Überraschend? Die 5 besten Medical-Marketing-Strategien in 2019

30.10.2019 Marketing
3 Minuten Lesezeit

Was aus strategischer Sicht im Marketing als der absolute Erfolgsgarant gilt, muss im spezialisierten Medical Marketing längst nicht so gut funktionieren. Die Verwirrung machen konstante Veränderungen auf dem Markt komplett und man verliert schnell den Überblick darüber, welche Marketing-Strategien im Healthcare-Bereich 2019 noch überzeugen können und welche eher nicht. Wir stellen Ihnen mit diesem Artikel deshalb die fünf besten Medical-Marketing-Strategien des Jahres näher vor.

1. Social Media mit Videos befüllen

Dass Social Media auch im Healthcare-Marketing nicht mehr wegzudenken ist, ist wohl unbestritten. Schließlich können Sie mit Social Media Ihre eigene Zielgruppe leicht erreichen, Ihren Content teilen und durch Interaktionen noch mehr mögliche Kunden bzw. Patienten ansprechen. Sie haben mit Social Media und einer guten Digital-Strategie die Möglichkeit, die breite Masse zu Ihren Usern zu machen und Leads und Abschlüsse zu generieren.

Sie sind kein Unternehmen der Gesundheitsbranche, sondern Arzt? Auch bei Medizinern geht der Trend immer mehr dazu, sich auf Social Media zu präsentieren. Ein Social-Media-Profil kann unter anderem das Ergebnis auf Suchmaschinen positiv beeinflussen und höher ranken lassen. Wenn Sie dann zusätzlich Video-Content einbinden und Ihre Praxis und deren Mitarbeiter näher vorstellen, schaffen Sie die Grundlage für ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und dem behandelnden Arzt. Außerdem können Sie so Ihre Behandlungsansätze erklären und höhere Engagement-Rates und Conversions erzielen. Warum? Weil Sie mit der Zeit so immer mehr aktive und ernsthaft an Ihrer Arbeit interessierte User auf Social Media als Fans gewinnen.

2. Geofencing als Teil von Individualisierung

Geo-was? Geofencing bedient sich der Ortungsfunktion von Smartphones und anderen elektronischen Geräten. Überschreiten die User eine gewisse örtliche Grenze, wird automatisiert eine (werbliche) Aktion ausgelöst. Diese neue Form des Advertisings hat 2019 ihren Weg in das Medical Marketing gefunden. Durch die unterschiedlichen Userdaten, die Sie durch die Lokalisierung erhalten, können Sie Werbung sehr viel personalisierter und individueller ausspielen.

Denken Sie sich beispielsweise in folgendes Szenario: Ein User geht täglich an einer Ernährungsberatung vorbei, hat diese aber noch nie bemerkt. Gleichzeitig hat er aber durchaus Probleme mit seiner Ernährung und weiß nicht genau, wie er diese in Zukunft lösen kann. Dabei wäre diese Lösung direkt vor seiner Nase. Personalisierte Ads, die sich auf seinen Standort berufen, können beidseitig Bedürfnisse erfüllen. Der Ernährungsberater bekommt einen Kunden, der hohes Potential hat. Der User muss sich nicht weit bewegen und kann – hoffentlich – eine Besserung seiner Gesundheit erreichen.

3. Ohne persönliche Meinungen geht nichts

Nun ist Geofencing bereits ein großer Teil der Individualisierung des Medical Marketings. Es geht aber noch weiter, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Einen großen Trend am Gesundheitsmarkt stellen nämlich Reviews – also persönliche Meinungen und Empfehlungen – dar. Eine Studie fand dazu heraus, dass 68 Prozent der möglichen Patienten sich erst über solche Reviews eine persönliche Meinung zu Ihren Produkten und Angeboten bilden. Auf Suchmaschinen wie Google beeinflussen gute Bewertungen das Ranking einer Website bzw. eines Unternehmens.

Das bedeutet, dass Reviews von ehemaligen oder aktuellen Patienten essentiell für die Bildung einer guten Reputation sind. Bitten Sie die Kunden um Feedback. Sollte dieses anfangs negativ ausfallen, sollten Sie über Anpassungen unbedingt nachdenken. Positive Beispiele können Sie nach Absprache mit dem Review-Ersteller unter anderem auf Social Media oder Ihrer Website einbauen.

4. Völlig responsives Webdesign – auch im Medical Marketing

Man könnte meinen, dass 2019 jedes Unternehmen verstanden hat, dass die eigene Website auch mobil optimiert sein muss. Das trifft aber keineswegs zu. Genauso werden wichtige Faktoren wie die Ladegeschwindigkeit und Interaktivität gerne – häufig rein aus Kostengründen – vernachlässigt. Die Ladegeschwindigkeit ist sogar der Grund, warum User innerhalb einer Sekunde wieder von der Website abspringen.

Sie sollten nicht vergessen, dass die Responsiveness auch die Vertrauenswürdigkeit Ihres Angebots oder Produkts steigert. Eine Website, die nicht den alltäglichen Ansprüchen und Gewohnheiten eines Users entspricht, wirkt schnell altmodisch und hinterlässt bei Patienten einen negativen Beigeschmack. Achten Sie auf flexible Bausteine, die Sie schnell anpassen können. Die Strukturen der Website sollten für alle Geräte anpassbar sein, damit Sie nicht nur Desktop-User ansprechen können.

5. Erfolg und Misserfolg tracken und Optimierungen im Medical Marketing vornehmen

Zusammenfassend – und deshalb am Schluss stehend – ist einer der zeitlosesten Trends, der aber auch 2019 im Medical Marketing weiter relevant bleibt, das Tracking von Erfolg und Misserfolg. Verwenden Sie beispielsweise Tools wie Google Analytics oder Hubspot, um wichtige Kennzahlen zu Ihrer Website zu erheben und zu überprüfen.

Was diese wichtigen Kennzahlen sind? Wir sprechen hier beispielsweise von der Bounce Rate, Visits, der Verweildauer oder dem Channel-Split. Natürlich sollten Sie unbedingt individuelle Kennzahlen für Ihr Unternehmen erstellen. Fragen Sie sich immer, was Ihnen in Bezug auf die Interaktion mit Ihren Angeboten oder Produkten oder hinsichtlich Ihrer Zielgruppe wichtig ist. Auf Basis der Analyse-Ergebnisse müssen Sie unbedingt weitere Schritte einleiten. Überlegen Sie dann, wie Sie noch mehr (ungenutztes) Potential ausschöpfen können und mehr potentielle Kunden von sich überzeugen können.

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