Social Media Marketing: Keine Option, sondern Pflicht

04.11.2019 Trends
3 Minuten Lesezeit

Social Media galt für viele Branchen vor einiger Zeit noch als zusätzlicher Kanal, um seine Reichweite zu steigern und möglicherweise neue Zielgruppen zu erreichen. Mittlerweile muss man jedoch eingestehen, dass Social Media-Plattformen wie Facebook, YouTube oder Instagram zu den wichtigsten Kanälen gehören und entsprechende Strategien nicht mehr optional, sondern obligatorisch entwickelt werden müssen.

Nutzung von Social Media

In Form von Online-Foren, die es bereits seit den 1980er Jahren gibt, wurden soziale Netzwerke erst seit MySpace und Facebook zu dem, was sie heute sind: dem digitalen Lebensmittelpunkt. Während früher in Foren Meinungen unter Nutzern geteilt und Themen diskutiert wurden, sind heutige Social Media-Plattformen darüber hinaus zu einer riesigen Werbeplattform für sämtliche Branchen mutiert.

PEW Research data for all Americans (not just online)

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Vor allem mit Hilfe von Smartphones werden Lebenserfahrung über diverse Social Media-Kanäle geteilt sowie Inhalte vor allem auf Facebook, YouTube, Instagram und Twitter konsumiert. Smartphones sind mittlerweile schon günstig zu erwerben und passen in jede Hosentasche. Die mobilen Apps von sozialen Netzwerken bieten somit einen fruchtbaren Boden für Awareness-Werbung. Aufgrund der hochwertigen Technik, die in Smartphones verbaut ist, werden die Nutzer dabei teilweise selbst zur Werbefläche, indem sie als Influencer Brand Awareness bei ihrer Gefolgschaft erzeugen.

Demographische Daten

Während sich die älteren Nutzer über 50 Jahre vor allem auf Facebook oder YouTube digital fortbewegen, erfreuen sich bei den Nutzern im Alter von 18-24 neben den altbekannten Plattformen vor allen Dingen auch Instagram und Snapchat, also reine Foto- und Videoplattformen, einer sehr großen Beliebtheit.

PEW Research data on American usage of social platforms by age group

Auswahl der richtigen Plattform und Zielgruppe

Die Auswahl der Plattform erfolgt in Abhängigkeit der Zielgruppe. Für Marketing-Spezialisten in der Health-Branche gilt demnach der Facebook-First Ansatz. Sowohl in Sachen Marktdurchdringung als auch Nutzung sticht Facebook die Konkurrenz aus. Je eine Stunde täglich verbringen amerikanische Nutzer in der Regal auf Facebook. Die überwiegende Nutzung findet wie erwähnt über die mobile App statt. Auch andere Plattformen werden verstärkt (YouTube mit 70%, Twitter mit 93%) oder fast ausschließlich (Instagram, Snapchat) über die mobilen Apps genutzt.

Flurry Analytics, comScore, NetMarketShare, US Dec 2016

Der richtige Social Media Ansatz

Um eine optimale Social-Strategie zu entwickeln, sollten Social Media-Kanäle nicht separat gesehen, sondern in den gesamten Mediaplan integriert werden. Social steht für Display-Anzeigen, SEM und E-Mail. Ausgaben und Messbarkeit der Ergebnisse sind vergleichbar mit anderen Kanälen und Social-Strategien lassen sich wunderbar mit anderen Maßnahmen kombinieren. Für eine gelungene Social-Strategie empfiehlt sich der „test and adjust“-Ansatz. Dieser bringt eine gewisse StartUp-Atmosphäre mit sich und ermöglicht es, Projekte voranzutreiben. Anstatt vor lauter Analysen und KPIs das Projekt aus den Augen zu verlieren, wird erst mal ausprobiert und dann entsprechend angepasst.

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