Was passiert in den sozialen Medien? – Interessante Updates in 2019

02.10.2019 Trends
3 Minuten Lesezeit

In einer Zeit, in der sich Nutzungsgewohnheiten und Social Media-Plattformen häufiger ändern als das Wetter, ist es entscheidend, über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden zu bleiben. Neue Features können entweder entscheidend für eine Verbesserung der eigenen Situation sein oder einfach nur kompletter Unsinn. Daher ist es wichtig, aus den Massen an Möglichkeiten, die richtigen Maßnahmen für sein eigenes Vorhaben auszuwählen. Hier ein kleiner Überblick, über nennenswerte Entwicklungen auf den wichtigsten Social Media-Plattformen in diesem Jahr.

Photo by Tracy Le Blanc from Pexels

Facebook: Kampf um Transparenz und Glaubwürdigkeit

Die wohl bekannteste und wichtigste Social Media-Plattform ist Facebook. Um für zusätzliche Transparenz zu sorgen hat Facebook ein Tool eingeführt, dass den Nutzern erklärt, weshalb sie von bestimmten Anzeigen angesprochen werden. Unter dem Reiter „Warum sehe ich das?“ erhalten die Nutzer Einsicht in die Namen der Unternehmen, die Informationen über sie hochladen. Auch können Anzeigen von Mitbewerbern nun eingesehen werden und was diese bezüglich Facebook-Werbung anstreben. Im Kampf gegen Diskriminierung hat Facebook außerdem die Möglichkeiten für das Targeting mit Anzeigen eingeschränkt. So können einige Anzeigen nun nicht mehr nach Alter, Ethnie oder Geschlecht geschaltet werden.

Man setzt auf Relevanz

Eine interessante Änderung findet sich zudem auch im Algorithmus des Facebook News Feed. Hier werden neben engen Freunden auch Seiten sowie Gruppen priorisiert. So können die Nutzer von den Seiten angesprochen werden, deren Inhalte wirklich relevant für sie sind. Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder höheren Alters, die sich bereits in der Vergangenheit für gesundheitsrelevante Themen interessiert haben können nun noch gezielter angesprochen werden.

Ähnlich wie beim obigen Update verwenden wir diese Antworten, um Anzeichen dafür zu identifizieren, dass jemand einen Link findet, der seine Zeit wert ist. Wir kombinieren diese Faktoren dann mit Informationen, die wir über den Beitrag haben, einschließlich der Art des Beitrags, von wem er stammt und des Engagements, das er erhalten hat, um genauer vorherzusagen, ob die Menschen wahrscheinlich einen wertvollen Link finden werden.“ Mitteilung von Facebook (Quelle: https://marketingland.com/16-social-media-updates-for-marketers-in-2019-so-far-264950)

Auch Videos mit Mehrwert werden priorisiert

Auch in Sachen Videos kommt es nun mehr auf die Relevanz an. So werden Videos, die von Menschen gesucht und wiederholt aufgerufen werden, priorisiert, aber auch Videos, die länger als eine Minute angeschaut werden. Für Produzenten heißt es daher: Produzieren Sie Videos, die den Nutzern einen relevanten Inhalt mit Mehrwert bieten, sodass diese nicht nach wenigen Sekunden weggeklickt und als Spam behandelt werden. Auch empfiehlt es sich, Videos mit einer Dauer von mindestens drei Minuten hochzuladen, denn je länger ein Video geschaut wird, desto höher wird die Priorität für den Nutzer eingestuft. Videos zu Pharma-Kampagnen beispielsweise fesseln den Nutzer je origineller sie gemacht sind und sorgen dafür, dass im Nachgang Inhalte zu Produkten als relevante Themen kategorisiert werden und die Nutzer damit angesprochen werden. Kleinere Unternehmen erhalten dank eines neuen Tools Unterstützung von Facebook. Über einen kleinen Fragebogen wird ein Marketingplan automatisch entwickelt und kann in kurzer Zeit ohne größeren Aufwand und entsprechend den finanziellen Gegebenheiten umgesetzt werden.

Instagram und Twitter: Fokus auf Netzwerk aus Brands und Influencern

Unter dem Motto „Paid Partnerhsip with XX“ können Unternehmen nun Instagram-Posts von Influencerinnen und Influencern in Anzeigen umwandeln. Marken können so gelungene Posts ihrer Partner dafür nutzen, ihre Zielgruppe direkt anzusprechen und müssen nicht selbst erst eine passende Anzeige erstellen. Neben einem überarbeiteten Desktop-Design, welches die Plattform nun übersichtlicher gestaltet, hat Twitter mit ArtHouse ein Tool ins Leben gerufen, welches Marken einen besseren Zugang zu Kreativen sowie Meinungsmachern ermöglicht.

Pinterest: Customer Experience optimieren und Kauf vereinfachen

Als eine Plattform, die gänzlich ohne Skandale auskommt, hat sich Pinterest in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten sozialen Medien entwickelt. Für viele Unternehmen ist es die Plattform, von der der Großteil der Kunden stammt. Aus diesem Grund hat man sich bei Pinterest dazu entschieden, die Customer Experience weiter zu verbessern. Neben personalisierten Einkaufsempfehlungen gelangen Nutzer über sogenannte Product Pins in einen Bereich, der über eine ganze Palette der Produkte des jeweiligen Unternehmens verfügt. Über diese Kataloge haben Nutzer die Möglichkeit, Produkte noch einfacher zu erwerben. Daneben gibt es auch Veränderungen, die zwar weniger Aufmerksamkeit erweckt haben, dennoch erwähnenswert sind. Hierzu gehört beispielsweise die Einstellung von Googles Plattform Google+, ein Netzwerk, das nie wirklich eine Konkurrenz für die großen Plattformen darstellen konnte.

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