Corona lässt Telehealthbranche boomen!

24.09.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Während viele andere Branchen nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie um ihre Existenz fürchten, verzeichnen die Telehealthanbieter einen gewaltigen Zuwachs an Nutzern. Warum die Branche gerade boomt und wie sie sich in Zukunft auf dem Markt behaupten wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Corona ebnet Telehealth den Weg

Die Entwicklung der Telemedizin expandierte schlagartig nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Kein Wunder! Die Telemedizin bietet einige Möglichkeiten Patienten digital zu versorgen und so den Arztbesuch ins Wohnzimmer zu verlegen.

Viele Patienten fürchten sich derzeit zum Arzt zu gehen. Aus Angst vor dem Coronavirus bleibt man lieber in den sicheren eigenen vier Wänden. Manchmal stellen Patienten auch bei sich selbst Symptome fest, mit denen sie die Wohnung nicht verlassen können. In beiden Fällen hilft die Telemedizin.

Die telemedizinischen Dienstleistungen wurden in der Pandemie deshalb deutlich öfter genutzt. Ärzte und Mediziner stellten 50 bis 175 mal mehr telemedizinische Besuche als vor der Pandemie fest. Die Branche profitierte davon und baute das eigene Angebot aus.

Entwicklung der Nutzerzahlen

Noch vor einem Jahr nutzen nur ca. 19% der Patienten und Patientinnen in den USA telemedizinische Dienstleistungen. Nach Eintritt der Pandemie jedoch stieg die Nutzung der Telehealth-Angebote rapide an.

Mittlerweile haben bereits 46% der US-amerikanischen Bevölkerung telemedizinische Services genutzt. Dieser gigantische Kundenzuwachs macht sich natürlich auch im Geldbeutel bemerkbar.

Ausbau der Telehealthbranche

Die erhöhte Nachfrage und fortwährende Nutzung von telemedizinischen Dienstleistungen bewirkt eine rasche Expansion und Wertsteigerung der Unternehmen. Die Telehealth- Firmen, die noch vor kurzem 3 Milliarden US-Dollar wert waren, sind heute ungefähr auf 250 Milliarden US-Dollar im Wert angestiegen.

Die Angebotslandschaften der jeweiligen Anbieter wurden erweitert und ausgebaut. Nach der Pandemie gibt es über 80 neue telemedizinische Dienstleistungen.

Angebotsmodelle im Telehealth

Hauptsächlich kommen die Telehealth-Dienstleistungen in 5 verschiedenen Settings zum Einsatz:

  1. Telemedizinische Notfallmedizin auf Sofortabfrage
  2. Virtuelle Arztbesuche, bei denen keine physische Nähe zum Arzt nötig ist
  3. Teilweise virtuelle Angebote, die neben Angeboten in Kliniken und Testlaboren genutzt werden können
  4. Virtuelle Genesungsunterstützung, wie z.B. Software zur Sprachtherapie
  5. Häusliche Medikation durch Technologie

Diese telemedizinischen Dienstleistungen haben das Potenzial zunehmend große Patientenzahlen zu bedienen.

Hohe Nutzerzufriedenheit

74% der Nutzer bewerten ihre Erfahrung mit den virtuellen medizinischen Dienstleistungen rückblickend als äußerst positiv. Sogar 75% können sich vorstellen Telehealth-Angebote auch noch nach der Pandemie zu nutzen.

Für die Patienten ergeben sich viele Vorteile mit der Nutzung der Dienstleistungen. Sie erhalten in Notfällen direkt ärztlichen Rat, können sicher von zuhause aus Arzttermine wahrnehmen und können umfassender und effizienter genesen.

Herausforderungen für die Telemedizin

Einige ungeklärte Umstände verhindern jedoch bisher den großen Durchbruch der telemedizinischen Dienstleistungen:

    1. Sicherheit der Patientendaten
      Wie sicher sind die Patientendaten bei Videoübertragungen und wer kann diese einsehen?
    2. Effektivität der virtuellen Besuche
      Können Ärzte unter den geschaffenen Bedingungen wirklich genauso gut arbeiten?
    3. Eingliederung in die bestehenden Strukturen
      Können und wollen sich die Ärzte auf die digitalen Arztbesuche einstellen?

Auf diese Fragen muss die Telehealthbranche Antworten finden und nach außen kommunizieren um auch in Zukunft weiter zu profitieren.

Die Entwicklung im Überblick

Die Corona-Pandemie sorgte für ein erhebliches Wachstum der Telehealthbranche. Der telemedizinische Dienstleistungssektor expandierte infolge explosionsartig. Die Dienstleistungen sorgen für eine hohe Zufriedenheit bei den Nutzern in den USA und haben das Potenzial große Patientenzahlen zu bedienen.

Die Prognose ist gut, aber ob die Telehealthbranche nach der Pandemie weiterhin so gut da steht, bleibt abzuwarten.

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