herstellern des Nicoderm CQ Pflasters, zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das Nicoderm Pflaster (Ex-) Rauchern anzubieten, die das 2Morrow Nichtraucher-Programm erfolgreich absolviert haben.

SmartQuit, die App von 2Morrow, basiert auf einer Akzeptanz und Engagement Therapie, kurz ACT. Im Fokus dieser Therapie stehe eine Vergrößerung der Bereitschaft zu akzeptieren, dass mit dem Rauchen aufzuhören physische, psychische und emotionale Herausforderungen bedeutet. Außerdem soll das Engagement zu Veränderungen im eigenen Verhalten der Raucher positiv beeinflusst werden.

Mit dieser Methode beschäftigt sich der werdende Nichtraucher eher mit seiner Motivation und behält diese anstelle seines Rauchens im Auge.

SmartQuit gibt es für alle gängigen Betriebssysteme

Die SmartQuit App gibt es im iOs, Android und Windows App Store als kostenlose Version, mit der werdende Nichtraucher zum Beispiel Pläne für die Nikotinentwöhnung erstellen können.

Es gibt noch eine weitere Version von SmartQuit, die von Sponsoren, Arbeitgebern, Krankenkassenleistungen und dem Staat Washington unterstützt wird. Diese enthält auch Sportübungen und Optionen für ein Coaching auf dem Weg zum Nichtraucher.

Wer die App erfolgreich nutzt, kann kostenlose Nikotinpflaster bekommen

Wenn Nutzer das Programm erfolgreich beendet  und ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme erhalten haben, können sie, unterstützt durch einige Arbeitgeber und Krankenkassenleistungen, die eine Nikotinersatztherapie enthalten, Nikotinpflaster kostenlos über SmartQuit bestellen.

Die 2Morrow COO und Mitgründerin Jo Masterson sagte MobiHealthNews, dass die meisten Krankenkassenleistungen Nikotinersatztherapien (NRT) beinhalteten, diese jedoch kaum genutzt würden. Den meisten Rauchern sei es zu anstrengend, einen Termin zu vereinbaren, einen Arzt aufzusuchen und sich ein Rezept zum Beispiel für Nikotinpflaster ausstellen zu lassen.

Ein Arztbesuch kann zu doppelten Kosten führen

Sie fuhr fort, dass es besonders für selbstversicherte Arbeitnehmer zu doppelten Kosten kommen würde. Sie müssten nicht nur für den Arztbesuch, sondern auch für das Medikament bezahlen. Mit SmartQuit bezahlen künftige Nichtraucher lediglich für ihre Medikamente.

Wenn Raucher Nikotinersatztherapien nutzen, hätten sie bessere Chance auf Erfolg, so Jo Masterson weiter. Es gebe noch einen weiteren Schwierigkeitsfaktor, die meisten Raucher setzten diese Ideen nie in die Tat um.

Große Unterstützung für die App, die hilft, Nichtraucher zu werden

Im letzten Jahr hat Jonathan Bricker, ausgezeichnet vom National Cancer Institute, ein auf fünf Jahre ausgelegtes randomisiertes Experiment mit SmartQuit mit 3,1 Millionen US Dollar unterstützt. Dieses Experiment soll auf einer Studie aufbauen, die Bricker Ende 2014 gemeinsam mit 2Morrow durchführte. Die SmartQuit App  wurde mit Unterstützung vom Fred Hutchinson Cancer Research Center entworfen.

Digitale Devices können Entzugserscheinungen mindern

Anfang März beendete Chrono Therapeutics, ebenfalls ein Unternehmen, dass im digitalen Rauchermarkt tätig ist, eine kleine randomisierte Untersuchung. Chrono Therapeutics bietet ein tragbares Device an, das gekoppelt an ein Smartphone Medikamente freisetzt.

In der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die Medikamente, die im Rahmen der Nikotinersatztherapie über das Gerät freigesetzt wurden, Heißhunger und andere Entzugserscheinungen wirkungsvoll mindern konnten. Zum Vergleich wurde die Untersuchung auch mit einem Placebo durchgeführt.

Im Jahr 2015 hatte das National Cancer Institute (NCI) Chrono Therapeutics eine Small Business Reasearch Innovation (SBRI) Unterstützung in Höhe von 2,3 Millionen US Dollar vergeben. Dieses Geld sollte für die Weiterentwicklung der Angebote im Bereich der digitalen Rauchentwöhnung des Unternehmens verwendet werden.

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