Wie Facebook und Co. in der Krise als Informationsquelle dien(t)en

24.06.2020 How-To
2 Minuten Lesezeit

Ohne Social Media wäre eine rasche Informationsverbreitung in COVID-19 Zeiten nicht möglich gewesen. Zum einen hätten viele Menschen einen viel geringeren Wissensstand zu dem Thema, zum anderen wäre die Informationskette stark verlangsamt worden. Gerade in Krisenzeiten ist eine rasche Informationsverbreitung natürlich ausschlaggebend. Aus diesem und weiteren Gründen sind soziale Plattformen hilfreiche Tools, um aufzuklären, zu warnen und neue Erkenntnisse bzw. Statistiken auf schnellem Wege weltweit zu teilen.

Kooperation zwischen WHO und WhatsApp

Einige Organisationen haben sich aufgrund dessen zusammengeschlossen, um die Corona-Verbreitung bestmöglich einzudämmen. An dem Beispiel der WHO in Kooperation mit WhatsApp kann man eine solche Aktion feststellen. Die beiden Partner launchen ein Feature, bei welchem nach Aktivierung ein WHO-Alert als WhatsApp Nachricht empfangen werden kann. Hierbei werden die Nutzer regelmäßig mit den neuesten Zahlen, Informationen, Tipps oder Reisewarnungen ausgestattet. In den letzten Monaten konnte beobachtet werden, dass sich große Teile der Weltbevölkerung an die WHO für Informationen gewandt hat. Aus diesem Grund entschied sich die WHO für diese rasche und praktische Informationsverbreitung und -bereitstellung über den Messaging Dienst.

Social Media als Isolationsgegner

Das Corona-Virus ist ein Virus, das den Körper befällt und enorm schwächen kann. Jedoch darf in Zeiten wie diesen nicht die psychische Komponente vergessen werden, welche auch in Mitleidenschaft gezogen wird und einer Extremsituation ausgesetzt wird. Jeder von uns weiß, wovon hier die Rede ist, jeder hat es miterlebt, weltweit. Der Lockdown, die Ausgangssperren, bzw. Beschränkungen sind belastend für die Psyche und können Einsamkeit und Unbehagen hervor rufen. Vielen Personen wenden sich deswegen vermehrt sozialen Plattformen zu. Durch die stetige Interaktion mit Freunden und Familie wirkt sich dies positiv auf die Stimmung und das Wohlbefinden aus. Soziale Plattformen haben die Macht, eine direkte soziale Interaktion zu simulieren, was in einer Zeit des Social Distancing ein ungemeiner Vorteil ist. Sie dienen auch dazu, Gemeinschaften zu gründen und um sich organisieren zu können. Nur ein Beispiel hierbei ist die Nachbarschaftshilfe in Österreich. Durch die sozialen Medien werden Menschen bestärkt, aufgefordert und motiviert sich diversen Bewegung anzuschließen und zu helfen.

Gerade auch Unternehmen, Konzerne, sogar Gastronomen können sich über soziale Netzwerke mit ihren Kunden bzw. Gästen in Verbindung setzen und so die räumliche Distanz aufheben. Das ist ungemein wichtig, um die Kundenbindung aufrecht zu erhalten.

Tipps für Unternehmen

Apropos Unternehmen….Hier 3 Tipps, die die Kundenbindung weiterhin fördert und Sie bzw. Ihr Unternehmen gut durch die Krise bringt:

  • Communication is key: Sprechen Sie die Situation offen und ehrlich im Netz an, erläutern Sie die Covid-Bestimmungen in Ihrem Unternehmen, sofern Sie dieses auch außerhalb des digitalen Bereiches führen. Stellen Sie vor allem auch sicher, dass der Kundenkontakt bzw. -service weiterhin gegeben ist, denn das wahrt das Vertrauen und die Sicherheit Ihrer Zielgruppe. Menschen möchten schlicht und einfach informiert bleiben und den Fahrplan des jeweiligen Unternehmens kennen. Ganz egal ob es sich da um geänderte Regeln, Öffnungszeiten, Dienstleistungsbeschränkungen etc. handelt. Auf Social Media präsent bleiben ist auch in Krisenzeiten wichtig!
  • Kundenwünsche: Die Krise belastet vor allem den wirtschaftlichen Erfolg. Es wird weniger gekauft oder Dienstleistungen können evtl. gar nicht so angeboten werden, wie man es gewohnt war. Deswegen sollte man die gewonnene Zeit nutzen und einen Vorteil daraus ziehen. Nun kann man sich den Kundenwünschen oder Produktentwicklungen widmen, um besser und stärker aus der Krise herauszukommen. Auch dies gelingt mit stetigem Kontakt und Austausch auf sozialen Netzwerken, denn nur so kann man auch Kundenmeinungen einholen. Denn da zählt das Motto: Der Kunde ist König!
  • Content-Formate anpassen: Seinen Kunden in der Zeit einer Krise eine heile Welt vorzugaukeln ist zwecklos. Menschen möchten Authentizität und ehrliche Einblicke. Da können Bilder aus dem Homeoffice, aufgezeigte Hürden oder zwischendurch informative Berichte bezüglich der aktuellen Situation schon mehr bewirken. Auch Unterhaltung schadet in Zeiten wie diesen nicht und lenkt ab. Ein Quiz oder eine Abstimmung bringt den Kunden bzw. Nutzer auch dazu interaktiv zu werden. Dafür eignen sich soziale Plattformen natürlich am besten.

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