Suchen, SEO, Social: Vergangenheit und Zukunft von Suchmaschinen und SEO

01.10.2021 Trends
3 Minuten Lesezeit

Alle im Netz leben von und mit SEO. Wir haben versucht, die Entwicklung von Search Engine Optimization (Suchmaschinen-Optimierung) zusammenzufassen – und ein paar Trends aufzuzeigen.

Die Geschichte beginnt in den 90er-Jahren: Kaum jemand kennt noch Archi, das 1991 als erste Suchmaschine an den Start ging. Und Altavista und Yahoo, beides Kinder des Jahres 1994, sind nur den älteren Usern noch ein Begriff. Doch dann kam Google: Damit begann 1997 erst so richtig die Suche im Netz. Mit unglaublichem Erfolg. Denn in den folgenden 15 Jahre drängte Google alle anderen Suchmaschinen aus dem Markt. Selbst Microsoft hat versucht zu kämpfen – und konnte mit seinem 2009 gestarteten Bing dem nunmehrigen Giganten Google nicht wirklich Substanzielles entgegensetzen.

Die Maschinen wurden größer und die Ergebnisse wurden besser. Während Suchmaschinen anfangs Resultate unmotiviert ausspuckten, setzte sich dann allmählich ein Ranking der Ergebnisse durch. Einerseits war Google daran interessiert, qualitativ höherwertige Resultate zu priorisieren, also Treffer besser zu reihen, die der Suchanfrage eher entsprechen. Andererseits ist das Geschäftsmodell von jeder Suchmaschine natürlich Werbung – und die wird eher konsumiert, wenn sie dem User nützlich erscheint, also wenn sie ein Thema berührt, das mit der gerade eingegebenen Suchanfrage zu tun hat.

Mehr Links, mehr Bedeutung?

Wie hat Google nun begonnen, die Treffer zu ranken? Anfang der 2000er-Jahre wurden vor allem Backlinks gezählt. Also wurde nachgeschaut, wie oft von fremden Seiten auf diese Seite verlinkt wird. Der Gedanke dahinter: Ein externer Link ist ein Hinweis auf fremde Inhalte, die offenbar empfehlenswert sind. Wird eine Seite oft empfohlen (=verlinkt), dann ist sie offenbar interessant und wird von Google höher gereiht.

Das kann man aber auch austricksen: Gekaufte Links, große Verzeichnisse und Linkfarmen waren die Optimierungsstrategien der ersten Stunde, um für die Suchmaschinen interessant zu wirken und höher gereiht zu werden.

2010: Google wird wählerisch

Das Jahr 2010 markiert den Beginn von professioneller SEO: Googles Anstrengungen, unsauberen Tricksereien durch bessere Algorithmen entgegenzuwirken, brachten die Suchmaschinen-Optimierung eigentlich zum Laufen: Wollte man nun sichtbarer sein, musste man Content liefern, den die Maschine als hochwertig erkennt. Seiten, die vollgestopft sind mit Werbung, Keyword-Listen und Backlinks, werden nun als minderwertig ausgesondert.

Dazu kamen dann Features wie Quick Answers, Knowledge Graphs und Carousels, die den Usernutzen noch mehr in den Vordergrund stellen.

In den letzten Jahren hat sich Google sehr darauf spezialisiert, auf themenrelevante Verlinkung und gute interne Seitenstruktur zu achten. Damit sollen minderwertige Click-Bait-Seiten ausgesondert werden. Dazu kommt eine immer genauer werdende Betrachtung der Keywords, die in Texten vorkommen: Google liest also genau, ob das, was Userinnen und User suchen, auch im gebotenen Content vorkommt. Soll heißen: Überlegen Sie sich, was Menschen suchen und erwähnen sie die Suchwortfolge in den Texten, in denen Sie die Antwort bieten!

Wohin geht die Reise?

Was bedeutet SEO in Zukunft? Welche Trends sind bei Google auszumachen?

  1. Die Zukunft ist mobil

    In den USA werden bereits jetzt mehr als 51% der Inhalte mit mobilen Devices konsumiert. Das bedeutet natürlich für Google, das sie darauf achtet, dass Seiten für mobile Geräte optimiert sind. Starr auf Desktop ausgerichtete Seiten werden abgestraft.

  2. Nähe is King

    Die Lokalisierung von Suchergebnissen nimmt weiter zu: Was in der Nähe des Users ist, wird ihm prioritär angezeigt. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie klar und verständlich machen müssen, was, für wen und WO sie etwas anbieten.

  3. Social is Queen

    Die Bedeutung der sozialen Medien wird erkannt und unterstützt. Die Social-Media-Auftritte von Prominenten und auch schon Organisationen werden unter die Top-Ergebnisse gereiht, wenn man nur nach Namen googelt. Wer einen Auftritt seines Unternehmens in sozialen Medien bislang als unnötig abgetan hat, sollte vielleicht seinen Standpunkt überdenken.

Fazit: Denken Sie daran, was potenzielle Kunden von Ihnen haben wollen und erwähnen Sie offensichtliche Suchanfragen in Ihrem Content – und bieten Sie die Möglichkeit, Ihre Seite mit dem Handy problemlos zu nutzen. Das lieben Ihre User – und Google.

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