Social Media 2.0: Wohin geht der Trend?

15.07.2019 Trends
2 Minuten Lesezeit

Der Peak im User-Wachstum ist bei Social Media bereits erreicht. Jetzt gilt es, wichtige Trends wie Instant Messaging zu erkennen und für sich zu nutzen. Wie Sie das schaffen und welche Social-Media-Trends das Jahr 2019 ansonsten prägen, erfahren Sie im Artikel.

Die US-amerikanische Analystin Mary Meeker stellte in ihrem Internet Trends Report 2019 fest, dass bei Social Media Instagram und Youtube von immer mehr Menschen täglich genutzt werden. Reddit, ein Social-News-Aggregator, wurde im letzten Jahr am sechsthäufigsten von allen Websites besucht. Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat erreiche 75 Prozent aller US-amerikanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 13 und 34 Jahren. Laut Marketing Land müssen sich Marketing-Strategen aber trotz dieser Erkenntnisse nicht auf allzu drastische Änderungen im Bereich Social Media einstellen. Einige kleinere Trends kommen aber durchaus auf uns zu.

Welcher Social-Media-Trend kommt nach Facebook?

Zwar ist Facebook als soziales Netzwerk längst nicht tot und gerade in älteren Zielgruppen noch sehr beliebt, Marketing-Verantwortliche müssen trotzdem langsam umdenken. Messenger wie Whatsapp oder Snapchat werden für ihre Nutzer immer wichtiger. Ihnen geht es vor allem um den sozialen Austausch mit Freunden, Familie oder Bekannten. Facebook hat diesen Social-Media-Trend bereits erkannt und möchte so schnell wie möglich von seinen individuellen sozialen Netzwerken hin zu einer ganzen Social-Media-Infrastruktur. Geplant ist beispielsweise eine vollkommene Integration von Whatsapp, Instagram und dem Facebook Messenger. Der Social-Media-Konzern gibt sich damit userorientiert und geht davon aus, dass die Nutzer mit wenig Aufwand app-übergreifend Nachrichten versenden möchten.

In der geplanten App können Marketing-Verantwortliche natürlich Mobile Ads schalten. Gleichzeitig lässt man dabei aber die Bedürfnisse der Endnutzer und potentiellen Käufer nicht außer Acht und macht die User Journey vergleichsweise einfach.

Was kann man sich unter Social Commerce vorstellen?

Instant Messaging verändert die Social-Media-Welt und entwickelt sich zu neuen Netzwerken. Daraus kann ein Phänomen wie Social Commerce überhaupt erst entstehen. Social Commerce ist eine spezielle Form des Onlinehandels und entsteht durch Kommunikation in sozialen Medien. Einerseits läuft diese Kommunikation von Seiten des Unternehmens bzw. Dienstleisters mit Werbemaßnahmen ab, andererseits sollen sich die Kunden untereinander Produkte empfehlen können. Social Media deckt dabei alle Situationen ab: Vom Entdecken der Werbeanzeige über ein gesteigertes Interesse hin zum Kauf. All das kann der User in-app erledigen. Wenn ihn eine Dienstleistung oder ein Produkt besonders begeistert, kann er den Link dazu direkt mit anderen Personen teilen und muss die App nicht verlassen.

Heute findet Social Commerce unter anderem bereits bei Amazon (Frage- und Empfehlungsfunktion) oder Nike (mit der App Runtastic) statt. Es gibt in diesem Bereich noch ein enorm hohes Potenzial und Unternehmen mit innovativen Ideen haben gute Chancen, sich früh auf dem Markt zu platzieren.

Welche Auswirkungen hat Machine Learning auf Social-Media-Kampagnen?

Um Social Commerce optimal umzusetzen, muss sich auch das Campaign Management in den sozialen Netzwerken modernisieren. Wenn es nach Facebook geht, sollen Marketing-Verantwortliche dabei aber zukünftig weniger Mitspracherecht haben: Wie gutes Campaign Management aussieht und welches Budget dafür notwendig ist, will der Konzern mithilfe von Machine Learning beantworten. Was das heißt? Bisher konnten Werbende ihr Ad Budget innerhalb des Facebook-Universums selbst bestimmen, nach oben hin öffnen oder beschränken. Im kommenden September wird das nicht mehr möglich sein – ohne Ausnahmen. Je nachdem, welche Einstellungen Sie für Ihre Werbekampagnen vorgegeben haben, wird Facebook mittels Machine Learning ein automatisiertes Werbebudget für Sie erstellen. Im schlimmsten Fall kann das bedeuten, dass gut funktionierende Kampagnen nicht weiter verfolgt werden, weil im angepassten Werbebudget sonst auf weniger gut funktionierende Anzeigen verzichten werden müsste. Als Marketing-Verantwortlicher müssten Sie individuelle Ad-Sets erstellen, um solche negativen Auswirkungen zu vermeiden. Das bedeutet natürlich einen höheren Zeitaufwand.

Man könnte fast sagen: Social Media will Social Media zurückerobern. Es ist nicht auszuschließen, dass im Jahresverlauf weitere Social-Media-Trends oder sogar -Netzwerke aufploppen und den Markt verändern werden. Augen auf!

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